09 Februar 2012




Cavaliers 99, Clippers 92

Die Vorzeichen waren nicht gut für die Hausherren, die auf ihren verletzten PG Kyrie Irving (Gehirnerschütterung) verzichten mussten. Ramon Sessions sprang aber in die Bresche und führte die Cavs mit einer dominanten Darbietung (24 Pts/13 Ast) zum 99-92 Heimsieg gegen auf ganzer Linie enttäuschende Clippers. Heimkehrer Mo Williams leistete sich im vierten Abschnitt mehrere katastrophale Patzer und sabotierte so den Comeback-Versuch der Gäste. Antawn Jamison erwischte mit 27 Punkten einen Sahnetag. Cleveland traf 50% seiner Würfe.

Magic 102, Heat 89

Bad Heat. Die Leistung des amtierenden Eastern Conference Champions war heute unter aller Sau. Keine Ballbewegung, statisch, widerlich anzuschauen. Die altbekannten Krankheiten eines Teams, das wohl nie über längere Strecken so dominieren wird, wie es das muss angesichts der geballten Starpower. Orlando, allen voran Ryan Anderson (24 Punkte in Halbzeit 1) und Dwight Howard (Double-Double schon im ersten Viertel), ritt sein Inside-Outside Spiel dagegen geschmeidig wie Winnetou und Illtschi, traf 17 Dreier bei 42 Versuchen und demonstrierte einmal mehr, dass Miami von aussen leicht zu knacken ist, wenn die Würfe fallen.

Spurs 100, Sixers 90

Der Spurs-Express rollt. San Antonio, das am Montag seinen berühmt-berüchtigten jährlichen Rodeo-Trip angetreten hat, gewann das Duell zweier Verfolger in Philadelphia deutlich dank Tony Parker, der wohl unbedingt zum All-Star Game mitwill. Der Franzose explodierte für 37 Punkte und führte die Spurs zu ihrem 6. Sieg in Folge. Und am Wochenende kommt auch noch Manu Ginobili von seiner langwierigen Handverletzung zurück. Schwere Zeiten für Spurs-Gegner.

Knicks 107, Wizards 93

Lin-Sanity, es hört einfach nicht auf. Das Knicks-PG-Märchen setzte sich auch in der US-Hauptstadt fort, wo der Shooting Star der Saison seine 'Bockers mit 23 Punkten und 10 Assists zum 3. Sieg in Serie führte. Es war bereits das dritte 20+ Spiel für den Taiwanesen, der im New Yorker Angriff endlich macht, was bisher gefehlt hat: Penetration, Teambasketball, den Angriff leiten. Steve Novak traf 5 Dreier und Tyson Chandler übernahm ohne Amare Stoudemire und Carmelo Anthony die Scoring-Arbeit (25 Pts/11 Reb).

Bucks 105, Raptors 99

Toronto überlebt ohne seinen einzig konstanten Scorer Andrea Bargnani, der immer noch verletzt ausfällt, in etwa genauso gut wie die Dinos den letzten Meteoriteneinschlag auf der Erde. Milwaukee reichte eine mittelmässige Darbietung zum Auswärtssieg, weil Carlos Delfino (6 Dreier, 25 Pts) von aussen heiss lief und Drew Gooden (20/14) die Bretter kontrollierte.

Hawks 97, Pacers 87

Atlanta hatten diesen Heimsieg nach zuletzt drei Pleiten in Folge dringend gebraucht. Josh Smith offenbarte mal wieder sein irres All-Around Game (28 Pts/12 Reb/5 Stl/3 Blk) und demonstrierte eindrucksvoll, warum er ins All-Star Team gewählt werden muss. Tracy McGrady und Kirk Hinrich entzündeten mit zusammen 30 Punkten den Funken von der Bank. Indiana hatte dem heute nicht viel entgegen zu setzen, bleibt aber in der Tabelle knapp vor den Hawks.

Pistons 99, Nets 92

Not gegen Elend in der Kältekammer Prudential Center. Die einzigen Lichtblicke: Deron Williams (34 Punkte), der zum ersten Mal überhaupt in seiner Karriere gegen die Pistons verlor. Greg Monroe (20/12), der sich heimlich, still und leise zu einem der besten Center der Liga entwickelt. Und 29 Assists der Gäste, bei denen gleich sechs Spieler zweistellig punkteten. New Jersey machte es ihnen aber auch zu einfach.

Bulls 90, Hornets 67

Beweis für den erschreckenden Qualitätsunterschied zwischen den Hornets und den Bulls gefällig? An einem Abend, an dem der amtierende MVP Derrick Rose mickrige 6 Punkte und 6 Assists auf die Reihe bekam, gewann sein Team gegen völlig überforderte Gastgeber mit 23 Punkten Vorsprung. Wenigstens nahm es Spieleransager Will Ferrell mit Humor: Carlos Boozer lebt immer noch bei seiner Mom, Luol Deng sammelt seltene Vögel und Marco Belinelli hasst italienisches Essen.

Grizzlies 85, Timberwolves 80

Der Impact von Kevin Love auf das komplette Spiel der Timberwolves ist gravierend. Ohne seinen All-Star Forward hatte Minnesota zum zweiten Mal in Folge massive Offensivprobleme - einwandfrei dokumentiert durch Rubio's Career Low 1 Assist. Mike Conley dominierte auf subtile Art und Weise die Guards der Wölfe, Rudy Gay war mit 19 Punkten Topscorer, und Mareese Speights entscheidender Mann dank 8 Offensivrebounds, die sein Team zu einfachen Zählern im Nachsetzen nutzte.

Mavericks 105, Nuggets 95

"Ein Sieg. Endlich ein Sieg", freute sich ein sichtlich erleichterter Dirk Nowitzki nach der Partie. Der amtierende Finals MVP scheint langsam in Form zu kommen und wirkt nach seiner Extrapause, um Kondition zu bolzen, wieder fit. Zwar noch nicht in Playoff-Verfassung, aber die Unterschiede im Vergleich zum Dezember/Januar sind gravierend. In einer guten, fixen Western Conference Partie konnten sich am Ende die Mavericks dank Nowitzki (25/9) und Vince Carter (17 Pts, 8 Ast) durchsetzen und den Rückstand auf die Spurs bei 2.5 halten.

Rockets 103, Trail Blazers 96

Houston's Bankmob holte mit 66 Punkten die Kohlen aus dem Feuer. Die Rockets mussten einen kleinen Schock verdauen, als Kyle Lowry (Arm) verletzt das Spielfeld verliess. Die Reservisten sorgten aber dafür, dass das in Portland keine allzu grosse Rolle spielte. Chase Budinger zeigte mit 22 Punkten seine beste Saisonleistung, Patrick Patterson neutralisierte All-Star Forward Lamarcus Aldridge (5-14) nahezu komplett, und die Trail Blazers verloren erst zum dritten Mal in dieser Saison im heimischen Rose Garden.