09 April 2012


Chris Paul's absolute Extraklasse hat die Los Angeles Clippers nach zwischenzeitlichem Durchhänger wieder ganz nah heran geführt an den Gesamtsieg in der Pacific Division (nur noch 0.5 Rückstand auf die Lakers). CP3 dirigierte LA zu drei überzeugenden Siegen und bestach dabei vor allem als Ballverteiler (12.3 APG) und Verteidiger (3.3 Steals). Dass er sich mit dem Scoring bis ins Schlussviertel meist zurück hält, fällt nur eingefleischten Beobachtern auf. Jetzt, da sich die Lineup nach den ganzen Ausfällen und Trades endlich gefunden hat, entwickelt sich das Team unter Paul's Führung wieder zum heissen Aussenseitertip im Westen (8 von 9 gewonnen). Steve Nash stand Paul's Spielmacherqualitäten in Nichts nach und gibt weiterhin sein Menschenmöglichstes, um die Suns in die Playoffs zu führen. An 3 Siegen aus 4 in der letzten Woche hatte MV-Steve mit drei Double Doubles den grössten Anteil. Die durchschnittlichen 14.5 Punkte und 10.8 Assists sind schon beeindruckend genug. Seine Wurfquoten schiessen aber den Vogel ab: 58% aus dem Feld, 53% von der Dreierlinie und 100% bei den Freiwürfen... "geradezu lächerlich" beschreibt Nash's Effizienz nicht einmal annähernd. Der Playoff-Push kommt für die Portland Trail Blazers zu spät, und man muss die chaotische Saison als absolut enttäuschend beurteilen. An LaMarcus Aldridge's Spiel lag es allerdings nicht, dass man hinter den Erwartungen zurück blieb. LMA setzte seine steten All-Star Leistungen auch letzte Woche fort (24.3 PPG, 7.8 RPG, 1.5 BLK) und hat sich längst als einer der drei besten Power Forwards der Liga etabliert. Das sollte man würdigen.

Carmelo Anthony würde wohl allein schon aufgrund seiner Leistung beim gestrigen Highlight-Heimsieg gegen die Bulls seinen Weg in die POWs finden. Nach dem höchsten Knicks-Output in dieser Saison (43) und einem der höchsten des Jahres kann das schon mal passieren. Aber Melo dominierte auch in den anderen beiden Partien gegen Indiana (39/10) und Orlando (19 Punkte in 28 Minuten) und erzielte durchschnittlich 33.7 Punkte, 8.3 Rebounds, 2.7 Assists und 50% FG pro Spiel. New York setzte seine Siegesserie unter dem neuen Coach Mike Woodson fort und kletterte im Osten auf Platz 7. Das hiesse, wenn es dabei bleibt, wohl ein Erstrundenduell mit den Miami Heat und deren MVP-Kandidat LeBron James. Der erholte sich recht gut von einem kleinen Durchhänger in den vergangenen Wochen und zeigte mit 30.5 PPG, 5.8 RPG und 5.5 APG wieder sein All-Around Talent. Er startete mit 41 Punkten gegen Philadelphia in die Woche und reichte ein 34/10 Double Double beim Marquee Matchup gegen OKC nach. 3-1 Siege sind schon eher das Minimalniveau, das man bei den Heat vorraussetzen darf. Ein LBJ-Melo Matchup wäre eines der absoluten Highlights in Runde 1. Sicher in den Playoffs sind auch die Indiana Pacers. Neben der Ausgeglichenheit der Truppe von Frank Vogel ist vor allem das konstantere Spiel von Danny Granger seit dem All Star Game ein Garant für den Aufstieg auf Platz 3. Der zappelig-drahtige Small Forward mit dem juckenden Abzugsfinger traf die Hälfte seiner Würfe aus dem Feld und 90% von der Linie für insgesamt 23.3 Punkte pro Abend! Indiana gewann gegen Oklahoma City, Washington und New York. Granger war mit mindestens 20 vier Mal Topscorer seines Teams und lässt jetzt häufiger das Talent aufblitzen, dass ihn vor drei Jahren zum All-Star machte.