25 Januar 2012




1. Chicago Bulls (16-4)
8-2 Siege seit den letzten Power Rankings vor zwei Wochen. Auch ohne den zwischenzeitlich angeschlagenen Derrick Rose sind die Bulls ihren Gegnern dank ihrer Ausgeglichenheit und der besten Defensive der Liga (nur 86 Gegenpunkte pro Abend) überlegen und in der NBA weiterhin das Maß aller Dinge. Wie die Kühe aber langfristig die vielen Wehwechen (jetzt ist auch Luol Deng mit Bänderriss im Handgelenk angeboxt) verwalten, wird für den Ausgang ihrer Saison mit entscheidend sein.

2. Oklahoma City Thunder (15-3)
Nach dem untypisch lethargischen Saisonstart kommt die Thunder-Defensive langsam in Fahrt (nur 91 Gegenpunkte pro 100 Angriffe in den letzten fünf Partien). Russell Westbrook erhielt eine langfristige Vertragsverlängerung, was beim hibbeligen Point Guard hoffentlich für ein wenig Gemütsruhe sorgen wird. Der Ausrutscher bei der peinlichen Niederlage in Washington war wohl genau das - nur ein Ausrutscher. Kein Team hat weniger Niederlagen auf dem Konto als Oklahoma City.

3. Denver Nuggets (13-5)
Gewannen trotz Verletzungen mehrerer Leistungsträger 7 von 8 seit den letzten Rankings. Komplettierten einen Ostküstentrip mit 4-0 Siegen, darunter den beeindruckenden Double-OT Erfolg im Madison Square Garden. Danilo Gallinari spielt sich zunehmend in Richtung All-Star Game und erhielt heute zurecht eine vierjährige Vertragsverlängerung in der Mile High City. Die Klumpen erzielen dank ihrer hochoktanigen Offensive die meisten Punkte (105 PPG) und verteilen die meisten Assists (25 APG) pro Abend.

4. Miami Heat (13-5)
Das ganze 'Trade-Wade' Gebrabbel dürfte nach der Heimniederlage gegen die Bucks aufhören. Zumal sich Miami in den letzten zwei Wochen (5-4) wahrlich nicht mit Ruhm bekleckerte. Beeindruckenden Heimsiegen gegen San Antonio, Philadelphia und die Lakers stehen peinliche Pleiten gegen Golden State und Milwaukee gegenüber. Noch ein Grund zur Sorge: die Heat haben ihre Back-to-back Stärke aus der letzten Saison eingebüßt. Lebron James trifft aber weiterhin nach Belieben (57% FG, Platz 4 ligaweit).

5. Philadelphia 76ers (12-6)
Spencer Hawes scheint für die Sixers das Zünglein an der Waage zu sein in dieser Saison. Ohne ihren etatmässigen Center verloren die Mannen von Coach of the Year Kandidat Doug Collins gegen New York, Denver, Miami und New Jersey - die einzigen Niederlagen im Januar. Ansonsten bleibt Philadelphia dank einer gesunden Mischung aus Lockdown-Defensive (Platz 1) und balancierter Offensive (Platz 4) auf Kurs 'Atlantic Division Titel'.

6. Orlando Magic (12-5)
Die hässliche Niederlage in Boston, als man mit 56 Punkten den Franchise-Negativrekord aufstellte, darf nicht darüber hinweg täuschen, dass Orlando eine exzellente Saison spielt. Neben Ryan Anderson zeigt sich auch Hedo Turkoglu von seiner besten Seite und legt die besten Wurfquoten seiner Karriere aufs Parkett (48% aus dem Feld, 47% Dreier). Die Saison ruht selbstverständlich auf der Zukunft von Dwight Howard - dem ersten Spieler seit Moses Malone 1982/83, der uns Abend für Abend 20 und 15 serviert.

