19 März 2012


Milwaukee hat sich nach der All Star Pause als eines der konstantesten und erfolgreichsten Teams der Liga etabliert. Das Spiel von Drew Gooden ist dafür hauptsächlich mit verantwortlich. Das 30-jährige Bartmodel kommt als Starter in dieser Saison auf 18/8 im Schnitt und hat den abgewanderten Andrew Bogut vergessen lassen. Der bullige Forward/Center führte die Böcke zu einer weiteren 3-0 Woche und legte im Schnitt ein knappes Fast Triple Double auf's Parkett: 18 Punkte, 10 Rebounds, 8 Assists pro Abend. Beim Heimsieg gegen Cleveland demonstrierte Gooden mit 15/10/13 seine ganze Vielseitigkeit - und verbuchte das zweite Triple Double seiner Karriere. In Toronto profitiert Jerryd Bayless vom verletzungsbedingten Fehlen des etatmässigen Spielmachers Jose Calderon und könnte den Spanier mit weiteren ähnlich produktiven Wochen auf's Abstellgleis befördern. Bayless erzielte 23.3 Punkte und 8 Assists im Schnitt. Dank seiner Leistungen gewannen die Raptors zwei ihrer vier Auswärtspartien, darunter einen Krimi in Memphis, bei dem der Guard mit 28 Punkten und 9 Assists zum Matchwinner avancierte. Bayless hat in den letzten beiden Jahren immer wieder bewiesen, dass er der Starting Point Guard Rolle mehr als gewachsen ist. Es riecht nach Calderon-Trade im Sommer. Topscorer in der Eastern Conference war in den letzten 7 Hawks-Flügel Joe Johnson. Der All-Star erzielte 28.8 Punkte pro Partie bei 57% aus dem Feld und 59% von jenseits der Dreierlinie. JJ war ausserdem noch bester Passgeber mit 5.4 Assists. Atlanta behauptet Tabellenplatz 6.

Irgendwie taucht der Name Andrew Bynum seit der All-Star Pause nonstop in den POWs auf. Zurecht, denn der Lakers-Center agiert in Schüben wie der beste Fünfer der Liga - Dwight Howard mit inbegriffen. Der 24-Jährige setzte sein unaufhaltbares Low Post Game fort und dominierte die Zonenbereiche unter den Körben. Seine 27.5 Punkte und 14.8 Rebounds im Schnitt bei 66% aus dem Feld waren im wilden Westen das Maß aller Dinge. Vor allem dem 37/16 Spiel gegen Memphis drückte Bynum seinen Stempel auf. Solange AB gesund bleibt, bleibt LA im Meisterschaftsrennen. Auch San Antonio kann sich berechtigte Titelhoffnungen machen dank dem teaminternen MVP Tony Parker. Der kleine Franzose setzt heimlich, still und leise die beste Profisaison seiner Karriere fort. San Antonio gewann 3 von 4 Partien, darunter auch das Spitzenspiel gegen den Führenden der Conference, Oklahoma City. Parker war in jeder Partie Topscorer oder bester Passgeber seines Teams und passt sein Output auf dem Platz der jeweiligen Situation an (25 PPG, 9.3 APG, 55% FG). Mit seinen mittlerweile 29 Jahren hat Parker das NBA Point Guard Spiel gemeistert und gehört zu den besten seines Fachs. Dirk Nowitzki spult derweil mit penibler deutscher Präzision ein 27-Punkte Spiel nach dem anderen ab und revitalisiert Dallas im Kampf um die Playoff-Plätze. Nachdem es eine ganze Zeit lang so ausgesehen hatte, als würden die Mavericks sogar um die Playoffs bangen müssen, konnte Dirk's minimalistisch effizientes Spiel (52% FG, 47% Dreier, 90% FT) die tiefen Sorgenfalten auf der Dallas-Stirn etwas glatter hobeln. Die Mavs klettern nach 3-0 Woche in den Standings wieder nordwärts.