23 Januar 2012


Loos who's back! Nach eiskaltem Saisonstart scheint Wizards-Guard John Wall langsam aufzutauen. Nicht, dass sich dadurch in der Hauptstadt über Nacht etwas ändern würde. Aber wenn Wall so weiter macht, wie er das in den letzten sieben Tagen getan hat, sind durchaus noch ein paar Siege drin bis Ende April. Der 21-jährige NBA-Sophomore verpasste mit 25.8 PPG, 8 RPG und 8.3 APG nur knapp ein Triple Double im Schnitt und erinnerte uns phasenweise daran, warum der Hype vor seiner Rookie-Saison so gross war. Die anderen Kandidaten lösen bei NBCHF-POW Lesern schon nilpferdartiges Gähnen aus. Aber was willst du machen, wenn Spieler wie Lebron James fast gebetsmühlenartig ihre 30/8/7 pro Spiel abliefern. Ohne den immer noch verletzten Dwyane Wade hüpfte LBJ in seine Cleveland Cavaliers Zeitmaschine und powerte die Miami Heat zu einer 3-1 Woche. In der Tat beeindruckend, wenn's nicht schon längst so alltäglich wäre. Dieser Regular Season Riese wird nur noch mit Playoff-Maßstäben gemessen. Der dominanteste Spieler der Woche war wohl Dwight Howard. Der Mittelpunkt täglicher Trade-Fantasien lässt die mediale Aufmerksamkeit um seine Person nicht an sein Spiel heran und dominiert unter den NBA-Brettern wie 2,10m High School Seniors. Howard beendete die Woche mit zwei 20/20 Vorstellungen gegen San Antonio und die Lakers und legte im Schnitt 19.5 Punkte, 19 Rebounds und fast 3 Blocks auf. Wer ist der beste Big Man der Liga?

Es war die Woche der Point Guards in der Western Conference, und als solche sollen an dieser Stelle zwei Kandidaten geehrt werden, für die es die wohl einzige POW-Nominierung bleiben wird. In ihrem Leben. Mo Williams profitierte von der verletzungsbedingten Abwesenheit von Chris Paul bei den Los Angeles Clippers und versuchte - etwas dreist - sich bei Vinny del Negro als Aufbauspieler der Zukunft aufzudrängen. Stirnband-Mo war on fire, traf 64% seiner Feldwürfe, 62% von der Dreierlinie und all seine Freiwürfe in einer Woche, die er dank 25.7 Punkten pro Spiel nicht so schnell vergessen wird. Wir schon. Der Aufwärtstrend der Memphis Grizzlies hält an. Die Bären katapultierten sich, ungehemmt wie ein Mike Conley Sr. Dreisprung, hinauf auf Platz 1 in der Southwest Division. Der Junior führte bei 4-0 Siegen perfekt Regie und spielte die fast perfekte Point Guard Woche mit 18.5 Punkten, 9 Assists und 3 Steals pro Abend. Noch cooler: seine 70% Quote aus dem Feld. Beim Sieg gegen die Bulls war Conley mit einer 20/7/8 Line der Mann des Spiels. Last, but not least: Russell Westbrook. Der fahrige, als Point Guard maskierte Shooting Guard brachte erst seine Vertragsverlängerung in Oklahoma City unter Dach und Fach und besann sich dann auf seine grösste Qualität: selbst scoren. Mit 27.7 Punkten pro Abend und knapp 50% aus dem Feld können die Thunder gut leben. Nicht aber mit persönlichen Westbrook-Vendettas, so wie bei der peinlichen Niederlage in Washington, als RW den Teamball wieder einmal zugunsten eines 1-1 Duells mit John Wall hinten anstellte. Genie und Wahnsinn, Fluch und Segen!