7. Atlanta Hawks (13-6)
Viele Beobachter - dieser Texter hier inklusive - hatten die Hawks nach der schweren Verletzung von All-Star Center Al Horford bereits abgeschrieben. Doch siehe da: Atlanta hat ohne seinen Big Man 5 von 7 Partien gewonnen, darunter überzeugende Ws gegen Portland und Milwaukee. Zu Hause sind die Hawks eine Macht (8-1). Zwar wird der Spielplan ab Februar härter für die Falken aus dem Südosten. Der gute Coach Larry Drew scheint seinen Haufen aber mental in der Spur zu halten. Die Hawks werden doch wohl nicht erwachsen geworden sein?

8. San Antonio Spurs (12-7)
Nur ein Overtime-Sieg in Orlando konnte eine ansonsten miserable letzte Woche für die Spurs beschönigen. Eine Heimniederlage gegen Sacramento? Das gibt's sonst seltener zu bestaunen als Gefühlsausbrüche von Tim Duncan. Die Defensive ist schon längst zur Lachnummer mutiert - immer noch ungewohnt vor der ehemaligen Hausnummer an hinteren Ende des Feldes. Solange aber im heimischen AT&T Center weiter die Siege eingefahren werden (10-1 bisher), dürften die Spurs bis zur Rückkehr ihres verletzten Topscorers Manu Ginobili irgendwie im Southwest-Rennen bleiben.

9. Indiana Pacers (12-5)
Die Pacers gewinnen hässlich, aber was zählt sind die W's. Indiana rangiert bei der Defense, den Rebounds, Blocks und den Dreier/Freiwurfquoten unter den Top 5 der Liga. Auch ohne einen dominanten Superstar - gleich 7 Spieler punkten zweistellig - bleiben die Tempomacher in der Central Division auf Tuchfüllung. Vor allem nach dem heutigen Auswärtssieg bei den Chicago Bulls - dem ersten einer gegnerischen Mannschaft im United Center überhaupt.

10. Los Angeles Clippers (9-6)
Auch ohne den geschonten (mehr als verletzten) Chris Paul konnten die Clippers 3 von 5 Partien gewinnen und in der Pacific Division ihren Platz vor dem Stadtrivalen Lakers behaupten. Das gelang vor allem dank der beneidenswerten Tiefe auf der Eins. Chauncey Billups und vor allem der zuletzt besinnungslose Mo Williams verleihen dem Clippers-Backcourt eine Hauch All-Star Tiefe. Nach dem löchrigen Spielplan zu Saisonbeginn wird es in den nächsten Wochen ernst für 'Lob City'. Einen kleinen Vorgeschmack gab es bereits heute im Staples Center, wo es im Rematch gegen die Lakers eine Niederlage setzte.

11. Memphis Grizzlies (10-7)
Wer hätte das gedacht? Ohne ihren 20/10 Forward Zach Randolph kamen die Grizzlies erst so richtig ins Rollen und gewannen zuletzt 7 Partien in Folge, bevor es am Dienstag in Portland mal wieder eine Niederlage setzte. Der 16-Punkte Sieg in Chicago war verblüffend, ebenso wie die 128 Punkte gegen Sacramento - zweithöchste Punktausbeute der laufenden Saison. Marc Gasol hat sich als Double-Double Center etabliert und spätestens jetzt den Gasol-Trade mit den Lakers in ein vollkommen neues Licht gerückt.

12. Houston Rockets (10-8)
Eins der unterschätzten Erfolgsgeheimnisse der Raketen: Freiwürfe. Kein anderes Team wirft konzentrierter von der Almosen-Linie als Houston, das knapp 82% seiner Würfe einnetzt und so Abend für Abend die extra Punkte einsammelt, die andere Mannschaften liegen lassen. Dank zuletzt 7 Siegen in Folge - darunter gegen Western Conference Playoff-Teams wie San Antonio und Portland - sind die Rockets wieder mittendrin im Southwest Division Rennen. Daran ändert auch die heutige Niederlage gegen Milwaukee nicht viel.

