08 März 2012




Sixers 103, Celtics 71

Eine mächtige Klatsche setzte es für die Boston Celtics, ausgerechnet beim Division-Rivalen Philadelphia. Die Sixers dominierten von der ersten Minute an und führten schon nach Q1 mit 16 Punkten. Sophomore Evan Turner machte mit 26 Punkten und 9 Rebounds in seinem zweiten Start der Saison das beste Spiel seiner Karriere. In einem genialen Schachzug brachte Coach Doug Collins seinen Starting PF Elton Brand von der Bank. EB dominierte mit 18/9 in nur 28 Minuten und führte Philly zum dringend benötigten und nie gefährdeten Heimsieg. Der Vorsprung auf die Celtics an der Atlantic-Spitze beträgt jetzt 2 Siege.

Wizards 106, Lakers 101

Nur drei Tage hat es gedauert, bis die Lakers nach dem überzeugenden Sieg gegen Miami das ganze Vertrauen in ihre Stärke wieder verspielt haben. Nach der knappen Overtime-Niederlage gestern in Detroit leistete sich der Abo-Meister eine peinliche Schlappe, ausgerechnet beim Kellerkind in Washington. Und das nach eigener 21-Punkte Führung im Q3. Kobe Bryant verfehlte nach guter erster Hälfte 18 seiner letzten 23 aus dem Feld, und das ganze Team folgte seinem schlechten Beispiel mit einer insgesamt unterirdischen Leistung in Halbzeit zwei. Roger Mason machte mit 4 Dreiern den Unterschied, ebenso wie Career Highs von Kevin Seraphin (14 Punkte), Trevor Booker (17 Rebounds, davon 8 offensiv) und Nick Young (6 Assists, was in etwa seinem gesamten Monats-Output entspricht).

Jazz 99, Bobcats 93

Boris Diaw wird nicht mehr für Charlotte auflaufen, nachdem er lautstark einen Trade oder Buyout eingefordert hat. Ohne den Franzosen waren die Gastgeber auf Biyombo, DJ White und BJ Mullens unter den Körben angewiesen. Jazz-Center Al Jefferson bedankte sich artig und führte Utah mit überragenden 31 Punkten, 19 Rebounds und 5 Assists zum deutlicheren Sieg, als das Endergebnis letztendlich impliziert. Big Al spielte mit Biyombo unter den Körben Katz und Maus und zeigte dem Rookie das kleine Einmaleins des NBA-Center-Spiels. Utah hat mit 4 Siegen aus 5 einen kleinen Lauf und hat sich bis auf einen an die Western Conference Playoff-Plätze heran gespielt.

Heat 89, Hawks 86

Ein glänzend aufgelegter Lebron James reichte Miami heute aus, um gegen Atlanta den 11. Heimsieg in Folge einzufahren. LBJ erzielte 31 Punkte und 11 Rebounds und brachte seine Heat mit einem 10-Punkte Q3 wieder ins Spiel zurück. Atlanta, das wieder einmal ohne Joe Johnson und Al Horford antreten musste, führte dank Josh Smith (23) und Jeff Teague (16) lange, verfehlte aber durch Pargo den Dreier zum Ausgleich mit der Schlusssirene. Dwyane Wade, in Utah noch tragischer Held mit dummen Fouls und einem verfehlten Freiwurf kurz vor Schluss, setzte den Deckel drauf mit 3 Assists und zwei erfolgreichen Foul-Würfen in der letzten Spielminute.

Bulls 106, Bucks 104

Wie nett von Derrick Rose, sich dem Central Division Rivalen in Milwaukee noch einmal vorzustellen. Gestatten, amtierender MVP. Danke für die Gastfreundschaft. Der Bulls Guard zertrampelte Brandon Jennings und die Hirsche mit 30 Punkten, 8 Rebounds und 11 Assists und gewann obendrein die Partie mit dem entscheidenden Buzzer Beater - einem klassischen Iso-Jumpshot in die Fresse aus knapp 7 Metern Entfernung. Die Bulls benötigten seine Extraleistung an einem Abend, an dem Ersan Ilyasova mit 32 Punkten eine neue persönliche Bestleistung aufstellte. Joakim Noah war mit 20/10 der Robin zu Rose's Batman und verhalf Chicago zum 8. Sieg in Folge.




Raptors 116, Rockets 98

Was auch immer für Kevin McHale und die Houston Rockets bis zur All-Star Pause funktioniert hat, geht nicht mehr. Houston verlor in Toronto bereits zum 5. mal in Folge und fällt schnell aus dem Western Conference Playoff Rahmen. Kevin Martin ist nicht wieder zu erkennen (nur 7 Punkte) und gilt als sicherer Tradekandidat. Sicher ist, dass die Rockets eine Veränderung oder zwei gebrauchen können, so wie sie heute von den Dinos im Q4 übermannt wurden. Jose Calderon (17 Punkte, 12 Assists) und Topscorer DeMar DeRozan (23) sorgten für den 4. Raptors-Sieg in den letzten 7.

Timberwolves 106, Trail Blazers 94

Kevin Love war zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage mehr, als Portland handhaben konnte und schickte einen weiteren Western Conference All Star Forward frustriert in die Kabine. Lamarcus Aldridge geriet gegen einen aggressiven Love früh in Foulprobleme und musste von der Bank aus zusehen, wie sein Team in Minnesota früh auf die Verliererstrasse geriet. Love dominierte mit 29 und 16 einmal mehr die Bretter, auch weil ihm sonst kein Blazer das Wasser reichen konnte. Minnesota behauptet mit 8 Siegen aus den letzten 11 einen nicht für möglich gehaltenen Playoff-Platz im wilden Westen. Portland hat jegliche Identität verloren und könnte auf diesem langen Auswärtstrip noch stärker durcheinander gewirbelt werden.

