03 Mai 2010


Die finalen Votings aller Coaches und Medienverantwortlichen sind drin, und die Ergebnisse aller individuellen Award-Gewinner der abgelaufenen Saison seit dem Wochenende offiziell draussen. Hier die Sieger:

Most Valuable Player: zum zweiten Mal in Folge und mit grossem Abstand vor dem zweitplatzierten Kevin Durant holte sich Lebron James die Auszeichnung 'wertvollster Spieler der Saison'. Seine Statistiken in der patentierten One-Man Offense der Cleveland Lebrons waren wieder einmal beeindruckend: 29.7 Punkte, 7.3 Rebounds und 8.6 Assists im Schnitt. So was kann schon mal passieren, wenn man wie Lebron den Ball 138 Prozent der Zeit in den Händen hält - Auszeiten inklusive. Auf den Plätzen: Kevin Durant und Kobe Bryant.

Rookie of the Year
: eine Art Mini-Lebron (ohne Allüren) wächst auch in der kalifornischen Hauptstadt heran, fernab vom NBA-Rummel, wichtigen Siegen und Playoff-Ambitionen, wo Tyreke Evans nach einer legendären Rookie-Saison korrekterweise zum Frischling des Jahres gewählt wurde. 20-5-5 (20.1 Pts, 5.3 Reb, 5.8 Ast) lautet die magische Marke - Statistiken die vor Evans nur Oscar Robertson, Michael Jordan und Lebron James in ihrer ersten NBA-Saison akkumulierten. Da 'Reke erst 20 Jahre alt ist, darf man getrost davon ausgehen, dass hier der nächste Megastar der Liga gedeiht. Auf den Plätzen: Stephen Curry und Brandon Jennings.

6th Man of the Year: Jamal Crawford von den Atlanta Hawks gewann zum ersten Mal in seiner Karriere den Preis des besten Bankspielers der Saison. Crawford war ein echter Joker: er lief kein einziges Mal von Beginn auf, stand aber immer auf dem Platz, wenn es wichtig wurde, sprich in der Crunch Time. Die Stats des Combo-Guards: 18 Zähler, 3 Assists und 2.1 Dreier im Schnitt. Mehr zu Crawford's fantastischer Saison (inklusive Highlight-Video) gibts hier. Auf den Plätzen: Jason Terry und Anderson Varejao.

Defensive Player of the Year
: keine wirkliche Überraschung bei der Wahl des besten Verteidigers, wo Dwight Howard wieder einmal das Maß aller Dinge war und bereits angekündigt hat, den Award in den nächsten 10-15 Jahren nicht mehr abgeben zu wollen. Howard ist erst der 7. Spieler der NBA-Geschichte, der den Award zwei Mal hintereinander gewinnen konnte (nach Sidney Moncrief, Dennis Rodman, Hakeem Olajuwon, Dikembe Mutombo, Alonzo Mourning und Ben Wallace). Noch beeindruckender: zum zweiten Mal in Folge war D12 gleichzeitig bester Rebounder (13.2) und Shotblocker der Liga (2.78). Das hat vor ihm noch kein Spieler erreicht. Auf den Plätzen: erstmal lange Zeit nichts....und dann Josh Smith und Gerald Wallace.

Most Improved Player: der am meisten verbesserte Spieler der Saison übernahm bei den Houston Rockets die Hauptverantwortung nach dem Ausfall von Yao Ming und spielte sich ins Rampenlicht, wo man ihn aufgrund seiner Größe trotzdem kaum erkennt: Aaron Brooks, ein 1,82 Zwerg unter NBA-Riesen, verbesserte sich in allen relevanten statistischen Kategorien, stellte einen neuen Rockets-Vereinsrekord mit 209 erfolgreichen Dreiern auf und demonstrierte nebenbei mit 20 Punkten und 5 Assists im Schnitt, warum er als Eckpfeiler eines neuen Rockets-Teams in diesem Jahrzehnt gilt.

Coach of the Year
: was für ein Jahr in Oklahoma City, wo die Thunder sich in nur zwei Jahren in beeindruckender Manier auf die NBA-Landkarte gespielt haben. Einen Hauptanteil daran hat Coach Scotty Brooks, ein ehemaliger Rollenspieler und World Champion mit den Houston Rockets ('94 und '95), der seinem jungen Team Tugenden wie harte Arbeit, Kameradschaft und Bescheidenheit eingeimpft hat und so Durant & co. zu der Überraschungsmannschaft der Saison machte. OKC verbesserte sich um 27 (!) Siege gegenüber der Vorsaison und erreichte mit 50 die Playoffs in der überharten Western Conference, wo man sich erst nach einer schwer umkämpften Serie gegen den amtierenden Champion LA Lakers geschlagen geben musste.