13. Los Angeles Lakers (11-8)
Keine gute Woche für die Lakers. Erst der völlig missglückte Florida-Trip mit Klatschen in Miami und Orlando, und dann noch die unnötige Niederlage im heimischen Staples Center gegen Indiana. Mit vier Pleiten aus den letzten sechs Spielen werden die Rufe nach einem Trade immer lauter - zumal klar sein müsste, dass die Ersatzbank in dieser Verfassung jegliche Qualität der 'Big Three' Kobe, Gasol und Bynum konterkariert. Vielleicht setzt der heutige Teilerfolg gegen die LA Clippers neue Energien frei bei World Peace & co.

14. Dallas Mavericks (11-8)
Lässt man den fruchtlosen Tinseltown-Trip mit back-to-back Niederlagen gegen die Lakers und Clippers mal aussen vor, dann standen die Mavs bei 8 Siegen in Folge, bevor heute gegen Minnesota mal wieder ein L eingefahren wurde. Nach dem miserablen Saisonstart schon eher das Niveau, das man von einem amtierenden Champ erwarten darf. Verblüffend: obwohl nach dem Abgang von Tyson Chandler viele der Dallas-D einen steilen Einbruch prophezeiten, rangiert das Team von Rick Carlisle defensiv weiterhin auf Platz 3. Dirk Nowitzki zeigt aber den miesesten Basketball seit seiner Rookie-Saison (nur 17.5 PPG, 45% Quote). Grund zur Sorge?

15. Utah Jazz (10-6)
Erinnert sich einer an den 1-3 Start der Jazzer? Ich mich auch nicht. Mit 9-3 Siegen im Januar bleibt Utah eines der heissesten Teams des Jahres. Die einzigen Niederlagen gab's gegen Dallas, die LA Lakers und heute nach zweimaliger Verlängerung. Ty Corbin hat seine Truppen Abend für Abend perfekt eingestellt und drängt sich bisher als Coach des Jahres auf. Paul Millsap setzte in den letzten zwei Wochen seinen heissen Rhythmus fort mit 22/9 pro Spiel und 60% aus dem Feld. Riecht stark nach All-Star Snub in der vollgepackten Western Conference.

16. Portland Trail Blazers (11-8)
Der Saisonstart war vielversprechend, die letzten zwei Wochen seit den letzten Rankings haben die Trail Blazers aber wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Die Niederlage in Detroit war hässlich - ebenso wie die Trefferquote des gesamten Backcourts in den letzten Wochen (38%). Den nächsten langen Auswärtstrip gibt's erst wieder im März. Gelegenheit also für die Blazers, bis dahin die eigene Heimstärke (8-1) gewinnbringend einzusetzen und sich ein kleines Polster anzufüttern.

17. Boston Celtics (7-9) Vor dem Heimerfolg gegen Orlando am Dienstag hatten die Celtics keinen einzigen Qualitätssieg auf der Haben-Seite. Die Wizards, Nets und Bobcats dieser Welt zu schlagen wird nicht reichen für ein Team, das sich mit jedem Abend immer weiter von seiner Championship-Form entfernt. Ob grosse Veränderungen ins Haus stehen, hängt von den nächsten Wochen ab. Wenn Boston irgendwie den Anschluss hält, sind die Playoffs im Osten kein Problem. Und Grün wird dann dort ein ganz unangenehmer Erstrundengegner mit Upset-Potential. Wie gesagt: wenn!

18. Milwaukee Bucks (7-10)
Ich hatte die Bucks in meinen Preseason-Previews auf einem Playoff-Platz im Osten angesiedelt, obwohl die letzte Saison deprimierend war. Trotz mehrerer Ausfälle bisher und einem miserablen Start kommt Milwaukee langsam in Fahrt und spielt sich in den Postseason-Bereich hinein. Nach beeindruckenden Auswärtssiegen in New York und Miami gewannen die Hirsche heute in Houston bereits ihr drittes Auswärtsspiel in Folge. Brandon Jennings hat am Aufwärtsschwung grossen Anteil dank 46% aus dem Feld und dem viertbesten Scoring-Wert für einen Guard nach Kobe Bryant, Monta Ellis und Russell Westbrook.

