06 Januar 2011












Das Spitzenspiel zwischen den zwei besten Teams der Liga hielt, was es versprach: ein hochklassiger Schlagabtausch mit ein paar irre gut aufgelegten Protagonisten und dem besseren Ende für den 18-fachen Champion aus Boston, Massachusetts, der San Antonio dessen erste Back to Back Niederlage der Saison beibrachte.


Das absolute Highlight der Partie war natürlich die Vorstellung von Celtics-PG Rajon Rondo, der ein Triple Double (12 Punkte, 10 Rebounds) auflegte und ganz nebenbei noch 22 Vorlagen und eine Saisonbestleistung 6 Steals ablieferte. Er dirigierte das Spiel seiner Truppen wie Sergiu Celibidache und zeigte nebenbei, wie schwer es für Boston's Gegner in den Playoffs sein wird, die Grünen zu stoppen. Das Chaos-Element mit der Nummer 9 macht in Topverfassung aus den C's ein unaufhaltbares Monster.

San Antonio führte zur Pause und auch im Q3 noch 70-67. Nach einem 10-0 Boston Lauf zu Ende des Spielabschnitts und einem weiteren Konter der Spurs, die mit der besten Bilanz der Liga (29-5) in den TD Banknorth Garden kamen, bewegte sich die Partie über 96-96 auf eine extrem spannende Crunchtime zu. Boston drehte die Intensität in der Defensive jetzt auf, forcierte drei Ballverluste in Folge und ging 105-96 in Front. Wer gedacht hatte, das Spiel sei bereits gelaufen, hatte die Rechnung ohne San Antonio gemacht. Manu Ginobili (der 20 Punkte im Q4 erzielte), Tony Parker und Richard Jefferson brachten die Sporen bis auf 105-103 heran. Dann verfehlte Ray Allen zwei Freiwürfe - und bewies so, dass uns die Apokalypse kurz bevor steht. Der Gast hatte 7 Sekunden vor Schluss bei eigenem Ballbesitz noch die Chance auf den Sieg, aber Paul Pierce blockte Ginobili's potentiellen Game-Winner kurz vor dem Buzzer.

Boston traf insgesamt 61% seiner Wurfversuche und hielt San Antonio's Offensive bei mickrigen 39% im letzten Spielabschnitt. Ray Allen war bester Punktesammler mit 31 Zählern, Glen Davis spielte eine Schlüsselrolle mit 23 Punkten und vielen gelungenen Offensivaktionen aus der Halbdistanz und am Brett. Die Celtics haben nun 3 ihrer letzten 4 Partien ohne Kevin Garnett gewonnen und bleiben im Osten das Maß aller Dinge.