11 April 2010


Erst vor ein paar Wochen brachte Euch der nbachef die tragische Story von Antoine Walker und seinem ernsthaften Liquiditätsproblem. Wie es aussieht, ist Walker nicht der einzige talentierte Forward aus den 90er Jahren, der keine Ahnung hat, wie man mit Geld umgeht. Auch NBA-Kollege Derrick Coleman, seinerzeit Franchise-Spieler bei den New Jersey Nets, steckt bis zum Hals in der Scheisse. Wie das Wall Street Journal Bankruptcy Newsblatt berichtet, hat der erfolglose Geschäftsmann Coleman jetzt Konkurs angemeldet und schuldet Gläubigern knapp 4.7 Millionen US-Dollar.

Der ehemalige Starspieler der Universität von Syracuse und Rookie des Jahres 1991 hatte vergeblich versucht, in seiner Heimatstadt Detroit etwas für die prekäre Wirtschaftslage der Stadt zu tun. Seine Investitionen in ein Einkaufszentrum (Coleman's Corner), ein Hotel, ein Restaurant sowie mehrere Pizzerien und Donutshops schlugen fehl aufgrund der ohnehin schwächelnden US-Wirtschaft und dem wohl zwangsweise unvermeidbaren Niedergang der ehemaligen Autostadt. Den grössten Batzen muss Coleman an die Comerica Bank zurückzahlen (1.3 Mio), eine weitere Million schuldet er einem Kreditinstitut für Immobilienkäufe. Sogar an NBA-Legende Dave Bing, amtierender Bürgermeister von Detroit, muss Coleman 50,000 Dollar Schulden entrichten.

Insgesamt hat 'DC' während seiner 15-jährigen Profikarriere gut 87 Millionen Dollar eingesackt. Davon scheint nun absolut nichts mehr übrig zu sein, denn Coleman reichte vor wenigen Wochen einen Antrag ein, die letztem ihm gebliebenen Reichtümer liquidieren zu wollen: ein paar Luxusautos, mehrere Pelzmäntel und zwei seiner insgesamt vier Häuser. Sein grösster Wunsch: die Schulden irgendwie tilgen und dann neu anfangen.