10 Dezember 2010


Wer erinnert sich nicht an die kontroverse Geschichte vom Anfang November, als der Disput zwischen Kevin Garnett und Charlie Villanueva publik wurde und anschließend tagelang nachhallte im NBA-Universum. KG hatte Villanueva auf dem Platz als "Krebs-irgendwas" beschimpft (der eine behauptet "Krebspatient", der andere bleibt bei "Krebsgeschwür für sein Team und die Liga"). Villanueva, der an einer unheilbaren Hautkrankheit leidet, fühlte sich ebenso angegriffen wie andere Krebspatienten auch - darunter unter anderem Nuggets-Coach George Karl.

Zu genau dem nahm Garnett nach der Mittwochspartie der Denver Nuggets bei den Boston Celtics Kontakt auf, erklärte dabei sich und seine Kommentare vor ca. einem Monat. Sagte Garnett: "Ich bin wie ein Mann zu ihm (Karl) hin und habe ihm erklärt, dass meine Aussage nichts gegen ihn oder andere Menschen war, die die tagtäglich gegen den Krebs ankämpfen. Ich wollte ihm das von Mann zu Mann sagen."


Props an Garnett für die Geste. Obwohl das Gesagte und der Schaden, den es angerichtet hat, damit nicht rückgängig gemacht werden kann, beweist die Aktion dennoch, dass die massive Rückwirkung in den Medien nicht spurlos an Garnett vorbei gegangen ist, er sich also offensichtlich seine Gedanken darüber gemacht hat. Der überharte Hund, als den ihn viele gerne sehen, scheint zerebraler zu funktionieren, als allgemein angenommen. Karl jedenfalls wusste die kleine Annäherung und indirekte Entschuldigung zu schätzen: "Ich rechne ihm das hoch an, dass er sich die Zeit genommen hat, mir das zu sagen. Kevin war immer schon einer meiner Lieblingsspieler."