22 März 2010












Obwohl die Atlanta Hawks zum ersten Mal seit mehr als vier Jahren gegen die Spurs wieder erfolgreich waren, und dieser Sieg einen Playoff-Platz für die Falken rein rechnerisch klar machte, schienen die Hawks-Spieler mit ihren Gedanken ganz woanders zu sein. Diese statistischen Details interessierten nämlich alle Beteiligten nicht die Bohne. "Unser Ziel sind nicht die Playoffs", erklärte Atlanta's Star Joe Johnson, der mit der Schlußsekunde der regulären Spielzeit das Spiel hätte gewinnen können, den Ball aber nicht unterbringen konnte.

Das Heimteam lag in der ersten Halbzeit schon mit 14 Punkten hinten. Manu Ginobili, der insgesamt 38 erzielte (Saisonbestleistung) war zunächst nicht zu bremsen. Dann aber kamen die Hawks, drehten in der Defense auf und stürmten dank ihrer patentierten athletischen Spielweise ins Spiel zurück. Al Horford spielte wie ein Bessesener mit 22 Punkten, 18 Rebounds und dem Dunk des Tages über Tim Duncan hinweg. Johnson erzielte 20, Jamal Crawford trug 19 Zähler bei. Marvin Williams aber war der X-Faktor. Der oft gescholtene Forward kam auf insgesamt 26 Punkte und hielt die Hawks in der ersten Hälfte im Alleingang im Spiel.

Auf die Spurs warten in den nächsten Tagen harte Brocken: Oklahoma City, die Lakers, Cleveland und Boston. Der Westen ist hart umkämpft, das Popovich-Team liegt auf momentan auf Platz 7. Atlanta hat jetzt fünf seiner letzten sechs Spiele gewonnen, 12 von 14 in der heimischen Philips Arena, und liegt mit den Celtics gleichauf. Beide Teams machen den so wichtigen dritten Platz im Osten unter sich aus, der vierte muss wohl schon in Playoff-Runde zwei gegen Cleveland ran.