15 Januar 2012




Pacers 97, Celtics 83

Die Kräfteverhältnisse in der Eastern Conference scheinen sich endgültig verschoben zu haben, zum Leidwesen des '08er Champs. Indiana dominierte auch das zweite Duell gegen die Kobolde innerhalb von 8 Tagen und gewann dank einer gewohnt ausgeglichenen und harmonischen Starting Five unbedrängt, 97-83. Danny Granger erzielte 21 Punkte, während Paul George und Darren Collison mit jeweils 17 aushalfen. Die Pacers bleiben zu Hause nach wie vor ungeschlagen (5-0) und gestatten dem Gegner dort nur magere 82 PPG. Für Boston (4-7) war es bereits die 4. Niederlage in Folge.

Sixers 103, Wizards 90

Back-to-back Siege gegen das Schlusslicht der National Basketball Association katapultieren die Sixers auf Platz 2 in der Eastern Conference. Andre Iguodala führte die Startformation mit 23 Punkten, 7 Rebounds, 5 Assists und 5 Steals an, während Philly's Bank gewohnt überragend war dank Lou Williams (24 Pts) und Thaddeus Young (18). Es war bereits der 8. Sieg in den letzten 9 Partien für die 76ers, die bisher dank ihrer starken Defensive (Platz 2 hinter Chicago) und ihrer beneidenswerten Ausgeglichenheit alle schwachen Gegner zunichte machten. Die nächste Woche (MIL, DEN, ATL, MIA) hält für das Team von Doug Collins endlich ein paar Härtetests bereit.

Bulls 77, Raptors 64

Das hier war ganz hässlich mit anzuschauen - aber ein Genuss für Defensivgourmets. Chicago gestattete seinen kanadischen Gästen armselige 35% aus dem Feld und zementierte seinen Platz als momentan dominantestes Ost-Team und an der Spitze der Eastern Conference Tabelle. Derrick Rose lieferte 18 Punkte und 11 Assists. Seine drei Vorlagen zu Beginn des Q4 brachten sein Team endgültig auf die Siegerstrasse. Carlos Boozer (17/13) und Taj Gibson (11/12) waren mit Double-Doubles massgeblich am Bulls-Sieg beteiligt - es war der 11. aus den letzten 12 Partien.

Bobcats 112, Warriors 100

Bobcats-Coach Paul Silas war in letzter Zeit zunehmend unzufrieden mit der Energie und dem Einsatzwillen seines Teams - und den 6 Niederlagen in Folge. Daher der Beschluss, seine Startformation umzukrempeln. Rookie Kemba Walker (1,85m) rutschte als Shooting Guard in die erste Fünf und stellt nun mit DJ Augustin (1,83m) einen der kürzesten Backcourts in der NBA-Geschichte. Für Charlotte, zumindest an diesem Abend, gut genug. Walker erzielte mit 23 Punkten eine neue Karrierebestleistung und führte die Rotkatzen zusammen mit dem neu ernannten Small Forward Gerald Henderson (26) zum erst dritten Saison-Sieg überhaupt.

Hawks 93, Timberwolves 91

"Manchmal muss man sie eben hässlich gewinnen", sagte Topscorer Joe Johnson (25 Pts) nach dem 93-91 Heimsieg seiner Hawks gegen Minnesota. Trotz Monster-Spielen von Kevin Love (30 Pts, 13 Reb) und Ricky Rubio (18 Pts, 12 Ast, 5 Stl) und einer zwischenzeitlichen 18-Punkte Führung verpassten die Wölfe ihre ersten konsekutiven Auswärtssiege seit fast einem Jahr. Jeff Teague führte mit 20 Punkten und 10 Assists glänzend Regie, während Rookie-Forward Ivan Johnson (10 Pts/11 Reb) mit zwei verwandelten Freiwürfen 5 Sekunden vor Schluss zum Matchwinner für Atlanta avancierte. Die Vögel (9-4) haben jetzt mehr Siege auf dem Konto als Miami und Orlando.

Thunder 104, Knicks 92

Das Spiel war viel einseitiger, als es das Endergebnis vermuten lässt. Oklahoma City stürmte zu einer 70-47 Halbzeitführung und zwischenzeitlichen 31 Punkten Vorsprung und gönnte seinen Startern schon ab Mitte des 3. Viertels eine Pause. Es war der 6. Thunder-Sieg in Folge dank Kevin Durant's effizientem Abend aus dem Feld (28 Pts, 10-13 FG), Russell Westbrook's Fast-Triple-Double (21-8-8) und James Harden's Bart (24 Pts) - in nur 28 Minuten Spielzeit. New York, das ohne seinen verletzten Topscorer Carmelo Anthony antreten musste, leistete sich 20 Ballverluste und kommt immer noch richtig in Schwung. Oklahoma rollt weiter dank des zweitbesten Saisonstarts der Franchise-Geschichte.

