20 März 2010


Die Sieger der ersten NCAA Runde stehen fest. Auch der zweite Tag war teilweise spannend und hart umkämpft, konnte jedoch von der Dramatik her nicht mit dem Donnerstag mithalten. Hier die Recaps.

MIDWEST
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Michigan State Spartans vs. New Mexico State Aggies (70-67). Die Spartans sahen lange Zeit wie der leichte Sieger aus, aber NMSU spielte sich in Hälfte zwei in einen Rausch und ging sogar in Führung. In der entscheidenden Phase vergaben die Aggies zwei Dreier zum Ausgleich. Kalin Lucas von den Spartans war bester Mann mit 25 Zählern.

Maryland Terrapins vs. Houston Cougars (89-77)
Die Terrapins dominierten die Bretter in diesem Spiel 47-27, und das war eigentlich schon der entscheidende Faktor. Freshman Jordan Williams stellte Karrierebestleistungen auf mit 21 Punkten und 17 Rebounds, während der 'ACC Spieler des Jahres' Greivis Vasquez mit 16 Pts, 7 Rebs und 6 Ast zum Sieg der Terps beitrug, die dank eines 12-2 Laufs in der zweiten Halbzeit uneinholbar davon zogen.

Ohio State Buckeyes vs. UC Santa Barbara Gauchos (68-51). Während Megastar Evan Turner eines der schlechtesten Spiele seiner College-Karriere absolvierte, sprangen zwei seiner Teamkollegen in die Bresche: Jon Diebler, der die ganze Woche mit einem Magen-Darm-Virus flach gelegen war, erzielte 23 Punkte (7 Dreier), während Forward Dallas Lauderdale mit 12 Rebounds und 8 Blocks die Defensive zusammen hielt. So kamen die Buckeyes in diesem überharten und sehr aggressiv geführten Spiel zum verdienten Sieg.

Georgia Tech Yellow Jackets vs. Oklahoma State Cowboys (64-59). Dank einer nahezu perfekten Teamleistung von der Freiwurflinie (24 von 25) und ihrem Größenvorteil ziehen die Yellow Jackets in die nächste Runde ein. Gani Lawal scorte 14, Derrick Favors kam auf 12 Punkte und 9 Rebounds für Georgia Tech, die mit teilweise exzellenter Perimeter-Defense den Cowboys in den letzten paar Minuten den Schneid abkauften.

EAST
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Temple Owls vs. Cornell Big Red (65-78)
Cornell war das bessere Team an beiden Enden des Spielfeldes und zeigte von Beginn an, warum sie seit langem das beste Team der Ivy League sind. Louis Dale (21) und Ryan Wittman (20) waren die Topscorer der Big Red. Der ungefährdete Sieg gegen die Eulen war der NCAA-Erfolg überhaupt in der Schulgeschichte. Dieses Team mit seinen insgesamt neun Seniors ist saustark und könnte in der East Region für Furore sorgen.

Wisconsin Badgers vs. Wofford Terriers (53-49)
Eines der besseren Spiele des Tages, mit viel Spannung bis zum Schluß. Nur mit viel Mühe konnten die Badgers die Pleite abwenden. Jon Leuer war der Held für Wisconsin. Bei ausgeglichenem Spielstand traf der Junior einen Jumpshot 18 Sekunden vor Schluß, klaute hinten den Ball und verwandelte die entscheidenden Freiwürfe zum 53-49 Endstand.

West Virginia Mountaineers vs. Morgan State Bears (77-50). Morgan State erzielte die ersten 10 Punkte der Partie. Dann kamen die Mountaineers, die ihre ersten elf Würfe daneben gesetzt hatten und deklassierten die Bears im restlichen Spielverlauf 77-40. Kevin Jones (17) und David Ebanks (16) waren die erfolgreichsten Korbwerfer für West Virginia, das mich dennoch noch nicht wirklich überzeugen konnte. Vielleicht war auch der Gegner einfach zu schwach.

