07 Dezember 2010


Nein, das hier ist kein Doppelpost oder ein gar ein Fehler in der Matrix. Amare und Westbrook sind tatsächlich schon wieder zum Spieler der Woche in ihrer jeweiligen Conference gewählt worden. Der Drang, die alte Sosse von vor 2 Wochen wieder zu erwärmen/zu posten weil man hofft, dass sich den Mist hier sowieso niemand genauer durchliest, ist gerade sehr gross. Ich widerstehe ihm trotzdem und hau mal ein paar Fakten raus.

Russell Westbrook hat in Abwesenheit von Thunder-Megastar Kevin Durant (Knie) die eigene Hype-Maschinerie angeworfen in dieser Saison und sich mehr und mehr in den Vordergrund gespielt. Letzte Woche führte der 22-jährige seine Mannschaft zu 3 Siegen in 4 Partien. Besonders episch war natürlich der Triple-Overtime Erfolg in New Jersey, bei dem Westbrook gleich mehrere Teamrekorde zerschredderte: er scorte alle 12 Thunder-Punkte in der dritten Verlängerung und 21 insgesamt nach der regulären Spielzeit. Gleichzeitig stellte er mit 15 Rebounds noch eine persönliche Bestmarke auf. Im Schnitt kam der Point Guard auf 25.5 Punkte, 10 Assists und 7.5 Rebounds pro Spiel. Die ärgsten Konkurrenten im Kampf um den West-POW-Award (Stephen Curry, Kobe Bryant, Blake Griffin) fanden nicht den gewünschten Mannschaftserfolg und mussten Westbrook folgerichtig den Pokal überlassen.

Im Osten war wieder einmal Amare Stoudemire der tonangebende Akteur. Die Stats wie immer gepimpt durch die Mike D'Antoni'sche Offensivapparatur (33.3 Punkte, 11.7 Rebounds), etabliert sich der Neu-Knick zusehends als unaufhaltsame Naturgewalt im Angriff und beweist nebenbei, dass nicht allein Steve Nash für seine früheren All-Star Saisons verantwortlich gemacht werden kann. 'Stat' kam in allen drei Partien (allesamt Knicks-Siege) auf 30+ Zähler und versenkte dabei knapp 60% seiner Wurfversuche. New York hat (inkl. dem Montags-Erfolg soeben gegen Minnesota) 10 seiner letzten 11 Partien gewonnen. Der erste Superstar im Madison Square Garden seit Patrick Ewing hat damit sicherlich einiges zu tun.