01 November 2010












Utah lief Gefahr, zum ersten Mal seit 30 Jahren zu Saisonbeginn auf 0-3 abzufallen. Nach einer dominanten Preseason (8-0) hatte der Jazz seine ersten beiden Partien verloren und dabei einen erstaunlich unsoliden Eindruck hinterlassen. Wie es scheint, war ein Trip nach Oklahoma City genau das, was der Doktor verschrieben hatte.

Während der bisher noch ungeschlagene Thunder pünktlich zu Halloween eine schauderhafte Leistung ablieferte, kurierte Utah sämtliche Leiden der noch jungen Saison aus: das Offensivspiel fand zusammen, die Flex Offense begann ab dem Q2 bestens zu harmonieren. Mehrere Leistungsträger lieferten starke Spiele ab: Millsap mit 30 Pts/16 Reb, Jefferson 23/10, Miles mit 21 Zählern, Kirilenko mit 19 und Williams mit 16 Pts/15 Ast. Die Trefferquote über die gesamte Spielzeit verteilt lag bei extrem hohen 53 Prozent - allerdings auch bedingt durch die schwache Defensivleistung von Oklahoma City, das auf ganzer Linie enttäuschte. Im zweiten Abschnitt zog Utah durch einen 10-0 Lauf auf und stürmte unaufhaltsam seinem ersten Sieg entgegen.

OKC präsentierte sich, vor allem in Halbzeit eins, schrecklich schwach. Die Offensive stagnierte, die Spieler standen vorne viel herum (nur 10 Assists insgesamt) und liessen hinten die gewohnte Energie vermissen. Man hatte den Eindruck, als seien sich die jungen Wilden ihrer Fähigkeiten ein bisschen zu sicher in diesem Match. Russell Westbrook fand defensiv kein Mittel gegen den starken Deron Williams, der ihn immer wieder vorführte wie einen altbekannten Zaubertrick. Auch Backup Eric Maynor konnte nur staunend zusehen, wie der All-Star die Offensive seines Clubs orchestrierte (15 von insgesamt 32 Assists) und den Jazz so zum Blowout-Sieg gegen einen direkten Divisions-Konkurrenten führte.