14 Juli 2012




Eine der beliebtesten - und am häufigsten missverstandenen - Regelungen des 2011 unterzeichneten, neuen Collective Bargaining Agreement war die sogenannte "Amnesty-Regulierung". Die erlaubt es jedem Team, während der Dauer dieses CBA zu Beginn jeder Offseason einen (und nur einen) x-beliebigen Spieler aus den offiziellen Gehaltsbüchern zu streichen. Dieser Spieler musste aber zum Zeitpunkt des Beschlusserlasses bereits im Kader gewesen sein. Letztes Jahr machten gleich sechs Teams von der Absolutions-Regelung Gebrauch: New Jersey/Brooklyn (Travis Outlaw), New York (Chauncey Billups), Golden State (Charlie Bell), Orlando (Gilbert Arenas), Cleveland (Baron Davis) und Portland (Brandon Roy). Auch in diesem Sommer liessen sich die grössten Sorgenkinder nicht zwei mal bitten: Philadelphia, Dallas und Minnesota amnestierten jeweils einen überteuerten Spieler. Houston zog - etwas überraschend - nach und entlud seinen effizientesten Akteur, Luis Scola, in der Hoffnung, Dwight Howard irgendwie nach Texas locken zu können. NBCHF präsentiert euch zehn weitere Amnesty-Kandidaten, die mit sofortiger Wirkung entlassen werden sollten.


Brendan Haywood (Dallas Mavericks)
Gehalt: 37.7 Mio. $ bis 2016
Stats: 5.2 PPG, 6 RPG, 1 BPG in 21.2 MPG
PER: 12.95


Haywood, der 2010 zusammen mit Caron Butler aus Washington kam, blieb in Dallas eine einzige Enttäuschung. Nachdem ihm Mark Cuban vor zwei Jahren einen völlig verblödeten 55 Millionen Dollar Deal für sechs Jahre unterjubelte, der von Saison zu Saison absurder wurde, avancierte der 2,13m Mann zum Bankdrücker und Chef-Handtuchschwenker. An der Meisterschaft hatte er so gut wie gar keinen spielerischen Anteil. Auch der Abgang von Tyson Chandler im letzten Jahr konnte Haywood nicht motivieren. So musste der 32-Jährige letztendlich weichen: Dallas machte von der Amnestie-Klausel Gebrauch und schaffte so Platz für das Signing von Chris Kaman. Hätte Cuban damals Haywood nicht überbezahlt, wären genug Moneten im Sparschweinchen geblieben, um Chandler langfristig zu halten. Für das Mavs-Frontoffice der wohl kolossalste Fehlgriff aller Zeiten.

Update: Haywood wurde heute von Charlotte für 2.05 Mio. $ 'off waivers' eingefordert und ist ab sofort ein Bobcat.


Elton Brand (Philadelphia 76ers)
Gehalt: 18.2 Mio. $ bis 2013
Stats: 11 PPG, 7.2 RPG, 1.6 BPG in 28.9 MPG
PER: 18.07


Brand war vor vier Jahren als High Profile Free Agent in einer verruchten Aktion von den Los Angeles Clippers - denen er damals eine mündliche Zusage erteilt hatte - nach Philadelphia gewechselt. Stolzer wie ebenso sinnwidriger Transaktionspreis: 82 Millionen US-Dollar. Mit 13.3 Punkten, 7.4 Rebounds und 1.3 Blocks in 246 Spielen für die Sixers konnte Brand nie überzeugen. Sicher: er kann nach wie vor solide die Bretter putzen und defensiv meistens seinen Mann stehen. Aber das sind Werte, für die man nicht einmal die Hälfte des Preises hinblättern sollte. Philly zog vor einigen Tagen die Reissleine und sparte so die letzten 18 Millionen dieses Fiaskos unter dem Salary Cap ein.

Update: Dallas jagte Brand sehr aggressiv und erhielt für knapp 2.1 Mio. $ den Zuschlag für den ehemaligen All-Star. Für den Preis durchaus ein Schnäppchen.


