09 Februar 2012



Rivalry Week und das wichtigste Duell im College-Basketball. North Carolina gegen Duke. Hund gegen Katze. Gut gegen Böse. Und was für ein irres Spiel!

Duke lag die gesamte zweite Halbzeit im Hintertreffen, bevor Blue Devils Freshman Austin Rivers, Sohn von Boston Celtics Coach Doc Rivers, den entscheidenden Buzzer Beater Dreier zum 85-84 Endstand versenkte.

Der eiskalte Todesschütze Rivers dürfte sich nach seinem Monsterspiel unter dem nationalen Spotlight in den Notizzetteln der NBA-Scouts noch weiter nach oben geschossen haben. Eins ist sicher: wer ausgerechnet in diesem Klassiker seine Karrierebestleistung aufstellt und sein Team im Alleingang zum Sieg willt, an dessen Namen erinnert man sich. Rivers, ein treffsicherer Guard, war den ganzen Abend on fire und beendete die Partie mit 29 Punkten (6 Dreier). Keiner wichtiger als der arrogante Siegtreffer am Ende eines 13-2 Laufs, mitten hinein ins azurblaue Tar Heels Herz.

Dabei hatte North Carolina über weite Strecken die Partie vollständig dominiert, knapp zwei Minuten vor Schluss sogar noch mit 10 Punkten geführt. Dank mehrerer Runs war der Vorsprung ruckartig angewachsen, nachdem Top-Talent Harrison Barnes in der zweiten Hälfte auftaute und seine NBA-Klasse unter Beweis stellte (25 Punkte). Auch Forward/Center Tyler Zeller (23 Punkte/11 Rebounds) demonstrierte zunächst, warum er in sämtlichen NBA Mock-Drafts unter den Top 14 weggeht.

Dann aber avancierte Zeller zum tragischen Helden. Erst tippte er einen Duke-Dreier ins eigenen Netz, dann verfehlte er vorne einen von zwei Freiwürfen zum sicheren Sieg. Zu allem Überfluss fand sich Zeller dann auch noch Auge in Auge mit Rivers wieder, knapp 5 Sekunden vor Schluss, draussen im Niemandsland an der Dreierlinie. Der blaue Teufel legte sich den Big Man zurecht, drückte mit seinem heissen Händchen ab und... bescherte Duke den spektakulären Ein-Punkt Sieg in North Carolina. Eiskalt, der Junge!