08 März 2010












Im hoch antizipierten Finals-Rematch zwischen den LA Lakers und den Orlando Magic gab es gestern einen klaren Sieger: den Basketball-Fan. Die Partie war vollgepackt mit harter Verteidigung, spielerischen Leckerbissen, fantastischen Einzelaktionen, verbissenen 1-1 Duellen und massenhaft Trash Talk. Am Ende gewann Orlando verdient 96-94 und revanchierte sich für die bittere Hinspielpleite im Januar. Damals hatte das Team von Stan van Guny in Los Angeles noch 92:98 verloren.

Nicht so in dieser Neuauflage. Dank einer phasenweise überharten Verteidigungsarbeit zermürbten die Magic ihre Kontrahenten in Lila-Gold. Matt Barnes war Hauptaggressor und verfolgte Kobe Bryant auf Schritt und Tritt. Immer wieder unterbrachen hässliche Szenen auf beiden Seiten ein spannendes Spiel. Insgesamt pfiffen die Unparteiischen 53 persönliche, 1 absichtliches und 3 technische Fouls. Zwar leistete sich der Gastgeber 20 Ballverluste, hielt die Lakers aber gleichzeitig bei einer miserablen Trefferquote von 37 Prozent aus dem Feld. Vince Carter führte Orlando mit insgesamt 25 Punkten an. In der Schlußphase ging es hin und her. Kobe Bryant erzielte 18 seiner insgesamt 34 Punkte im letzten Viertel - vergab aber den Ausgleich mit der Schlußsirene.

Hinterher herrschte schlechte Laune beim Champion aus L.A. Es war die dritte Niederlage in Folge - zum ersten Mal übrigens seit Pau Gasol vor gut zwei Jahren zu den Lakers kam. Dieser meldete sich nach der Partie zu Wort und fordert für die nächsten Spiele eine Rückbesinnung auf alte Stärken: "Wir müssen die Balance wieder herstellen, von innen nach außen spielen. Der Ball muss öfters über mich laufen. So waren wir erfolgreich, und nur so finden wir auch wieder in die Spur", wird Gasol zitiert. Der Vorsrpung der Lakers auf den ärgsten Verfolger im Westen (Dallas) schmolz duch diese schlecht getimte Schwächephase auf 3 Siege.