11 Januar 2011


Beginnen wir in der Eastern Conference, wo Lebron James letzte Woche seinen Gegnern eine Lektion in Sachen Scoring erteilte. LBJ war mit 133 Punkten (33 pro Spiel) massgeblich dafür verantwortlich, dass Miami seinen fantastischen Lauf fortsetzte, vor allem auswärts, wo die Siegesserie mittlerweile bei 13 in Folge angelangt ist. Gegen Portland spielte sich James am Sonntag in einen wahren Rausch (44 Pts, 13 Reb) und führte die Hitze nach Verlängerung zum 21. W in den letzten 22 Partien. Es kann freilich nie schaden, wenn man einen Dwyane Wade zur Seite hat, der es auf 28 Punkte und knapp 8 Rebounds im Schnitt brachte. Joe Johnson führte seine Atlanta Hawks zu einer 3-0 Woche und scheint langsam aber sicher seinen verschlafenen/problematischen Saisonstart hinter gelassen zu haben. 124-Millionen-Joe scorte 27 Zähler pro Partie (3 Dreier im Schnitt) und traf nebenbei für ihn exorbitante 59 Prozent seiner Feldkorb-Wurfversuche. Rajon Rondo versuchte sein Bestes, um das Fehlen der Celtics-Seele Kevin Garnett zu kompensieren - mit Erfolg. Die C's gewannen 3 ihrer 4 Partien dank Rondo's gewohnt chaotisch inspirierendem Spiel auf der Eins. Der junge Guard legte 10 Punkte, 13.3 Assists und 6 Rebounds pro Abend auf, klaute nebenbei noch 14 Bälle (3.5 SPG) und zeigte gegen die San Antonio Spurs eindrucksvoll, warum man ihn zu den aufregendsten Guards der Liga zählt (Triple Double mit 12 Pts, 10 Reb u. 22 Ast). An Dwight Howard's Dominanz unter den Brettern hat man sich hingegen schon dermassen gewöhnt, dass 22 Punkte und 14 Rebounds im Schnitt keine Bewunderung mehr hervor rufen. Schade eigentlich, zumal Orlando mit 9 Siegen in Folge das heisseste Team der Liga bleibt.


Im Westen macht Kevin Durant weiter Boden gut im Rennen um die MVP-Trophäe. Noch ein paar solcher Wochen, und man wird KD35 am Ende der Saison den Maurice Podoloff Pott nicht vorenthalten können. Der amtierende Scoring-Champ droppte mal eben so 32 pro Spiel bei humorlosen 50% aus dem Feld und 92% von der Linie - inklusive 40 Zähler am Samstag gegen die Bären. Standard eben. Apropos Bären: der dicke Zach Randolph legte 28 und 14 auf pro Abend auf, die Grizzlies verbuchten zwei überzeugende Siege gegen OKC und Utah und sind wieder drin im Rennen um einen der letzten Playoff-Spots. Kevin Love gibt weiterhin sein Bestes, um sich seinen neuen Arbeitgebern zu empfehlen. Nebenbei treibt er den eigenen Preis auf einem der kommenden Free-Agent Märkte in schwindelerregende Höhen. Das kann bei 24 Punkten (2 Dreier) und 19 Rebounds pro Partie schon mal passieren. Love's Monsterspiele sind für ihn längst zum Standard geworden. 35/15 und 30/19 Darbietungen im Back to Back - was ist schon dabei ? LaMarcus Aldridge hat so langsam offensichtlich begriffen, was man ihm zu Beginn seiner Karriere mit dem Begriff 'Power Forward' suggerieren wollte. Ohne den knielosen Brandon Roy ist LMA zur absoluten Go-to Option bei den Trail Blazers avanciert, wie seine 29 Punkte und 12 Rebounds letzte Woche eindrucksvoll belegen. Zuguterletzt noch eine Wohlfühlgeschichte zum Lachen und Staunen: die LA Clippers blieben in der letzten Woche ungeschlagen (!). Das lag hauptsächlich am neuen Frontcourt-Traumpaar Blake Griffin/DeAndre Jordan. Während der fliegende Hulk-Albino (23 Pts/15 Reb) seine Double-Double Serie ausbaute (23, All-Time Clippers Rekord) und sogar 75% seiner Freiwürfe versenkte, protzte Jordan unter der Brettern mit 17 Rebounds und 4.5 Blocks im Schnitt. Die Zukunft der Clips sieht zur Abwechslung mal sonnig aus.