Thunder 115, Suns 104

Phoenix sah 32 Minuten lang wie der lockere Sieger aus, führte im Q3 bequem und deutlich 84-68. Dann besann sich OKC auf seine Heimstärke und erinnerte sich daran, dass man in der eigenen Chesapeake Energy Arena erst 1 Partie überhaupt verloren hatte. "Ich denke, wir können immer zurück kommen, vor allem zu Hause", beschreibt Kevin Durant das Selbstvertrauen seines Teams. Gesagt, getan. KD (30), Westbrook (31) und James Harden (30, neue persönliche Bestleistung) erzielten insgesamt 91 Punkte. Serge Ibaka dominierte inside mit 18/20 und 3 Blocks, und Oklahoma baute mit seinem 9. Sieg aus 10 den eigenen Vorsprung an der WC-Spitze auf jetzt schon 4.5 Siege vor den zweitplatzierten San Antonio Spurs aus.

Nets 101, Clippers 100

Deron Williams karrte sein Team über 47 Minuten bis zum entscheidenden Angriff kurz vor dem Ende. Dann fand der All-Star Guard einen völlig freien Jordan Farmar auf dem rechten Flügel, und der versenkte den entscheidenden Dreier 0.2 Sekunden vor Schluss zum 1-Punkt-Sieg. In einem traditionell harten und teilweise unfair geführten Duell lieferten sich Williams (21/10) und Chris Paul (22/10) sowie Blake Griffin (28/17) und Kris Humphries (12/11) packende Eins gegen Eins Duelle. Ein paar erneute Crunchtime-Blackouts der Gäste machten einmal mehr den Unterschied für plötzlich abrutschende Clippers.




Cavaliers 100, Nuggets 99

Es waren noch 15 Sekunden auf der Uhr, und Cleveland lag mit einem Punkt im Rückstand. Denver presste gegen Kyrie Irving, was die Beine hergaben. Der Cavaliers-Rookie blieb aber cool wie Eispacks, sprengte die Full-Court Defensive und versenkte den entscheidenden Korbleger 4 Sekunden vor dem Ende - bereits sein dritter Gamewinner in einer beeindruckenden Freshman-Saison, die ihm den ROY-Titel einbringen wird. Irving erzielte 10 seiner 18 Punkte in den letzten 150 Sekunden der Partie. Antawn Jamison setzte sein gutes Spiel fort und war vor allem vor der Pause mit 26 seiner 33 Punkte der Garant für den späteren Erfolg der Edelmänner.

Spurs 118, Knicks 105

Zu behaupten, dass die Knicks ihre pre-ASG 'Linsanity' gerne zurück hätten, wäre eine Untertreibung epischen Ausmaßes. Seitdem Carmelo Anthony und Jeremy Lin zusammen spielen, hat NY 6 von 9 Partien verloren und jeglichen Zauber von Anfang Februar eingebüsst. Währenddessen spazieren die Spurs einem weiteren Division Titel entgegen und profitieren, wie so häufig, auf dem Weg dorthin vom Weltklasse-Spiel eines Tony Parker. Der Franzose (32 Punkte) sezierte die Knicks-Defensive mit dem Pick'n'Roll und ständigen Drives zum Korb, wo er von Tyson Chandler's Abwesenheit sichtlich profitierte. San Antonio (26-12) bleibt in der Southwest Division obenauf und hinter Oklahoma City im Westen auf Platz 2.

Kings 99, Hornets 98

Ausgerechnet der kleinste Mann auf dem Feld wurde zum grossen Helden: Kings-Rookie Isaiah Thomas klaute 10 Sekunden vor dem Ende einen Hornets-Einwurf und fütterte John Salmons für den entscheidenden Korbleger zum knappen 99-98 Heimsieg vor elektrisierten Fans in der Arco Arena. Es war ein seltenes Erfolgserlebnis für Sacramento, das 10 seiner letzten 12 Partien verloren hatte. Marcus Thornton war mit 25 Punkten bester Werfer der Hausherren. Jimmer Fredette erhielt mit 28 Minuten die längste Spielzeit seit Ende Januar.




Grizzlies 110, Warriors 92

Rudy Gay (26 Punkte, 12 Rebounds) hatte zwar einen grossen Abend, aber Marc Gasol war der entscheidende Mann. Nicht nur aufgrund seiner 17/12, sondern weil er dank seiner physischen Präsenz die Warriors innen total zermürbte und die Partie nach dem Seitenwechsel kippen liess. Die Grizzlies spielten ihren bewährten Team-Basketball (fantastische 33 Assists) und kauften den Warriors in der Defensive den Schneid ab - was zu 32 einfachen Fastbreak Punkten führte. Der Qualitätsunterschied zwischen den Bären und den Dubs war offensichtlich. Memphis hat 9 von 10 gewonnen und sich im Westen auf Platz 3 geschlichen. Erinnerungen an letzte Saison werden wach...


Lineup des Tages:

G Derrick Rose (30 Pts, 8 Reb, 11 Ast, 14-14 FT)
G Russell Westbrook (31 Pts, 10 Ast, 4 Stl)
F Lebron James (31 Pts, 11 Reb, 2 Blk)
F Antawn Jamison (33 Pts, 9 Reb)
C Al Jefferson (31 Pts, 19 Reb, 5 Ast)