25 Dezember 2011


Zugänge: Josh McRoberts, Troy Murphy, Jason Kapono, Andrew Goudelock
Abgänge: Lamar Odom, Shannon Brown, Theo Ratliff
Head Coach: Mike Brown (272-138)

Der freie Fall der Los Angeles Lakers geht ungebremst weiter. Nach der unrühmlichen 0-4 Playoff-Niederlage gegen die Dallas Mavericks verliess Coach Phil Jackson das sinkende Schiff, wohlwissend, dass es unter dem neuen Besitzer Jimmy Buss erst schlimmer werden muss, bevor es wieder besser werden kann. GM Mitch Kupchak versuchte sein Bestes, um die aufreissenden Lecks wieder zu stopfen, und hätte beinahe Chris Paul an Land gezogen. Doch die Liga hatte etwas dagegen, den besten Einser der Liga zum erfolgreichsten Team der NBA-Historie zu schicken, und annulierte den Deal. Lamar Odom fühlte sich hintergangen und verlangte einen sofortigen Trade. Dass Kupchak den besten 6. Mann der Liga ausgerechnet nach Dallas schicken musste, kann Lakers-Fans nicht gefallen. Ob und wie der Manager die erworbene Trade Exception in einem potentiellen Dwight Howard Deal einsetzen kann, wird endgültig darüber Rechenschaft geben, wie katastrophal die Offseason für die Lakers letztendlich war.

Best Case Szenario: Die Lakers waren weder im letzten Jahr, noch sind sie es heuer, ein gebrochenes Team. Mit Kobe Bryant, der körperlich so fit scheint wie seit Jahren nicht mehr, und den zwei Riesen Pau Gasol und Andrew Bynum im Frontcourt, gehört Purpur-Gelb immer noch zu den vier besten Teams der Western Conference. Aber die Championship-Aura ist verblasst. Ohne den Zen-Meister Jackson und Odom, der vor allem in der Umkleide das gesamte Team zusammen hielt, scheint das Team sehr schlecht ausbalanciert. Es ist also offensichtlich, dass man in dieser Konstellation nicht über die zweite Playoff-Runde hinaus kommen kann - wenngleich sich die Defensive dank Mike Brown durchaus verbessert zeigen wird. Alle aus Lakers-Sicht wünschenswerten Szenarios beginnen und enden wohl mit Dwight Howard, so der ligaweite Tenor. Im Idealfall lockt Kupchak den Noch-Magic-Center für eine Mischung aus Andrew Bynum und Draft-Picks nach LA. Kommt Howard nicht, muss Andrew Bynum endlich den Sprung vom ewigen Talent zum All-NBA Center vollziehen. Nur wenn Bynum, der unfassbarerweise erst 24 Jahre alt ist, sein Potential anzapft, kann die Franchise einen zunehmend mürrischen Bryant befriedigen.

Realistisch: Auf die Lakers wartet ein brutales Auftaktprogramm mit 10 Partien in den ersten zwei Wochen. Kobe Bryant beginnt die Saison mit einem Bänderriss im Handgelenk. Andrew Bynum muss eine 4-Spiele Sperre absitzen. Lamar Odom ist in Dallas. Der Serienmeister wird dank seiner Erfahrung, Kobe und den Twin Towers da vorne drin mit Leichtigkeit mehr als 50% seiner Spiele gewinnen. Wenn die Lakers aber gezwungen sind, die komplette Saison mit diesem talentdünnen Kader auszuspielen, ist spätestens in Runde 2 wieder Endstation.