03 März 2010

Der März ist da. Die Trade Deadline ist etwa 2 Wochen her, und wie jedes Jahr um diese Zeit versuchen Playoff-Teams (oder solche die damit liebäugeln) nun auf andere Weise die letzten Löcher im Kader zu stopfen und eventuelle Schwachstellen auszumerzen für den Postseason-Push. Gestern war der letztmögliche Tag, an dem Spieler von ihren jeweiligen Teams geschasst werden durften, um bei in einer anderen Mannschaft für eine Playoffteilnahme anheuern zu können.

Hier die besten verfügbaren Free Agents:

1.
Zydrunas Ilgauskas: im Deal für Antawn Jamison nach
Washington geschickt, absol
vierte 'Z' wie erwartet kein einziges Spiel für den Hauptstadtclub. Stattdessen wurde er am 24. Februar aus seinem Vertrag gekauft. Obwohl Atlanta und Denver sehr an den Diensten des Litauers interessiert sind, gilt seine Rückkehr nach Cleveland bereits als sicher, vor allem jetzt wo Shaq knapp 8 Wochen wegen eines kaputten Daumens ausfällt. Ilgauskas hält sich zur Zeit in New York fit und hat für nächste Woche die Bekanntgabe seiner Entscheidung angekündigt. Er könnte frühestens am 22. März bei den Cavs unterschreiben, bei jedem anderen Team jedoch mit sofortiger Wirkung.

2.
Travis Diener: der ehemalige Guard der Indiana Pacers brachte es in der gesamten Saison auf gerade mal 25 Minuten Einsatzzeit. Er passte nie ins Konzept von Pacers Coach Jim O'Brien und wurde am Montag gegangen. Diener, ehemaliger College-Star aus Marquette (führte die Golden Eagles zusammen mit Dwyane Wade 2003 ins Final Four) wird wohl in Portland anheuern, wo er die vakante Rolle des Scharfschützen und Ersatz-PG nach dem Weggang von Steve Blake übernehmen soll.

3.
Michael Finley: fand nach einer schweren Sprunggelenksverletzung nicht
mehr in die Rotation der Spurs zurück, verbuchte nach 15 NBA-Jahren
sogar
das erste DNP-CD (Did not play - Coach's decision) seiner Karriere (17. Februar) . Finley und sein Agent fragten die Spurs höflich nach einer Auflösung des Vertrages. San Antonio willigte ein und ließ den ehemaligen Mavericks-Star und Mitglied des 2007er Spurs Championship-Teams gehen. Finley wird mit den Boston Celtics in Verbindung gebracht, würde aber ganz selbstlos auch L.A., Cleveland, Denver, Dallas oder Utah in Betracht ziehen - hauptsache es geht um die Meisterschaft.

4.
Mark Blount: spielte keine Minute in der laufenden Saison. Blieb seit dem Trainingscamp dem Team (Minnesota) fern, während die Wolves vergeblich versuchten, seinen 8-Millionen-$ Vertrag (!) via Trade loszuwerden. Als das nicht gelang, wurde Blount geschasst und wird nun höchstwahrscheinlich bei einer Mannschaft anheuern, die einen Extra-Bully unter den Körben gebrauchen kann (Atlanta oder Denver).

5.
Larry Hughes: wurde am 18. Februar zu den Kings getradet, trat aber nie die Flugreise nach Sacramento an. Blieb statt dessen in New York, wo er weiterhin seinen gebrochenen Finger auskuriert. Hughes war drauf und dran, bei den Bobcats zu unterschreiben. Die aber machten einen Rückzieher, da Hughes erst in einigen Wochen wieder einsatzbereit ist - für Charlotte im Kampf um die erste Playoff-Teilnahme der Clubgeschichte zu spät.

6. Mike James: beleidigt, weil die Wizards keinen Abnehmer vor der Trading-Deadline mehr fanden. Hängt seither in seiner Heimat Houston rum und hofft, eine Einladung von Playoff-Teams auf der Suche nach einem erfahrenen Dribbler und Spielmacher zu ergattern.

7.
Wally Szczerbiak: vereinslos, laboriert immer noch an einer Knieverletzung. Hat aber mehrfach angekündigt, in dieser Saison wieder spielen zu wollen.

8.
Brian Cardinal: kam von Minnesota nach New York im Trade für Darko Milicic, wurde aber von den Knicks prompt entlassen. Kann durch seine Erfahrung und seine robuste Spielweise unter den Körben jungen Playoff-Teams helfen.