18 März 2012




Clippers 95, Rockets 91

Der Einfluss von Chauncey Billups machte sich direkt bemerkbar. Der verletzte Clippers-Veteran konnte mit Gipsfuss und Krücke zwar nur auf der Bank Platz nehmen, aber LAC gewann zur Abwechslung einmal ein enges Spiel und stoppte so einen zuletzt hässlichen Trend. Chris Paul, der sich in Halbzeit eins wie gewohnt zurück hielt und seine Nebenleute in Szene setzte, übernahm in den letzten Minuten das Kommando. CP3 erzielte 12 seiner 23 Punkte in den letzten 2:30 Minuten der Partie und den vorentscheidenden Lay-in 24 Sekunden vor Schluss. Blake Griffin (18) und Randy Foye (15) waren ebenfalls maßgeblich am erst 3. Sieg in den letzten 8 Spielen beteiligt. Neuzugang Nick Young wurde nicht eingesetzt.

Knicks 102, Pacers 88

Schwieriger Auswärtstest für die neu zusammengestellten Knickerbockers beim Conference-Rivalen Indiana, nur einen Tag nach dem 115-100 Heimsieg gestern im Madison Square Garden gegen die selben Pacers. New York kam flach aus der Kabine und kassierte 35 Punkte im Q1, besann ich aber schon bald auf seine grösste Stärke: Defense! Angeführt von Tyson Chandler (9 Rebounds, 2 Steals, 3 Blocks) nahmen die Gäste das Heft in die Hand. Jeremy Lin führte mit 19 Punkten, 7 Rebounds und 6 Assists glänzend Regie, Amare Stoudemire und Carmelo Anthony erzielten jeweils 16. Am schwersten zu schlagen sind die Knicks aber, wenn der Ball vorne läuft, wenn das hohe Pick 'n' Roll zu gutem Ball Movement und freien Würfen für's ganze Team führt. Die Ersatzbank erzielte insgesamt 34 und war am dritten Knicks-Sieg unter dem neuen Coach Mike Woodson entscheidend beteiligt. Riecht nach einem kleinen Run in den nächsten Tagen?

Hornets 102, Nets 94

Vielleicht wollen die Nets ja doch noch irgendwie versuchen, den eigenen Draftpick unter den Top-3 zu platzieren, um ihn nicht nach Portland schicken zu müssen. Noch ein paar solcher Implosionen im letzten Viertel, und man müsste New Orleans in den Standings sogar noch vorbei ziehen lassen. Deron Williams (20/12) gab zwar sein Comeback nach auskurierter Wadenverletzung und Neuzugang Gerald Wallace (11) sein Debut im Nets-Trikot. Das Heimteam tuckerte einem gemütlichen Sieg entgegen, ehe die Hornissen dann aber im letzten Spielabschnitt wild zustachen. Chris Kaman und Marco Belinelli (je 20 Punkte) waren die Hauptakteure eines 32-12 Schlussviertels und katapultierten NO zum 7. Sieg in den letzten vier Wochen.

Bulls 89, Sixers 80

Chicago sah im ersten Viertel genauso schlecht aus wie bei der peinlichen Niederlage gestern gegen Portland. Dann erinnerte sich CJ Watson, dass er vor wenigen Jahren in Golden State der effektivste Volume-Scorer im Team war. Watson ersetzte den verletzten Derrick Rose als Point Guard und führte die Bulls mit 20 Punkten zum Sieg. Taj Gibson revitalisierte die Bullen nach 14-Punkte Rückstand vor der Pause, und Joakim Noah kontrollierte nach dem Wechsel die Bretter (53-39 Vorteil CHI). Über die Defensive fand die windige Stadt schliesslich wieder ins Spiel und in die W-Spur zurück. Chicago hat in der regulären Saison seit mehr als einem Jahr nicht mehr zwei Spiele in Folge verloren.

