28 Januar 2012




Sixers 89, Bobcats 72

Philly machte mit dem schlechtesten Team der Liga gleich von Beginn kurzen Prozess und führte durchgehend. Lou Williams (17), Jrue Holiday (15) und Jodie Meeks (14) führten den gewohnt ausgeglichenen Sixers-Angriff an. Bobcats-Coach Paul Silas konnte sich das Elend nicht mehr mit ansehen und liess sich Mitte des Q2 aus der Partie schmeissen. Philadelphia hat zu Hause 9 von 11 gewonnen. Für Charlotte war es bereits die 7. Niederlage in Folge.

Celtics 94, Pacers 87

Das Team war erst spät in der Nacht aus Orlando wieder zu Hause angekommen. Doc Rivers und seine Assistant Coaches machten sich ohne zu schlafen gleich an die Arbeit, um die C's auf das bevorstehende Duell mit den Pacers vorzubereiten. Paul Pierce schulterte dann am Abend die gesamte Verantwortung und willte seine Farben mit einem Fast-Tripledouble (28 Pts, 10 Reb, 8 Ast) zum vierten Sieg in Folge. 'The Truth' spielt zur Zeit wirklich überragend, und Boston gewinnt. Die Weltuntergangsszenarien der letzten zwei Wochen scheinen plötzlich wie weggefegt.

Nets 99, Cavaliers 96

Das halbe Team angeschlagen oder krank, und dennoch erreichten die Nets schon vor Ablauf des Januar-Monats, wofür sie letztes Jahr die gesamte Saison benötigt hatten: 5 Auswärtssiege. Ein wieder einmal bestens aufgelegter Deron Williams war mit 24 Punkten und 10 Assists der Mann des Spiels und erhielt tatkräftige Unterstützung von Anthony Morrow (22) und Kris Humphries (18/11). New Jersey hat 4 von 6 gewonnen und darf in den nächsten 14 Tagen gleich drei mal gegen die Pistons ran. Good Times!

Hawks 107, Pistons 101 (OT)

Anschauungsunterricht in Sachen: "wie verspiele ich einen 6-Punkte Vorsprung in eigener Halle 39 Sekunden vor Schluss" gab's von den - na, wem wohl - Detroit Pistons natürlich. Joe Johnson scorte 28 seiner insgesamt 30 Zähler nach der Halbzeitpause, inklusive Dreier zur Overtime 1.9 Sekunden vor dem Ende. Auch Josh Smith hatte sein A-Game (19 Pts, 11 Reb, 8 Ast) mit nach Detroit gebracht. Bilanz der Falken in den letzten drei Wochen: 10-3 Siege. Der Auswärtstrip endet mit Partien in New Orleans und Toronto. Krrrrraaaah....

Hornets 93, Magic 67

O-Oh-Orlando! Das ist kein Druckfehler da im Ergebnis, sondern tatsächlich New Orleans' erster Sieg nach 9 Niederlagen in Folge. Ausgerechnet gegen die Magic, denen die beiden Pleiten gegen Boston ganz offensichtlich einen psychischen Knacks verpasst haben. Ausser Dwight Howard, der mit 28/16 gewohnt dominant spielte, punktete kein Magier zweistellig. Die restlichen Starter kamen zusammen auf gerade mal 11 Zähler - es war schon die vierte Klatsche für Orlando in den letzten sechs. Noch eins, zwei Totalstörungen in diesem Ausmass, und D12 ist Geschichte!

Rockets 103, Wizards 76

Back to Business für Washington, das nach obligatorischem 1. Sieg mit neuem Trainer wieder seine angestammte Rolle als Prügelknabe und Kneipenwitz einnehmen kann. Gastgeber Houston hatte nie wirklich Probleme mit dem Kellerkind und brauste dank eines 34-21 Q3 davon. Chase Budinger (21) und Luis Scola (19) waren die besten Akteure für die 11-8 Rockets, die in der bestialischen Southwest Division weniger als einen Sieg vom Spitzenplatz entfernt lauern. Und das nach dem 3-7 Saisonstart...

Bulls 107, Bucks 100

Derrick Rose war nach der Niederlage am Mittwoch gegen Indiana stinksauer und bis in die Haarspitzen motiviert. Die Bucks bekamen seinen Zorn heute am eigenen Leib zu spüren. Der amtierende MVP attackierte die Hirsch-Defensive unerbittlich und zeigte mit 34 Punkten seine beste Saisonleistung. Carlos Boozer (13 Reb) und Joakim Noah (16 Reb) kontrollierten zusammen die Bretter, und so gab's für Milwaukee ohne den jetzt langzeitverletzten Andrew Bogut (2-3 Monate Pause) nichts zu bestellen.

