31 Januar 2012




Sixers 74, Magic 69

Das Spiel war in Halbzeit 1 noch recht eng umkämpft und ausgeglichen. Zwar hässlich wie Dwight Howard's Freiwürfe (5-13), aber wenigstens spannend. Dann kam Orlando einmal mehr aus der Kabine und schenkte das Spiel aus der Hand. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Boxscores aller 9 Magic-Niederlagen in dieser Saison zu checken - und siehe da, immer das gleiche Muster. Orlando kommt immer im Q3 unter die Räder, ich zähle da 68 Punkte Unterschied in diesen 9 Partien. Irgendwas passiert da Abend für Abend in der Umkleide und nimmt dem gesamten Team den Wind aus den Segeln. Philadelphia gewann bereits sein 11. Heimspiel (Ligaspitzenwert) und bittet nun als nächstes Chicago und Miami zum Tanz.

Bulls 98, Wizards 88

Die Bulls verschwendeten in der Hauptstadt keine Sekunde und stellten schon früh die Verhältnisse klar. Derrick Rose erzielte mit 35 Punkten seine Saisonbestleisung und gewann das hoch antizpierte Duell gegen John Wall haushoch. Kyle Korver, der für Luol Deng in die Startformation gerückt war, traf 5 Dreier (17 Punkte). Chicago's Defensive erlaubte nur 40% aus dem Feld und gestattete zum 20. mal in 23 Partien seinem Gegner weniger als 100 Punkte.

Heat 109, Hornets 95

New Orleans startete furios, traf aus allen Lagen und führte lange, zwischenzeitlich sogar mit 12. Dwyane Wade und Lebron James hatten dann aber genug gesehen. Der gefürchtete Fast-Break Angriff der Heat überrannte die überforderten Hornets nach der Pause ein ums andere Mal. Nach dem 36-19 im dritten Viertel war die Partie dann schon entschieden. James verpasste nur knapp ein Triple Double (22/11/8 in drei Vierteln), Wade steuerte 22 Punkte bei, und Miami spazierte zu seinem 5. Sieg in Folge.

Timberwolves 120, Rockets 109

Michael Beasley war die grosse Story beim 120-109 Auswärtssieg in Houston. Der eigenwillige Forward traf 10 von 14 aus dem Feld und stellte mit 34 Punkten von der Bank einen neuen Franchise-Rekord auf. Ebenfalls rekordverdächtig: Minnesota's 42 Punkte im dritten Viertel, mit dem sie ein zuvor ausgeglichenes Spiel an sich rissen. Ricky Rubio schrammte haarscharf an einem Triple Double vorbei (18/8/11). Kevin Love beteiligte sich mit 29 Punkten am 10. Wolves-Sieg der Saison, und Coach Rick Adelman triumphierte bei seiner ersten Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte.

Spurs 83, Grizzlies 73

Es war das zweite Aufeinandertreffen zwischen den Spurs und Grizzlies seit dem Erstrundenupset letztes Jahr. Spurs-Rookie Kawhi Leonard (12 Pts/10 Reb) frustrierte Memphis-Star Rudy Gay den ganzen Abend lang und erlaubte ihm nur 1 mickrigen Punkt. Auch Marc Gasol (7 Punkte) wurde von San Antonio's Defensive gut in Schach gehalten. Das reichte dem Team von Greg Popovich trotz mieser 40% Trefferquote zum Auswärtssieg. Topscorer der Partie war OJ Mayo mit 17 Punkten. Matt Bonner (15) traf 5 Dreier für die Spurs und drängt sich für den ASG 3-Punkte-Wettbewerb auf.

Bucks 103, Pistons 82

Platz da, die Bucks kommen! Dank eines vorentscheidenden 12-2 Laufs nach der Pause gewannen die Hirsche aus der Bierstadt zum 5. mal in den letzten 7 Partien und pirschen sich an .500 heran - eine Bilanz, die im Osten locker zu einer Playoff-Teilnahme reicht. Brandon Jennings (21) setzte seinen sehr guten Saisonstart fort, Drew Gooden (16) und Mike Dunleavy (20) besorgten gegen die pathetischen Pistons den Rest. Die Bucks klettern mit dem Sieg (Heimbilanz 6-2) zum ersten Mal in dieser Saison auf einen Playoff-Platz.

Jazz 93, Trailblazers 89

Der Utah Jazz macht in der heimischen Energy Solutions Arena weiter sein Ding, und je mehr Spiele gewonnen werden, desto grösser werden Paul Millsap's Aussichten auf einen Platz im All-Star Team. Der Power Forward gewann das Duell gegen Lamarcus Aldridge mit 19 Punkten, 15 Rebounds und 2 Blocks. Gordon Hayward war dank mehrerer Plays an beiden Enden des Courts der Matchwinner für Utah, das die Partie mit einem 13-0 Run beendete und in der Tabelle damit weiterhin vor den Blazers bleibt.

Mavericks 122, Suns 99

Phoenix ist ohne seinen zweimaligen MVP Steve Nash eine absolute Witzfigur. Das wurde heute bei der 23-Punkte Schlappe auf eigenem Parkett überdeutlich. Dallas nutzte die Abwesenheit des 37-jährigen für eine entspannt-dominante Teamleistung mit übertrieben sicheren Trefferquoten (55% FG, 51% Dreier), der höchsten Punkteausbeute dieser Saison in einer Halbzeit (66) und Throwback-Performances von Delonte West (25) und Vince Carter (21). Die Mavs haben jetzt 6 ihrer letzten 7 Partien gewonnen und dominieren die Suns weiterhin nach Belieben (8. Sieg in Folge gg. PHX).

Clippers 112, Thunder 100

Aufgepassst auf die Clippers! Das andere LA-Team hat nach dem überdeutlichen und nie gefährdeten Sieg im Spitzenspiel gegen OKC jetzt die Thunder, Nuggets, Heat, Lakers und Mavericks geschlagen und nähert sich der Spitzenposition in der Western Conference. Es war ein irres Spiel voller Highlights. Zwei davon waren sicherlich Blake's Mordversuch gegen Kendrick Perkins und vier Clippers-Dreier innerhalb von 50 Sekunden direkt vor der Pause, die ein knappes 6-Punkt Spiel in eine Demontage verwandelten. Chris Paul (26 Punkte, 14 Assists) zeigte einmal mehr, warum er der beste Einser der Liga ist und lenkte das Spiel auf unnachahmlich beeindruckende Art. Blake Griffin und Caron Butler (je 22) sowie insgesamt 13 Dreier stellten die Thunder vor weitere unlösbare Probleme. Ein Kevin Durant (36) und Russell Westbrook (31) waren gegen die Clips nicht genug. Wenn man bedenkt, wie schnell die Schnellschiffchen mit 3 neuen Startern und ohne Trainingscamp zusammen gefunden haben, fängt man unkontrolliert an zu sabbern...