10 Mai 2010


Nach 7 Jahren Pech, Tränen und unzähligen Spurs-Alpträumen haben die Phoenix Suns es endlich geschafft: der Playoff-Bully aus San Antonio ist ausgeknockt ! Steve Nash erzielte 20 Punkte und 9 Assists und führte gemeinsam mit Amare Stoudemire (29) sein Team zu einem 4-0 Sweep über den viermaligen NBA-Champion und ins Conference Finale.

Nash, der nach einem Duncan-Ellbogen blutüberströmt in die Kabine und mit sechs Stichen über dem rechten Auge genäht werden musste, kehrte im letzten Viertel aufs Parkett zurück. Obwohl das Auge immer mehr zuschwoll, erzielte der Kanadier 10 Punkte im entscheidenden Abschnitt und bescherte Phoenix so die erste Finalteilnahme im Westen seit 2005 - einäugig.

Die bittere Rivalität vergangener Jahre entfaltete in dieser Serie nie ihre volle Dynamik, denn Phoenix war das abgezocktere, härtere Team: in der Defense und im Rebounding aggressiv, vorne dank der überragenden Spielübersicht und Effizienz ihres Anführers 'Boom Boom Ray Mancini' (im Schnitt 22 Punkte, 8 Assists bei 56 Prozent aus dem Feld) immer erfolgreich, wenn es darauf ankam. Das Pick & Roll mit Amare frustrierte die Spurs immer wieder. Jason Richardson traf in jedem Spiel wichtige Dreier (3 pro Partie, 20 Punkte im Schnitt). Grant Hill neutralisierte Manu Ginobili über weite Strecken. Und an jedem Abend spielte sich ein anderer Suns-Bank-Akteur in den Vordergrund. Mal war es Channing Frye (15 Pts in Spiel 2). Mal war es Goran Dragic (26 Pts in Spiel 3). Mal war es Jared Dudley (16 Pts in Spiel 4).

Mit dieser beeindruckenden Kombination aus offensiver Feuerpower, Bankproduktion, Defense und der nötigen Kaltschnäuzigkeit in der Crunch Time besiegten die Phoenix Suns letztendlich nicht nur ihren ärgsten Rivalen, sondern gleichzeitig auch die Dämonen vergangener Tage. Die Märchensaison eines Teams, dass im Februar mit dem bevorstehenden Amare-Trade fast auseinander gerissen wurde, geht so ins nächste Kapitel. Überschrift: Conference Finale gegen die Los Angeles Lakers.