18 Januar 2011


Im Westen machte Kevin Durant da weiter, wo er letzte Woche (nicht) aufgehört hatte: KD setzte bei den zwei Thunder-Siegen einen Jumpshot nach dem anderen durch die Reuse und läuft - ähnlich wie letzte Saison etwa um die gleiche Zeit - ganz schön heiss im Moment. Insgesamt fast 70% seiner Wurfversuche aus dem Feld fanden ins Ziel. Durant scorte 33 pro Abend, Oklahoma City blieb unbesiegt. Sein kongenialer Partner Russell Westbrook hatte daran ebenfalls einen Riesenanteil mit 27.5 Punkten, 13 Assists und 9 Rebounds im Schnitt. Bleibt abzuwarten, ob Russ-West bei der grosen Guard-Konkurrenz im Westen den Sprung ins All-Star Team schaffen wird. Den hätte Grizzlies Marschmallow Zach Randolph sicherlich auch verdient, hält er doch die Bären Abend für Abend im Spiel. So auch letzte Woche, als Memphis 2 seiner 3 Partien gewinnen konnte hinter Z-Bo's 24 Punkten und 17 Rebounds im Schnitt. Steve Nash führte bei der 2-1 Bilanz der Suns gewohnt souverän Regie und setzte seine neueste Erkenntnis vorbildlich in die Tat um: in dieser Suns-Version muss Nashty selbst punkten, wenn etwas gehen soll in der W-Spalte. Gesagt, getan: 20 Punkte, 12 Assists, 5 Rebounds pro Abend später hat Phoenix urplötzlich 4 seiner letzten 5 gewonnen und bleibt im West-Playoff-Bild. Am meisten beeindruckt hat mich wohl Clippers-Guard Eric Gordon, der seine Farben zu zwei imposanten Siegen gegen Miami und das andere Los Angeles Team führte. Dabei entpuppte sich 'EJ' wieder einmal als wichtigster, weil verlässlichster Clipper auf dem Radarschirm, erzielte 28 Punkte und 6 Rebounds im Schnitt bei mehr als 60% Trefferquote.


In der Eastern Conference muss zunächst Nick Young Erwähnung finden, einer dieser blutjungen Akteure bei einem schlechten Team, die in den offiziellen Votings keine Stimme erhalten würden, weil sie zu jung und unsexy sind. Young aber legte 29 Punkte pro Partie auf (darunter Karriebestwert 43 gegen die Kings) bei fantastischen 53% aus dem Feld und von der Dreier-Linie (12 von 23). Washington gewann 2 von 3 und beginnt sich langsam ein wenig zu finden. Derrick Rose hingegen zählt schon jetzt als legitimer MVP-Kandidat zu den grossen Gewinnern der Saison. D-Rose's wieder einmal bemerkenswerte Woche: 27 Punkte per, 5 Rebounds, 7 Assists. Chicago verbuchte 3Ws in 4 Partien und haucht den Celtics und Heat weiter kalten Dunst in den Nacken (nur 4 Spiele Rückstand auf Platz 1). Dwight Howard ? Standard, wie immer. 28 Punkte. 16 Rebounds. 2 Blocks. 60% FG. Allerdings: D12 traf ungeheure 72 Prozent seiner Freiwurfversuche. Kaum zu fassen, und irgendwie gruselig. Bemerkenswert ist die Verwandlung von DJ Augustin unter dem neuen Bobcats-Coach Paul Silas. Der gibt seinem Point Guard alle Freiwäume dieser Welt, die er unter Larry Brown nie hatte. Augustin dankt es mit guten Leistungen auf dem Platz (letzte Woche: 18 Pts, 8.5 Ast). Charlotte hat sich seit Brown's Abgang verdächtig nahe an Playoff-Platz 8 heran gespielt (nur noch 1.5 Siege Rückstand).