20 Februar 2012




Knicks 104, Mavericks 97

Ein irre gutes Mittagsspiel in der Association: die brandaktuellen Knicks empfingen den amtierenden Champion Dallas. Jeremy Lin setzte sein elektrisierendes Spiel auch in Spiel 9 seiner Ära fort und führte New York mit 28 Punkten, 14 Assists und 5 Steals (jeweils Career Highs) zum 8. Sieg in den letzten zwei Wochen. Steve Novak war mit 14 Punkten (4 Dreier) im letzten Viertel einer der Helden im MSG, ebenso wie Neuzugang JR Smith (15 Pts, 3 Dreier). Dirk Nowitzki's bestes Saisonspiel (34) war nicht genug, um dem Wahnsinn im Big Apple Einhalt zu gebieten. Nehmt die Knicks ernst!



Heat 90, Magic 78

Ein glühend heisses Miami Heat Team verbrennt zur Zeit einen Gegner nach dem anderen und wirkt momentan unschlagbar. Der Grund: Dwyane Wade (27 Punkte) und Lebron James (25 Punkte, 11 Rebounds, 8 Assists) harmonieren besser als je zuvor und bereiten Matchup-Alpträume, vor allem im Transition-Spiel. Der deutliche Revanche-Sieg gegen Orlando war bereits der 6. konsekutive Erfolg mit zweistelligem Punkteunterschied - nur drei weniger als der teaminterne Rekord von letzter Saison. Die letzte Partie vor der All-Star Pause gegen New York wird Must See TV.

Pacers 108, Bobcats 73

Es passiert ganz selten in der NBA. Aber dieses Duell war beim Stand von 21-2 nach 7 Minuten bereits entschieden. David West (14 Punkte, 3 Blocks) legte früh den Grundstein für Indiana's 9. Heimsieg, Roy Hibbert hatte mit 18 (7-8 FG) und 14 ganz leichtes Spiel unter den Körben, während die Starformation der Bobcraps auf gerade mal 25 Zähler kam. DJ Augustin hatte ein +/- Wert von Minus-44. Wie geht so etwas?

Cavaliers 93, Kings 92

Der erste Pick des Draft-Jahrgangs 2011 gegen den letzten. Kyrie Irving gegen Isaiah Thomas. Der Kings-Rookie durfte zum zweiten Mal in seiner Karriere von Beginn an ran und spielte den Top-Pick mit 23 Punkten, 8 Rebounds und 11 Assists über grosse Strecken an die Wand. Irving aber zog 0.4 Sekunden vor dem Ende das Foul und versenkte die entscheidenden Freiwürfe entspannter als Faultiere in Mittelamerika. Rookie-Kollege Tristan Thompson brillierte mit 15 Punkten, 12 Rebounds und 3 Blocks.

Pistons 96, Celtics 81

Peinlich, peinlicher, Boston Celtics. Der Rekordchamp verlor bereits zum zweiten Mal innerhalb von nur fünf Tagen gegen die Detroit Pistons und entpuppt sich mit 5 Niederlagen aus den letzten 6 zunehmend wie ein Team, dem grosse Veränderungen ins Haus stehen. Greg Monroe wirkte mit 17 und 10 wie ein All-Star Center, den man nicht nominiert hat, während Rodney Stuckey mit 16 Punkten und 15 Freiwurfversuchen eine aggressive Pistons-Linie anführte. Detroit hat 7 seiner letzten 9 gewonnen. Say whaaaa?

Timberwolves 92, Sixers 91

Ein weiteres irre gutes Spiel an einem vollgepackten Sonntag Abend, das alle Erwartungen erfüllte. Kevin Love schüttelte eine bis dahin schwache Leistung mit 12 Punkten im letzten Viertel ab und traf die beiden entscheidenden Freiwürfe 0.1 Sekunden vor Schluss. Ricky Rubio erzielte mit 22 Punkten eine neue persönliche Bestleistung und führte die Wolves zum dritten Sieg in Folge und zurück auf .500 (16-16 Bilanz, Platz 11 im Westen).




Rockets 101, Jazz 85

Al Jefferson und Paul Millsap waren die einzigen Instrumente des Jazz. Luis Scola und Kyle Lowry spielten lauter und erfolgreicher. Der Argentinier (26) und der besinnungslose Spielmacher (32 incl. 7 Dreier und 9 Assists) führten die Raketen in Houston zum bereits 12. Heimsieg. Nur vier Teams (Philadelphia, Miami, LA Lakers, San Antonio) haben in eigener Halle mehr.

Bucks 92, Nets 85

29 Punkte. 25 Rebounds. Nochmal genau nachschauen. Yep, 29/25 von Ersan Ilyasova, der ein überragendes Spiel machte. Nicht nur aufgrund seiner Rebound-Ausbeute, die höher war als die aller Nets-Starter zusammen. Der türkische Forward verteidigte exzellent, traf von aussen und machte eine Reihe wichtiger Plays, wenn es darauf ankam. Nets-Center Brook Lopez machte sein erstes Saisonspiel (9 Punkte in 22 Minuten), konnte aber Saison-Niederlage Nummer 24 für New Jersey auch nicht verhindern.

Suns 102, Lakers 90

Im Duell mit zwei All-Star Big Men auf der anderen Seite war Marcin Gortat der dominanteste auf dem Platz. Der polnische Hammer kontrollierte die Zonen mit 21 Punkten und 15 Rebounds. Jared Dudley (25) kam vorbereitet ins US Airways Center, und Steve Nash zog mit 15 Assists alle Fäden wie ein Puppenspieler. Die Fans waren aus dem Häuschen und frischten Erinnerungen an die guten alten Suns-Tage wieder auf. Bei den Gästen war der Untersatz wieder einmal non-existent.

Thunder 124, Nuggets 118 (OT)

Das Beste zum Schluss. Ein famoses Overtime-Duell zwischen Denver und Oklahoma City, das für gleich mehrere Rekorde gut war. Die Gäste führten eine Minute vor Schluss noch mit 5 Punkten, aber in Kevin Durant's Biest-Modus war heute keine Niederlage eingrogrammiert. Der MVP-Kandidat erzielte insgesamt 51 Punkte (Career High und NBA Season High), Russell Westbrook netzte 40 ein, und als Krönung eines besonderen Basketball-Tages machte Serge Ibaka ein extrem seltenes Block Triple Double klar (14 Punkte, 15 Rebounds, 11 Blocks). Es war das erste überhaupt in der Franchise-Geschichte (inkl. Seattle). OKC bleibt im Westen das Maß aller Dinge.




Lineup des Tages:
G Russell Westbrook (40 Pts, 9 Ast)
G Jeremy Lin (28 Pts, 14 Ast, 5 Stl)
F Ersan Ilyasova (29 Pts, 25 Reb)
F Kevin Durant (51 Pts, 19-28 FG, 8 Reb, 4 Stl)
C Serge Ibaka (14 Pts, 15 Reb, 11 Blk)