Clemson Tigers vs. Missouri Tigers (78-86)
Mizzou zeigte von Beginn an, wie man als weniger talentiertes Team dank harter, pausenloser Verteidigungsarbeit mit besseren Mannschaften zurecht kommt: durch "The Fastest 40 Minutes in Basketball". Dieses Spektakel muss man gesehen haben. Missouri presste unentwegt und erzwang 20 Ballverluste. Jeder Spieler von Clemson hatte mindestens einen Turnover, und der Favorit verabschiedet sich zum dritten Mal in Folge in Runde 1. Mizzou hingegen könnte gegen West Virginia für die nächste Überraschung sorgen.

WEST
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Syracuse Orangemen vs. Vermont Catamounts (79-56)
Kein Problem für die hoch favorisierten Orangemen, die zu den ganz grossen Titelaspiranten zählen. Die Partie war schon nach wenigen Minuten eigentlich gelaufen, 'Cuse führte 35-10. Dennoch, oder gerade deswegen, entwickelte sich ein munteres Spielchen mit vielen Highlights, ganz nett anzusehen alles. Top-Prospect Wes Johnson's Statline: 18 Pts, 6 Rebs, 3 Ast, 3 Stl, 2 Blks, 3 Dreier.

Gonzaga Bulldogs vs. Florida State Seminoles (67-60)
Das Team von Elias Harris (13 Punkte) spielte uninspiriert, hatte aber Glück dass die Seminoles die ersten 32 Minuten des Duells komplett verschliefen. Dank Matt Bouldin (14 von 17 Punkten in Halbzeit zwei) blieben die Bulldogs auf der Siegerstraße, müssen sich aber sehr steigern wenn in der nächsten Runde nicht Schluss sein soll.

Pittsburgh Panthers vs. Oakland Golden Grizzlies (89-66)
Die Panthers präsentierten sich in exzellenter Form und machten den Grizzlies, die aufopferungsvoll kämpften, recht schnell klar, dass es hier keine Sensation geben würde. Pittsburgh spielte abgebrüht den eigenen Stil - Ausgeglichenheit, viele Scorer, viel Ballbewegung - herunter und erwartet in der nächsten Runde Xavier.

Xavier Musketeers vs. Minnesota Golden Gophers (65-54)
Jordan Crawford hatte mit insgesamt 28 Punkten einen Bärenanteil am Sieg der Musketeers über Minnesota. Xavier verteidigte aber auch gut und zwang die Gophers zu hastigen 3er-Würfen, die ihr Ziel nicht fanden. Es ist bereits das vierte Jahr in Folge, in dem die Musketeers in die nächste Runde einziehen.

SOUTH
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Duke Blue Devils vs. Arkansas Pine Bluff Golden Lions (73-44). Die an 1 gesetzten Blue Devils dominierten die Partie von der ersten Sekunde an und verkloppten die NCAA Neulinge aus Arkansas nach allen Regeln der Kunst. Pine Bluff traf gerade mal 32% aus dem Feld, leistete sich 16 Ballverluste und hatte keinen Spieler, der zweitstellig punktete. Die Partie war genauso einseitig wie langweilig.

California Golden Bears vs. Louisville Cardinals (77-62)
Die oft kritisierten Pac-10 Champions aus dem Sonnenstaat ließen die Kritiker zumindest an diesem Tag verstummen und legten eine Glanzleistung aufs Parkett. Dank viel Speed und exzellenter Wurfquote stürmte Cal mit 22-4 ins Spiel und traf immer wieder wenn es eng wurde einen wichtigen Jumpshot. Jerome Randle und Theo Robertson waren mit jeweils 21 Punkten die Topscorer der Bears.

Texas A&M Aggies vs. Utah State Aggies (69-53)
Dank Chris Middleton's Karrierebestleistung (19 Punkte) und Utah State's katastrophaler Trefferquote aus dem Feld bekam A&M das Spiel schon in Halbzeit eins in den Griff und ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Durchwachsenes Spiel ohne wirkliche Spannung.

Purdue Boilermakers vs. Siena Saints (72-64)
Die Boilermakers stürmten aus der Halbzeitpause und spielten wie besessen. Dank eines 20-3 Laufs und sauguter Verteidigungsarbeit bekamen sie die Saints und das Spiel in den Griff. Siena kam mit einem späten Endspurt noch einmal zurück und verkürzte auf 66-63. Zu mehr reichte es aber nicht. Top-Spieler war Purdue's JaJuan Johnson mit 23 Punkten und 14 Rebounds.