03 Januar 2012


In der Eastern Conference stürmten die Miami Heat mit 5-0 Siegen aus den Startlöchern, und ein Mann präsentierte sich selbst für seine bekannt elitären regular season Standards in unfassbarer Frühform: Lebron James. Der zweifache MVP punktete nicht nur nach Belieben (29.6 PPG bei 60% aus dem Feld), sondern verteidigte nebenbei noch wie ein Besessener (2.4 Stl, 1.2 Blk). James präsentierte sich austrainiert, fokussiert und war bisher der Funke, der die Hitze so richtig lodern liess. Auf der Guard Position führte kein Weg an Derrick Rose vorbei, der seine Herde zu vier Siegen in fünf Partien dirigierte. Zwar ist das Scoring des amtierenden MVP noch nicht auf dem letztjährigen Niveau ("nur" 19.8 PPG), dafür scheint Rose an seiner Treffsicherheit gearbeitet zu haben (47% aus dem Feld, 38% Dreier, 93% FT). Sein Assistwert war mit 8.6 pro Spiel noch nie höher. Sein bestes Spiel zeigte der 23-jährige beim Auswärtssieg in LA, als er die Clippers mit 29 Punkten, 16 Assists und 8 Rebounds im Alleingang zerlegte. Bester Big Man im Osten war ein Orlando Magic. Allerdings nicht All-Star Dwight Howard, sondern sein bleichgesichtiger Teamkollege Ryan Anderson. Der hatte eine dieser unvergesslichen 'All you can hit' Wochen für einen Shooter und traf 21 seiner 45 Würfe aus der Distanz. Anderson erzielte in vier von fünf Partien mindestens 22 Punkte und führte Orlando zu einem überraschenden 4-1 Saisonstart.

Das Pendant zu den Heat waren im Westen ganz klar die Thunder. Nicht wenige prophezeien ja ein Miami-Oklahoma City Endspiel um die Meisterschaft, und wenn das Provinzteam tatsächlich dort landen sollte, dann hauptsächlich wegen einem Mann: Topscorer Kevin Durant. KD setzte sich von Beginn an oben in der Scoringliste fest, knallte vier mal in Folge mindestens 30 durch die Reuse (bei 55% aus dem Feld), und machte mit Dallas das hier. Bei zusätzlich 7 Rebounds und 4+ Assists im Schnitt und 5-0 Siegen für sein Team riecht vieles nach einer MVP-Saison für den All-NBA-Forward. Effizientester Spieler von allen war - wie schon so oft - der Gaucho von den San Antonio Spurs, Manu Ginobili. Knapp 20 Punkte mit 4 Rebounds und 3 Assists in gerade mal 25 Minuten pro Partie ist schon sehr unverfroren. 61% aus dem Feld von der Off-Guard Position noch mehr. Die Spurs gewannen alle drei Partien, bei denen Ginobili mindestens 20 einnetzte, mit durchschnittlich 18 Punkten Vorsprung.

Wer war Euer POW1?
Kevin Durant
Lebron James
Derrick Rose
Manu Ginobili
Ryan Anderson