16 Februar 2012




Pistons 98, Celtics 88

Peinliche Niederlage der Celtics, zu allem Überfluss auch noch im heimischen TD Garden, gegen einen der Fussabtreter der Liga. Detroit scheint aber durch die Rückkehr von Ben Gordon tatsächlich etwas Aufwind zu bekommen und gewann jetzt zum 5. Mal in den letzten 7 Partien. Gordon erzielte 22 von der Bank, Rodney Stuckey traf für 25, und Boston bekam die drei Guard-Lineup der Kolben heute nie in den Griff.

Magic 103, Sixers 87

Mal wieder eine eindrucksvolle Demonstration der Magic, die nicht zu schlagen sind, wenn alle an einem Strang ziehen. Jameer Nelson führte mit 14 Assists (Career High) perfekt Regie und involvierte all seine Teamkollegen. Sechs Spieler punkteten zweistellig, der Korb war gross wie ein Hubschrauberlandeplatz (53% FG) und die Dreier fielen mit Leichtigkeit (15 Stück). Orlando hat 7 seiner letzten 9 Spiele gewonnen. Bitte was?

Spurs 113, Raptors 106

Achtung, die Spurs haben Blut geleckt. Der letzte Lockout-Champ macht Ernst und drängt sich mehr und mehr als Meisterschaftsanwärter auf dank seiner tiefen Bank (42 Punkte heute), einem fantastischen Tony Parker (34 Punkte/14 Assists) und dem Vertrauen in das System von COY-Kandidat Greg Popovich. San Antonio hat seine letzten 9 Duelle gewonnen und liegt im Westen nur noch 1 Sieg hinter Oklahoma City.

Knicks 100, Kings 85

NY gewann seine 7. Partie in Folge dank - wem sonst - Jeremy Lin. Dank ihres inspirierenden Point Guards zeigen die Knicks plötzlich uneigennützigen, unterhaltsamen, erfolgreichen Ball. Lin war an 17 der ersten 22 Knicks-Punkte direkt beteiligt, stellte mit 13 Assists einen neuen persönlichen Rekord auf (der vorherige Knicks-Rekord in dieser Saison lag bei mickrigen 8) und hat die Saison in New York komplett auf den Kopf gestellt. "Es geht nur um's gewinnen", erklärte Lin später. Einsatzzeichen für die Zweifler...



Cavaliers 98, Pacers 87

Kyrie Irving für ROY? Spiele wie dieses giessen Öl ins Feuer. Der Cavs Point Guard war bei seiner Rückkehr in die Lineup (Gehirnerschütterung) mit 22 Punkten (8-12) und 5 Assists einmal mehr der beste Mann seines Teams und führte die Edelmänner zum 6. Heimsieg in 13 Partien. Eine durchaus respektable Bilanz für Cleveland, das mit den Playoff wohl nichts zu tun haben wird, sich dank Irving aber schneller als erwartet wieder zur Respektabilität gespielt hat.

Grizzlies 105, Nets 100

So ungefähr hatten sich die Grizzlies das wohl vorgestellt, als sie Marreese Speights aus Philadelphia holten, um den verletzten Zach Randolph zu ersetzen. Speights machte gegen die zugegeben miserable Nets-Defensive das beste Spiel seiner Karriere (20 Pts, 18 Reb), Rudy Gay war mit 25 Punkten Topscorer und Tony Allen verankerte mit 5 Steals und vielen leichten Punkten (21) den Rest der Bären-Offensive.

Hornets 92, Bucks 89

Die Playoffs rücken für Milwaukee in immer weitere Ferne. Niederlagen gegen das zweitschlechteste Team der Liga helfen nicht dabei, den Abwärtstrend (6 von 8 verloren) umzukehren. Marco Belinelli gab mit 22 Punkten und 6 Dreiern den Ton an, Chris Kaman (18/10) präsentierte sich Trade-Interessenten von seiner besten Seite und New Orleans - bitte hinsetzen jetzt - gewann sein 2. Spiel in Folge.

Timberwolves 102, Bobcats 90

Ihr habt es hier zuerst gehört: Nikola Pekovic for Most Improved Player. Der Montenegriner überrollte die hilflosen Rotluchse wie ein LKW, spielte die gesamten 2. Hälfte durch und beendete die Partie mit 21 Punkten und 11 Rebounds - es war bereits sein 6. Double-Double in den letzten 9 Partien. Kevin Love machte sein Ding mit 30 und 18. Charlotte verlor zum 16. Mal in Folge.

Rockets 96, Thunder 95

Kevin Martin hatte gestern gegen Golden State keinen einzigen Punkt erzielt. Gegen Oklahoma City kam der Shooter heute auf 32 und führte seine Raketen damit fast im Alleingang zum Heimsieg gegen das beste Team in der Western Conference. Kevin Durant (33) verfehlte in der Schlussminute drei Chancen auf den Sieg. Houston brilliert weiterhin mit einer unorthodoxen Spielweise und Leistungsträgern, die Abend für Abend variieren.

Hawks 101, Suns 99

Stinkig, Josh Smith? Zurecht. Dass Smoove bei der All-Star Wahl übergangen wurde, ist ein Witz. Der Hawks-Highflyer legte den Phoenix Suns 30 Eier ins Nest, griff sich zudem 17 Rebounds, verteilte 7 Assists, spielte überragende Defense (4 Steals/3 Blocks), füllte die Gatorade-Flaschen seiner Kollegen auf und kümmerte sich anschliessend um die Trikotwäsche des gesamten Teams.

Mavericks 102, Nuggets 84

Dallas hatte keine Mühe beim 5. Sieg in Folge gegen ersatzgeschwächte und müde Denver Nuggets. Shawn Marion macht für die Mavericks immer häufiger den Unterschied, so auch heute. 'Matrix', der diesmal in der Offensive glänzte, anstatt wie gewohnt in der D, war mit 16 Punkten und 10 Rebounds Topscorer der Mavs, die aber in Zukunft auf Delonte West verzichten müssen (gebrochener Finger).

Trail Blazers 93, Warriors 91

Die Trail Blazers können doch noch ein enges Spiel zu ihren Gunsten entscheiden. Der Auswärtssieg in Golden State war erst der 2. in 11 Partien, die mit 5 Punkten Unterschied oder weniger ausgingen. Gerald Wallace war mit 24 (4-4 Dreier) bester Akteuer für Portland, das auf seinen verletzten All-Star Forward Lamarcus Aldridge verzichten musste und ein Erfolgserlebnis dringend gebraucht hat. Morgen kommen die Clippers in den hohen Norden zum dritten Spiel eines Back-to-back-to-backs.

Clippers 102, Wizards 84

Der Qualitätsunterschied wurde spätestens nach der Pause überdeutlich: Chris Paul (16/9) quarterbackte seine Clippers zum 11. Heimsieg in 14 Partien, Caron Butler war von aussen besinnungslos (5-7 Dreier) und Blake Griffin legte ein standardmässiges Double-Double auf (23/15). Das andere LA-Team auf Platz 3 im Westen und damit klarer Meisterschaftsanwärter? Alles ganz normal in dieser völlig meschuggenen NBA-Saison.




Lineup des Tages:
G Tony Parker (34 Pts, 14 Ast)
G Rajon Rondo (35 Pts, 6 Ast, 4 Stl)
F Kevin Love (30 Pts, 18 Reb)
F Josh Smith (30 Pts, 17 Reb, 7 Ast, 4 Stl, 3 Blk)
C Marreese Speights (20 Pts, 18 Reb, 10/13 FG)