19. New York Knicks (7-11)
Nach jetzt 7 Niederlagen in den letzten 8 Partien kann man im Big Apple von einer handfesten Krise sprechen. Dabei ist unklar, was schwerer wiegt: Carmelo Anthony's Wurforgien? Amare Stoudemire's Unsicherheiten? Der pathetische Spielaufbau? Oder ein Mike D'Antoni, der sich schon in sein Schicksal gefügt zu haben scheint und in wenigen Tagen wohl seinen Platz auf der Trainerbank räumen muss? Kaum zu glauben, dass ein halbgesundeter Baron Davis alle Probleme auf einen Schlag ausmerzen soll. Am Freitag kommt Miami in den MSG. Was noch vor einem Monat wie ein Conference Finals Preview aussah, könnte bereits D'Antoni's Gang zum Henker werden.

20. Minnesota Timberwolves (8-10)
Kevin Love feierte seine Vertragsverlängerung in Minnesota mit 31/10 gegen die Dallas Mavericks. Fast 'Business as usual' für den All-Star Forward, der durchaus angetan scheint von dem, was sich da im hohen Norden zusammentut. Auch wenn ihm das 5. Jahr - auf eigenen Wunsch wohl - nicht angeboten wurde, wächst bei den Wolves in der Tat etwas heran dank des bleichgesichtigen Love/Rubio Duos. Mit 5 Siegen aus den letzten 8 Partien haben sich die Wölfe endgültig aus dem Tabellenkeller verabschiedet - und werden dort auf absehbare Zeit auch nicht mehr hinein rutschen.

21. Phoenix Suns (6-11)
Dass Steve Nash bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen aussprach, was alle denken, sollte nicht weiter überraschen: "Wir haben einfach nicht genügend Talent, um Teams reihenweise zu schlagen." Recht hat er, der Steve. Und trotzdem bleiben die Suns irgendwie im Playoff-Rennen im vollgepackten Westen dank Marcin Gortat's Double-Double Serie (9) und Robo-Nash, der alle Gesetze der Physik ausser Acht lässt und die Liga mit jetzt 37 Jahren immer noch bei den Assists anführt (10.4 pro Spiel).

22. Cleveland Cavaliers (7-10)
Der Weg ist noch lang für die Cavs, aber dank Arbeitssiegen gegen miese Teams wie Charlotte und New Jersey keimt ein wenig Hoffnung auf im Niemandsland von Ohio. Nach verheerenden Pleiten gegen Chicago und Atlanta und einem Herzensbrecher in Miami fanden die Cavs ausgerechnet gegen die Knicks wieder in die Spur - und sorgten so unabsichtlich für die wohl grösste Krise in New York seit den Tagen von Isiah Thomas. Kyrie Irving bleibt hier weiterhin der Lichtblick mit einer Rookie-Saison, die stark an einen gewissen Chris Paul erinnert.

23. Golden State Warriors (6-11)
Der Heimsieg gegen Miami war das bisherige Highlight in der Bay Area, wo die Warriors es sich angewöhnt haben, enge Partien meistens in der letzten Minute noch aus der Hand zu geben. Der 2-2 Ostküstentrip hätte ohne weiteres vier Siege abwerfen können, zumal die Niederlagen gegen Charlotte und New Jersey passierten. Durch die Rückkehr von Stephen Curry in die Anfangsformation und 7 der nächsten 9 in der heimischen Oracle Arena hoffen die Dubs auf einen kleinen Push in Richtung Playoff-Plätze.

24. Sacramento Kings (6-13)
Die Bilanz ist hässlich, aber nach den Kings und Warriors kommt nichts mehr, was auch nur annähernd heran reichen könnte an die Kalifornier. Sacramento hat nach Siegen gegen San Antonio und Indiana zwar ein paar Achtungserfolge mehr im Gepäck. Insgesamt setzt es aber immer noch Niederlagen im Dreierpack - was eindrucksvoll beweist, dass die junge Truppe trotz ihrer spielerischen Qualität mental nicht ganz wasserdicht ist.