Bobcats 107, Raptors 103

DJ Augustin duellierte sich den ganzen Abend über mit seinem Pendant auf der anderen Seite, Jerryd Bayless. Am Ende gewann Augustin nicht nur das direkte Duell ganz knapp, sondern führte die Bobcats dank seiner besten Saisonleistung auch noch zu einem ganz seltenen Sieg. Der 24-Jährige erzielte 23 Punkte und verteilte 11 Assists. Corey Maggette traf 14 von 14 Freiwürfen, und Gerald Henderson war mit 24 Zählern der Topscorer für die Rotluchse, die sich mit ihrem 7. Sieg der Saison an die All-Time Negativmarke heran pirschen. Es fehlen nur noch 3 Siege, um dem zweifelhaften Ruhm zu entgehen.

Mavericks 106, Spurs 99

Dallas wusste, dass es gegen das zweitbeste Team der Western Conference eine Topleistung abliefern müsste, um zu bestehen. Dirk Nowitzki nahm die gesamte Verantwortung auf seine Schultern und zeigte die Emotionen, die man in den letzten Wochen bei den Mavericks vermisst hatte. Der All-Star Forward war mit 27 Punkten Topscorer der Partie und gab beim Start-Zielsieg der Mavs den Ton an mit seiner aggressiven Art. Dallas war das schärfere Team und profitierte von der Kaltschnäuzigkeit des langen Deutschen, der einen wichtigen Korb nach dem anderen erzielte. Rodrigue Beaubois (16 Punkte, 8 Rebounds) und Jason Kidd mit dem 486. Double Double seiner Karriere (14 Punkte/10 Assists) machten die 3-0 Woche der Pferdchen perfekt. Der erbärmliche Post-ASG Run mit 7 Niederlagen in 9 Partien ist vergessen. Nächsten Freitag steigt das Rematch in San Antonio.

Jazz 99, Warriors 92 (OT)

Al Jefferson konnte nicht spielen. Derrick Favors sprang als Starter in die Bresche und stellte mit 23 Punkten und 17 Rebounds neue persönliche Bestleistungen auf. Utah gewann dank Favors (4 Punkte in der Verlängerung) sein 6. Heimspiel in Folge und rückte näher an Houston heran im Kampf um Platz 8 in der Western Conference (1.5 Siege Rückstand). Der Jazz hat seit der All-Star Pause 7 von 10 gewonnen, bekämpft sich aber in einem verzwickten Ereignisablauf jedes mal selbst, wenn er gegen Golden State gewinnt (der Warriors-Pick, der nach Utah wandern muss, ist Top-7 geschützt). Enes Kanter griff sich 13 Rebounds in 20 Minuten von der Bank.

Nuggets 98, Celtics 91

Kenneth Faried. Der Nuggets-Rookie, für den George Karl vor der Saison eigentlich gar keine Spielzeit vorgesehen hatte, ist aus dem Spiel der Klumpen nicht mehr wegzudenken und lässt den abgewanderten Nene nach nur einer Partie vergessen. Faried spielte härter als das gesamte Celtics-Team, erzielte mit 16 Rebounds (davon 11 vor der Pause und 5 in den letzten Minuten des Schlussviertels) eine neue persönliche Bestleistung und war mit 18 Punkten zweitbester Scorer hinter Danilo Gallinari. Es war bereits das 6. Double-Double in den letzten 13 Spielen für Faried, dessen schier unendliche Energie ansteckend ist. Obwohl er 5-5 aus dem Feld und alle 8 Freiwurf-Versuche traf, sagte der Rastamann anschliessend: "Ich bin nicht zufrieden. Ich will besser werden." Macht der Witze? Denver jetzt 7-3 seit der All-Star Pause.


Lineup des Tages:

G DJ Augustin (23 Pts, 11 Ast, 3 Stl)
G Chris Paul (23 Pts, 5 Ast, 5 Stl, 8-8 FT)
F Kenneth Faried (18 Pts, 16 Reb, 5-5 FG, 8-8 FT)
F Dirk Nowitzki (27 Pts, 6 Reb, 4 Ast)
C Derrick Favors (23 Pts, 17 Reb, 9-9 FT)