27 März 2010


Cleveland's Lebron James führt mit derzeit 29.8 Punkten pro Partie die Liga hauchdünn im Scoring an, vor Kevin Durant (29.7) von den Oklahoma City Thunder. Dass die beiden Forwards den Titel des Scoring-Champions unter sich ausmachen werden, ist so gut wie sicher.

Als gesichert gilt auch, dass Lebron nicht zur bescheidenen Sorte von Profisportlern gehört. James ist ein narzisstischer, selbstverliebter Egomane, der keine Gelegenheit auslässt, sich als selbst ernannter 'grösster Basketballspieler aller Zeiten' immer wieder in die Schlagzeilen zu bringen. So auch diese Woche, als sich Lebron in einem Interview mit ESPN erneut genötigt sah, auf seine Super-Duper-Extraklasse hinzuweisen.




"Wenn ich wirklich jedes Jahr - jedes Jahr - die Liga im Scoring anführen wollte, das wäre überhaupt kein Problem für mich", gab James zum Besten. Es sei zwar nicht wichtig, fügte der Cavalier hinzu, er wollte es aber nur mal wieder gesagt haben und uns alle daran erinnern, dass er wirklich jedes Jahr Top-Scorer der Liga sein könnte.

Schon klar. Lebron zählt zu den besten Spielern unserer Zeit, je nach Betrachtungsweise kann man ihn auch als derzeit besten Spieler der Liga ansehen. Er könnte die NBA im Scoring anführen, ganz bestimmt sogar. Mir fallen aber auf Anhieb mindestens 4 Spieler ein, für die ein Scoring-Titel nach dem anderen ebenso kein Problem darstellen würde : der angesprochene Durant, Kobe Bryant, Carmelo Anthony oder Dwyane Wade. Keiner dieser Superstars käme wohl auf die Idee, für sich selbst die Werbetrommel zu rühren. Dafür sprechen deren Leistungen auf dem Platz laut genug. Dass aber ausgerechnet Lebron James den inneren Drang verspürte, uns (wieder einmal) an seine gewaltige Allmacht zu erinnern, sollte keinen von uns überraschen.