29 Oktober 2010





Auf den Tag genau vor 4 Jahren verstarb Arnold Jacob 'Red' Auerbach, einer der erfolgreichsten Trainer und Manager aller Zeiten. Auerbach, Sohn eines russischen Einwanderers, machte sich zunächst als Coach einen Namen. Nachdem er die Washington Capitols in der BAA betreut hatte, wechselte er 1950 zu den Boston Celtics. Seither ist der Name Red Auerbach Synonym für den Erfolg und steht sinnbildlich für die glorreichste Franchise in der NBA-Geschichte. Auerbach gewann insgesamt 938 Spiele an der Seitenlinie und heimste insgesamt 9 Titel mit den Kobolden ein - darunter unfassbare 8 in Folge ab 1956. Bis heute hat es nur Phil Jackson auf mehr Championship-Ringe gebracht als Red. 

Später wechselte der Pionier des modernen Basketballs in die Chefetage bei den C's, wo er als GM und Team-Präsident weitere 7 Titel gewinnen konnte. Damit waren es dann 16 in nur 29 Jahren - bis heute eine der erstaunlichsten Erfolgsstorys im Sport überhaupt. Nebenher etablierte Auerbach die Idee, dass man im Basketball als Team und mit harter Verteidigung weiter kommen kann, als mit individueller Stärke. Er machte das Fastbreak-Spiel salonfähig, und riss gleichzeitig Rassentrennungsbarrieren ein, indem er den ersten Afro-Amerikaner überhaupt draftete (Chuck Cooper 1950) und zum allerersten Mal eine komplett schwarze Starting Five auf den Platz schickte (1964).

Auerbach's Markenzeichen wurde die dicke Siegeszigarre, die er sich manchmal schon während des letzten Viertels am Seitenrand genehmigte - immer dann, wenn er "den Erfolg bereits riechen konnte". Die Boston Celtics ehrten ihn mit der Nummer 2 an der Hallendecke, die nie mehr vergeben wird. Die NBA benannte nach ihm die Auszeichnung für den Trainer des Jahres, die Red Auerbach Trophy. Er wurde 89 Jahre alt.