02 April 2012


Zu wenig, zu spät? Es hat lange gedauert, bis sich Deron Williams und die nach dem Wallace-Trade neu formierten New Jersey Nets zu einer kleinen Einheit zusammen gefunden haben. Die erfolgreiche 3-1 Woche mit Siegen gegen Indiana, Golden State und Sacramento kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass eine weitere Saison ohne Playoff-Teilnahme mögliche Abschiedsgedanken in D-Will auslöst. Wäre verheerend für NJ, denn der 27-jährige Bulldozer zählt zu den besten Einsern der Liga, auch wenn das im Sumpf fast niemand mitbekommt. Nicht viele können auf ein 30/9 Spiel mal eben so 20 Assists folgen lassen. Im Schnitt waren es 18.8 Punkte, 13.8 Assists und 1.8 Steals für den grössten Namen auf dem kommenden Free Agent Markt. Für grosses FA-Theater hatte seinerzeit auch Carmelo Anthony gesorgt. Heutzutage ist er der letzte verbliebene Superstar in New York, wo Amare und J-Lin verletzt zuschauen müssen. Iso-Melo schulterte die Extra Verantwortung in gewohnter Stepup-Manier und führte die Knicks mit durchschnittlich 27 Punkten, 7.5 Rebounds, 2.8 Assists und 2 Steals zu drei Siegen aus vier Partien und einem 2.5 Spiele Vorsprung vor den Milwaukee Bucks. Zuguterletzt noch Copy-Paste: Josh Smith, der wieder einmal die vielseitigste und Fantasy-freundlichste Statline der Woche ablieferte. Smoove kam auf 26.5 Punkte, 10 Rebounds, 3.8 Assists, 1.5 Steals und 1.1 Blocks pro Partie bei für ihn fantastischen 50% aus dem Feld und lieferte so ganz nebenbei zwei der beeindruckendsten Einzelspiele des Monats ab: 30-18-5 in Milwaukee. Und 34-9-5 in nur 35 Minuten gegen die Sixers. Atlanta bleibt im Osten auf Platz 6, mit realistischen Chancen auf Heimvorteil und Platz 3. Definitiv kein All-Star!

In der Western Conference erklingt der Donner aus Oklahoma City mit zunehmender Tageslänge immer lauter. Russell Westbrook ist für den Boom und die aktuelle 6-0 Siegesserie hauptsächlich mitverantwortlich. Der explosive Scoring-Guard führte OKC mit 31.7 Punkten, 6.3 Assists und 3 Steals im Schnitt zu einer perfekten Woche. Westbrook war sowohl beim Heimerfolg gegen Chicago (27/5) als auch beim Auswärtssieg in Los Angeles gegen die Lakers (36/6) der überragende Mann. Eine kleine Standpauke von Teamkollege Kendrick Perkins scheint bei Westbrook Wunder bewirkt zu haben. Spielt er so weiter, ist der Thunder nicht zu schlagen. Ungeschlagen waren zuletzt auch die Los Angeles Clippers, die nach einem massiven Durchhänger das Essen am heimischen Herd (5 Staples-Siege in Folge) und Chris Paul's Extraklasse für einen kleinen Zwischenspurt nutzten. Die patentierten 20/10 Abende des besten Einsers der Liga waren richtungsweisend bei Siegen gegen direkte Playoff-Konkurrenten wie Memphis und Utah. CP3 zeigte mit 21.5 Punkten, 11.3 Assists, 2.5 Steals, 56% aus dem Feld und 87% von der Linie eine perfekte Point Guard Woche. Denver wäre ein möglicher Playoff-Gegner für Paul und die Clippers, vor allem wenn Ty Lawson seine überragende Form in den letzten vier Wochen konservieren kann. Der Kugelblitz war bei immens wichtigen Auswärtssiegen in Chicago (27) und Orlando (25/9) der Mann des Spiels. Pro Abend legte Lawson 23 Punkte, 5.3 Rebounds, 7.5 Assists und Wahnsinns-Quoten auf. Denver hat dank ihm einen kleinen Lauf gestartet.