Rockets 107, Trail Blazers 105 (OT)

Ein plötzlicher Durchhänger mit 3 Niederlagen in Folge hat die Portland Trail Blazers vom 2. Platz in der Westen Conference auf den 8. abstürzen lassen. Houston's Guard Kyle Lowry verpasste mit 33 Punkten, 8 Rebounds und 9 Assists nur knapp sein Career High (36) und ein Triple Double, während Backcourt-Kollege Kevin Martin mit 28 Punkten und vier verwandelten Freiwürfen in der Verlängerung für den 4. Heimsieg der Raketen sorgte. Houston bleibt gegen Portland weiterhin das dominante Team (21 von 29 gewonnen) und schleicht sich langsam, aber sicher an die Playoff-Plätze heran.

Jazz 107, Nets 94

Wäre er mal lieber in Utah geblieben: Deron Williams hatte mit seinen Nets an alter Wirkungsstätte nichts zu melden und zeigte sich von der extra Aufmerksamkeit der Jazz-Defensive sichtlich beeindruckt (12 von 15 verfehlte Würfe, 5 Turnovers). Das Big Man Duo Paul Millsap (18 Punkte, 12 Rebounds, 4 Steals) und Al Jefferson (20) dominierte einmal mehr unter den Brettern. Utah warf 52 Prozent aus dem Feld und bleibt mit jetzt 6 Siegen aus 7 Partien in der heimischen Energy Solutions Arena eine Macht.

Grizzlies 108, Hornets 99

Die Ersatzbank hatte die New Orleans Hornets zurück ins Spiel und bis auf 2 Punkte heran gebracht gegen zwar bessere, aber schlampige Gastgeber in Memphis. Beim Stand von 97-95 hatte Rudy Gay dann genug gesehen und übernahm das Kommando. Der Grizzlies-Star erzielte 7 seiner 23 Punkte in den nächsten zwei Minuten und legte das Spiel auf Eis. Marc Gasol verankerte mit 20 Punkten und 11 Rebounds die Zone, alle Starter punkteten zweistellig und Memphis gewann sein 4. Heimspiel. Beide Teams sehen sich bereits am Mittwoch wieder - dann in New Orleans.

Mavericks 99, Kings 60

Mach's mir mit Defense! Der amtierende NBA Champ stellte gegen die hoffnungslos überforderten Sacramento Kings einen neuen Vereinsrekord auf und erlaubte die wenigsten Gegenpunkte in der Franchise-Historie. Jason Kidd (Rücken) kehrte in die Startformation zurück und war mit 6 Assists und 6 Steals einer der Katalysten des Mavs-Siegs, ebenso wie die Bankdynamos Jason Terry (21 Pts) und Vince Carter (16). Die Gäste brachten in Halbzeit eins mickrige 23 Punkte auf die Anzeigetafel. Dallas erlaubt in seinen letzten fünf Partien gerade mal 78 Gegenpunkte im Schnitt und hat sich mit zwei starken Wochen (7-1 Siege) bis auf ein halbes Spiel an die San Antonio Spurs heran gekämpft. Der Midwest-Titel geht wohl - trotz aller Probleme - dennoch über die Mavericks.

Clippers 102, Lakers 94

Battle for LA, Teil 1. Die heimischen Clippers übernahmen dank eines brillanten Chris Paul früh das Kommando im internen Staples Center Duell und hielten ihren Stadtrivalen auch nach der Pause durchgehend auf Distanz - trotz 42 Punkten von Kobe Bryant. Paul zeigte einmal mehr, warum ihm kein Point Guard der Liga das Wasser reichen kann und führte die jungen Clippers mit 33 Punkten, 6 Assists und 3 Steals zum versöhnlichen Abschluss einer fantastischen Woche mit Siegen gegen LA und Miami. Chauncey Billups (19 Pts, 4 Dreier), Blake Griffin mit einem Double-Double (22/14) und Kampfschwein Reggie Evans mit 6 Offensivrebounds waren massgeblich beteiligt am 5. Clippers-Sieg in den letzten sechs Partien, ebenso wie 25 Punkte nach zweiten Chancen (17 Offensivrebounds insgesamt). Die Schiffchen (6-3) führen jetzt die Pacific Division an. Nur Oklahoma City hat im Westen weniger Niederlagen (2).