25. New Jersey Nets (6-13)
Langsam und nur mühsam klettert New Jersey in den Rankings. Immerhin. Nach 4 Siegen aus den letzten 8 Partien - darunter der heutige Overtime-Erfolg in Philadelphia - scheinen die Nets doch noch etwas Leben in sich zu haben. Vor allem Deron Williams, der phasenweise wie ein Zombie über das Parkett geschlichen war. D-Will hat fast wieder seine All-Star Form erreicht, die ihn in Utah so unberechenbar machte. Und das trotz einer der miesesten Statistenlineups der Liga. Das Fernziel ist und bleibt: Brooklyn 2012/13 mit Dwight Howard.

26. Toronto Raptors (6-13)
Der überraschende 4-5 Start ist schon fast genauso lange her wie die Existenz der Dinosaurier selbst. Vor den Back-to-back Siegen in Phoenix und Utah hatten die Raptors 8 Partien in Folge verloren. Ausser Bargnani (23.4 PPG) erreicht kein Spieler auch nur annähernd die nötige Effizienz, die man von einem NBA-Spieler erwartet. Die Offensive rangiert ligaweit auf Platz 29 und beweist einmal mehr, dass Defense zwar schön und gut ist - aber eben auch nutzlos, wenn man selbst nicht einmal 87 pro Abend einschenken kann.

27. New Orleans Hornets (3-15)
Die Hornets kämpfen aufopferungsvoll, hängen sich rein, geben alles für ihren Coach Monty Williams und eine gebeutelte Fangemeinschaft in New Orleans. Bei drei der letzen vier Niederlagen betrug die Differenz gerade mal zwei Punkte. Wenn Eric Gordon (Knie) endlich mal das Spielfeld betreten könnte, oder der Coach endlich mal auf ein gesundes Kontingent an Startern zurück greifen könnte, wär der ein oder andere Sieg durchaus drin. So aber bleibt das Endergebnis das gleiche, Abend für Abend: L für NO. Nach zwei Siegen zu Saisonbeginn haben die Mücken 15 von 16 Spielen verloren. Nächstes Jahr kann nicht schnell genug kommen.

28. Detroit Pistons (4-15)
Unfassbarer Wert: auch nach 19 Partien haben es die Dilletanten aus Detroit kein einziges Mal fertig gebracht, 100 Punkte zu erzielen. Hier gibt's keine schwerwiegenden Verletzungen zu beklagen, keine rebellierenden Möchtegern-Stars oder entrückte Coaches, die ihre Arbeit nicht machen. Die Gründe für die Misere der Pistons sind viel offensichtlicher: drittschlechteste Offensive, zweitschlechteste Defensive der gesamten Liga. Damit gibt's in der NBA absolut nichts zu holen.

29. Washington Wizards (3-15)
Es stand bereits geschrieben, dass der alte Wizards-Coach Flip Saunders wohl nicht mehr allzu lange im Amt bleiben würde. Zu gross war die Diskrepanz zwischen dem, was man allgemein mit NBA-Basketball assoziiert und dem, was die Wizards Abend für Abend auf dem Platz zeigten. Wie lange der neue Interimstrainer Randy Wittman (.327 Coaching-Bilanz) sich die Erziehungsarbeit an der Seitenlinie antun will, bleibt abzuwarten. Immerhin: gegen Charlotte gewann Washington heute auf Anhieb mit einem neuen Uptempo-Style und geläuterten Spielern. Am Samstag gibt's bereits das Rematch.

30. Charlotte Bobcats (3-16)
Das neue Schlusslicht der Liga hat sich seinen Platz in der Power Rank Hölle redlich verdient. Teils unverschuldet, denn gegen die verletzungsbedingten Ausfälle der beiden Topscorer DJ Augustin und Gerald Henderson kann man nichts weiter tun. Grösstenteils aber aus eigenen Stücken. Der Kader ist ganz mies zusammengestellt, die Rotanionen von Coach Paul Silas versteht er selbst nicht mehr. Die Spieler sind verunsichert und überfordert. Das Rückspiel gegen Washington könnte die letzte realistische Chance auf einen Sieg sein bis zum All-Star Spiel Ende Februar.