04 November 2010












Das indiskutabel beste Duell der noch jungen Saison gab's am Mittwoch abend im Bostoner TD Garden zu bestaunen: die Celtics empfingen den Ost-Rivalen Milwaukee Bucks. Die Hirsche hatten bisher mit einem schweren Saisonstart zu kämpfen, zeigten aber in Boston, wieso sie dennoch als einer der Favoriten in der Central Division gehandelt werden. Von Beginn entwickelte sich eine hart umkämpfte, ruppige Partie im old-school Eastern Conference Gewand - ruppiges, überhartes Spiel inklusive.


Rajon Rondo hatte in den ersten 19 Minuten nur 1 Vorlage errungen - und man hatte den Eindruck, als würde im Aufeinandertreffen mit Young Buck Brandon Jennings seine unfassbare Assist-Serie reissen. Falsch gedacht ! Vor allem nach dem Wechsel orchestrierte Rondo immer häufiger die Celtics-Angriffe und steuerte einmal mehr auf die obligatorischen 15 zu - die er dann auch erreichte. Ray Allen (23) und Glen Davis (14) nahmen immer wieder Rondo's Anspiele ab und versenkten erfolgreich. Auf Seite der Hirschböcke zeigte Andrew Bogut (wie häufig gegen Boston) seine beste Saisonleistung mit 21 Punkten und 13 Rebounds.

Delfino glich 10 Sekunden vor Ende der Regulären durch einen perfekt ausgeführten High Screen Curl zum 99-99 aus. Rondo verfehlte den letzten Sprungwurf - das hiess Verlängerung. In Overtime übernahm Paul Pierce das Kommando. Der 'ewige Celtic', der schon seit seinem Rookie-Jahr 1998 für Boston auf Korbjagd geht, erzielte im 889. Spiel seiner Karriere 12 der letzten 14 Celtics-Punkte. Der 33-jährige verschaffte sich damit Zugang zum illustren 20000 Punkte Club und führte seine Farben zum 105-102 Sieg. Am Ende machte die Defensive wieder einmal den Unterschied zugunsten des Vizemeisters: die C's verbuchten 9 Steals und 6 Blocks und gestatteten Milwaukee nur 42 Prozent aus dem Feld.