Heat 99, Knicks 89

Dwyane Wade kehrte nach sechs verpassten Partien mit einem lauten Knall in die Startformation zurück. Der All-Star erzielte 28 Punkte. Die, plus 31 von Lebron James, waren zuviel für angeschlagene New Yorker, die ohne Carmelo Anthony in Florida antreten mussten. Die Knicks waren völlig auf's Dreier-Werfen fixiert, nahmen insgesamt 43 davon und hielten lange Zeit gut mit. In der Schlussphase aber übertrumpfte die individuelle Klasse der Big Two die Obsession der Gäste mit dem langen Ball.

Timberwolves 87, Spurs 79

Ricky Rubio scheint tatsächlich die lang ersehnte Antwort auf viele Timberwolves-Fragen zu sein - was David Kahn natürlich schon immer gewusst hat. Der Rookie Point Guard erzielte 9 seiner 18 Zähler im entscheidenden letzten Spielabschnitt, verteilte 10 Assists und führte Minnesota zum ersten Doppelsieg gegen die Spurs seit knapp 12 Jahren. Die Wölfe haben nun 6 ihrer letzten 9 Partien gewonnen und streunen - man mag's kaum aussprechen - irgendwo in der Nähe des Playoff-Terrains umher.

Mavericks 116, Jazz 101

Nachdem Jason Kidd verletzt das Feld verlassen musste, übernahm Roddy Beaubois für Dallas. Der kleine Franzose machte eines seiner besten Spiele als NBA-Profi und führte die Mavericks mit 22 Punkten, 7 Assists und 4 Blocks zum Sieg. Fünf weitere Mavs trugen sich zweistellig in die Zählerstatistik ein - das gesamte Spiel war nicht mehr als eine mittelschwere Trainingseinheit für den amtierenden Champ. Dallas hat 8 seiner letzten 9 Heimpartien gewonnen.

Nuggets 96, Raptors 81

Ein Duell war es ja nicht wirklich zwischen Toronto und Denver. Eher ein Ausrotten, das da in der Höhenluft von Colorado stattfand, wo Dinosauriern offenbar ganz schnell der Lebensatem ausgeht. So wurden die Urzeitviecher von der Trap-Defensive der Klumpen und dem hohen Spieltempo regelrecht auseinander gerissen und verloren ohne ihren Topscorer Andrea Bargnani zum 7. mal in sieben Versuchen. Denver sitzt jetzt mit 14-5 Siegen gemütlich auf Platz 2 im Westen, muss aber in den nächsten zwei Wochen ein brutales Contender-Bootcamp durchlaufen (Clippers 2x, Grizzlies, Lakers, Mavericks, Rockets, Trail Blazers).

Trail Blazers 109, Suns 71

Portland wollte sich für die schlimmste Klatsche der aktuellen Saison revanchieren und tranchierte die Phoenix Suns nach allen Regeln der Blazers-Kunst. Lamarcus Aldridge setzte seine All-Star Bewerbungskampagne fort mit 23 Punkten und 7 Rebounds. Marcus Camby spielte Staubsauger am Brett (20), während Jamal Crawford mit 10 Assists das Blazers-Spiel denkte und lenkte. Portland tritt im heimischen Rose Garden vollkommen anders auf (9-1 Siege bisher), muss demnächst aber auch auswärts mal ein paar Siege einfahren, wenn das mit dem Playoff-Heimvorteil etwas werden soll.

Thunder 120, Warriors 109

Die Gastgeber waren für das derzeit beste Team der Liga eigentlich kein ebenbürtiger Gegner. Wie eine Katze, die mit einer Maus spielt, wollte sich Oklahoma City aber die Angelegenheit etwas spannender gestalten, und leistete sich in der Oracle Arena einen dämlichen Ballverlust nach dem anderen. Solange Kevin Durant (37 Pts, 14 Reb), Russell Westbrook (28 Pts, 11 Ast), James Harden (19) und Serge Ibaka (20 Pts, 12 Reb) aber zusammen solch einen Abend erwischen, wären auch 50 Turnovers für den Gegner nicht genug. Der Donner dominierte die Bretter 53-34 und startete ausgezeichnet in seinen langen Auswärtstrip, der erst in 2 Wochen endet.