21 März 2012


Schiff sinkt: Erinnert sich noch einer an LA Clippers Contender Diskussionen vor wenigen Wochen? Ich mich auch nicht. Los Angeles hat seit dem All-Star Wochenende 8 von 14 Partien verloren und fällt in den Standings weiter ab. Nur noch 2.5 Siege Vorsprung vor Platz 9, horrende Freiwurfquoten und ganz mieser Basketball dank planlosem Coaching von Vinny "IchhabekeineAhnungwasichhiereigentlichmache" del Negro verheissen nichts Gutes für die verbleibenden fünf Wochen.

Run-DMC: Kings Big Man DeMarcus Cousins hatte gestern wieder einen seiner guten Tage und terrorisierte Marc Gasol und die Grizzlies mit 23 Punkten in 25 Minuten. Cousins war so überragend, dass ihm Keith Smart im Q4 sogar seinen Anzug überreichte und ihm kurzzeitig das Coaching überliess. Die Kings haben innerhalb von 5 Tagen gegen Boston, Minnesota und Memphis gewonnen.




Buyout-Bulette: Boris Diaw hat sich letztendlich durchgesetzt und lässt sich von den Bobcats aus seinem Vertrag heraus kaufen. Nachdem die Luchse ihn mit ein paar Pfund extra Gewicht ins Camp gebeten hatten, um die schwach besetzte Center-Position zu übernehmen, nahm es Boris mit den extra Pfunden ein wenig zu genau und futterte sich die Bundweite eines Fesselballons an. Seine Low Post Playmaker Skills sind bei einem Veteranen-Team mit erfahrenen Scorern aber gerne gesehen. San Antonio und Boston sind scharf auf den filigranen Dickwanst aus Paris.

Jekyll & Hyde: die LA Lakers. Zeigt mir ein zweites Team mit derart ausgeprägten bipolaren Störungen, und ich zeige Euch wo es in Los Angeles schneit. Nicht nur die eklatanten Home/Away Splits (19-3 im Staples Center, 9-15 auswärts), sondern vor allem die manisch-depressiven Phasen während einer Partie sind faszinierend. Gestern hatte Lila-Gold in Houston alles im Griff, führte schon nach Q1 mit 15. Dann flog Bynum vom Feld, Coach Brown ging mit dem Gameplan weg vom besten Mann auf dem Platz (Sessions) und hin zu Kobe Bryant Helden-Backsteinen. Houston gewann dank einer fulminanten Schlussphase 107-104. LA guckte dumm aus der Wäsche.

Hot Jazz on the Platter: 4 Siege in Folge und 5 aus 6. Utah ist zurück im Playoff-Geschäft dank starker D (9-42 FGs für Kobe und Durant in back-to-back Siegen) und balancierter O (6 Spieler zweistellig beim Sieg gestern gegen Oklahoma City).

Zeitmaschine: Jamaal Tinsley stieg vor der Partie in seinen Zeitmaschinen-Whirlpool und kam später als 'Mel Mel the Abuser' wieder heraus. Tinsley zeigte das volle Arsenal seines erfolgreichen Streetball Alter Egos, inklusive old school Post Moves und seine patentierten durch-die-Beine-Dribblings. Nazr Mohammed hat offensichtlich keine And-1 Mixtapes zu Hause.




Tanking in Perfektion: einen Lehrfilm in Sachen "Wie schenkt man eine ehemals vielversprechende Saison im Eiltempo her um im Draft so hoch wie möglich picken zu können" präsentieren die aktuellen Portland Trail Blazers. Viel deutlicher als die Blazers-Ersatzbank (2-29 FG, 5 Turnovers, 1 Assist) kann man den Mittelfinger nicht präsentieren.

What a difference: ... a Coach makes. Sind das die gleichen Knickerbockers, die unter D'Antoni uninspiriert und gleichgültig wirkten? New York hat zwar immer noch einen Mike an der Seitenlinie, aber der neue (Woodson) scheint alles richtig zu machen, was der alte (D'Antoni) nicht konnte. NY präsentiert sich seit dem Wechsel rundumerneuert und auf einer Mission. Während des aktuellen 4-0 Runs wurden die Gegner mit durchschnittlich 22.5 Punkten abgefertigt. Mindestens fünf Spieler punkten Abend für Abend zweistellig, im Schnitt verteilen die Knicks 24 Assists pro Partie. Carmelo Anthony gibt sogar offen zu, dass er sich unter Woodson mehr reinhängt. Das heutige Duell gegen Philly hat Division-Titel Implikationen.

The Fish that saved OKC: Derek Fisher, der von den Thunder und Heat umgarnt wurde, ist nach Oklahoma City geschwommen und wird dort heute einen neuen Vertrag als Backup von Russell Westbrook unterzeichnen. Das obligatorische Playoff-Aufeinandertreffen gegen die Los Angeles Lakers wird von der Ligazentrale bereits in die Wege geleitet.