13 Dezember 2011




Die Los Angeles Clippers gleichen das Angebot an Free Agent Center DeAndre Jordan ab und sichern sich damit die Dienste des Youngsters für die nächsten 4 Jahre. Kostenpunkt: ca. 43 Millionen. Wenngleich hoffnungslos überteuert, für Los Angeles die einzige richtige Wahl in der jetzigen Situation. Der Montag gehört ganz klar den Clippers, die alle Stories heute komplett dominiert haben. Ein sehr seltsames Gefühl beschleicht mich...

Wenn Chauncey Billups, der soeben von den Los Angeles Clippers via "Almosen-Auktion" gezogen wurde, anstatt Karriereende-Drohung gewohnt professionell an die Sache heran geht, haben sich die Schiffchen durch diese Verpflichtung soeben in die 2012er Playoffs manövriert. Billups ersetzt den verletzten Eric Bledsoe als Spielmacher und wird der jungen Truppe dank seiner Abgezocktheit und Playoff-Erfahrung Stabilität verleihen, während Griffin, Gordon, Aminu und Jordan zu einer Einheit zusammen wachsen. Nur um das klar zu stellen: Billups kann bis zum 1. Juli nicht getradet werden, unter keinen Umständen. Das Billups-Signing dient also keinem neuen CP3-Tradeversuch mit den NBA Hornets. Die Clippers wollten Chauncey!

Wie David Aldridge von NBA.com berichtet, wäre Mareese Speights von den 76ers ein Ersatzkandidat, falls die Nuggets es nicht schaffen sollten, Free Agent Nene in der Mile High City zu halten. Der wird nach wie vor von den Nets und Rockets umgarnt und scheint der letzte verbliebene FA-Hauptpreis zu sein.

Die Indiana Pacers stehen kurz vor ihrem nächsten Coup und werden bald einen spektakulären Neuzugang für die Shooting Guard Position präsentieren können. Entweder Jamal Crawford oder OJ Mayo stehen bereits mit einem Fuss im Conseco Fieldhouse. Crawford, der sich als letzter verbliebener Impact-Guard vor Angeboten zur Zeit nicht retten kann, wird auch noch von den San Antonio Spurs, New York Knicks und Portland Trail Blazers umschmeichelt. Mayo scheint Larry Bird's zweite Wahl zu sein, denn obwohl das Angebot zwischen Indiana und Memphis schon auf dem Tisch liegt (Mayo für Josh McRoberts und Brandon Rush), lässt sich Bird mit einer Entscheidung noch Zeit.

Endlich wieder David Kahn News! Das JJ Barea Signing der Minnesota Timberwolves ist faszinierend, aus allen falschen Gründen. Gar nicht mal wegen des Geldes (4 Jahre, 19 Mio $) - den Zahltag hat sich der letztjährige Champion durchaus verdient. Es macht aber weder aus Wolves-Sicht, noch aus Sicht des kleinen Puerto Ricaners wirklich Sinn. Jetzt, da der designierte Heilsbringer Ricky Rubio endlich den Sprung über den grossen Teich gewagt hat, verpflichtet Kahn also einen dritten PG (Ridnour) und dezimiert so die Minuten für sein spanisches Wunderkind. Wer glaubt, dass der neue Coach Rick Adelman vielleicht mit einem zwei-Zwergen-Setup im Backcourt agieren wird, der hat sich seine Teams in der Vergangenheit nicht genau angeschaut. Und von Barea muss man enttäuscht sein, wählt er doch als Backup eines frisch gebackener Meisters lieber freiwillig den Weg zu einem 17-Siege Team, als bei einem Playoff-Team anzuheuern.

Dallas braucht nicht allzu lange, um den abgewanderten Barea zu ersetzen: Free Agent Delonte West kommt für einen Mini-Vertrag zu den Mavericks und polstert den ohnehin schon tiefen Backcourt beim Champ weiter aus. Man sollte in den nächsten Tagen einen Trade von Dauer-Heulsuse Rudy Fernandez erwarten, der mit den Neuzugängen in Texas (West, Vince Cartet) überhaupt nicht einverstanden sein wird.