Darko Milicic (Minnesota Timberwolves)
Gehalt: 11 Mio. $ bis 2014
Stats: 4.6 PPG, 3.3 RPG, 0.9 BPG in 16.3 MPG
PER: 9.02


Einer der grössten Kalauer der Summer League Historie ist jener denkwürdige Auftritt von GM-Urgestein David Kahn in Vegas vor zwei Jahren, als er uns (den Zuschauern) weismachen wollte, dass seine Neuakquisition Darko Milicic "wie ein Himmelsbrot" sei und "der beste Big Man Passgeber" aller Zeiten. Fast, Mister Kahn. Fast. Milicic's Karriereschnitt liegt - immer noch - bei 0.9 APG. Der neue Timberwolves Head Coach, Rick Adelman, der in Sacramento mit Post-Genies wie Chris Webber, Vlade Divac und Brad Miller zusammen arbeitete und in Minnesota die 2.0 Version jener Kings-Teams aufzieht, ertrug Milicic nicht länger als 16 Minuten pro Spiel auf dem Parkett - obwohl seine etatmässigen Big Men Kevin Love, Nikola Pekovic, Brad Miller und Anthony Tolliver insgesamt 96 Partien wegen Verletzung verpassten. Sagen wir einfach mal so: die 20 Millionen, die Kahn in seinen Himmelsboten im Low Post investierte, beweisen eindrucksvoll, dass, egal wie viele Beweise für die NBA-Inkompetenz eines Spielers vorliegen, es immer einen Dummen gibt, der glaubt, etwas Bahnbrechend Neues erkennen zu können. Mit dem Platz unter dem Cap wurde Brandon Roy unter Vertrag genommen und Nic Batum ein gigantisches 47 Mio. $ 'offer sheet' angeboten.

Update: Milicic ist seit wenigen Stunden komplett frei und somit im Unrestricted Free Agent Becken gelandet. Boston, Brooklyn, Miami und die LA Clippers haben Interesse signalisiert.


Luis Scola (Houston Rockets)
Gehalt: 30.7 Mio. $ bis 2015
Stats: 15.5 PPG, 6.5 RPG in 31.3 MPG
PER: 15.50


Die grosse Überraschung der Woche war Houston's Entscheidung, den konstantesten Rockets-Spieler der letzten Jahre vor die Tür zu setzen. Luis Scola fiel dem Wettrüsten um Dwight Howard zum Opfer. Der argentinische Power Forward wird also ab Oktober ein anderes Trikot tragen. GM Daryl Morey geht mit der Abrissbirne gegen seinen Kader vor, wo jetzt mit Goran Dragic, Chase Budinger, Kyle Lowry, Samuel Dalembert, Marcus Camby und Scola bereits sechs Rotationsspieler vom letzten Jahr nicht mehr vor Ort sind. Mit dem Platz und dem Geld soll Howard und jeder aus Magic-Sicht unbeliebte Vertrag absorbiert und zumindest einer der umworbenen Restricted Free Agents Jeremy Lin und Omer Asik verpflichtet werden.

Update: Luis Scola's Fall ist ein interessanter, weil das dritte Jahr seines noch ausstehenden Deals nicht komplett garantiert ist und somit in ein potentielles 'waiver Gebot' mit einfliessen muss. Heisst im Klartext: das zu übernehmende Mindestgehalt liegt bei 3.3 Mio. $ pro Jahr. So viel Platz haben viele Teams nicht mehr unter dem Salary Cap, was die Anzahl der Interessenten stark einschränkt. Cleveland, New Orleans, Sacramento und Charlotte haben aber allesamt noch verfügbare Ressourcen und würden einen produktiven Veteranen wie Scola mit Kusshand aufnehmen. Für mich ist der Gaucho der bisher beste Amnestie-Spieler aller Zeiten.


Carlos Boozer (Chicago Bulls)
Gehalt: 47.1 Mio. $ bis 2015
Stats: 15 PPG, 8.5 RPG in 28.5 MPG
PER: 19.79


Der zweifache All-Star ist von seinem Leistungsvermögen den meisten der hier aufgeführten Spieler natürlich bei Weitem überlegen. Das Problem für Chicago: Booz ist bisher weit hinter den Erwartungen zurück geblieben, die die Bulls vor zwei Jahren hegten, als sie ihm 80 Millionen für fünf Jahre in den Rachen schmissen. Angesichts seiner sinkenden Produktivität, seiner Neigung, in den Playoffs gerne mal den "Verschwindibus-Trick" zu performen und der gestiegenen Bedeutung von Taj Gibson und Omer Asik im System von Tom Thibodeau, muss Besitzer Jerry Reinsdorf seine Rechner anwerfen und kalkulieren, ob Boozer's Leistungen die horrende Luxussteuer Wert sein werden, die die Bulls in den kommenden Jahren berappen müssen. Die Verletzung von Derrick Rose rettet - für den Moment - Boozer's Kopf. Da ihn aber kein Team via Trade verpflichten will, endet seine Zeit in Chicago wohl spätestens im nächsten Sommer.


Josh Childress (Phoenix Suns)
Gehalt: 21 Mio. $ bis 2015
Stats: 2.9 PPG, 1 APG in 14.4 MPG
PER: 11.16


Gerüchten zufolge soll Josh Childress, aka. 'The Fro', einst ein ziemlich explosiver Scorer in Diensten der Atlanta Hawks gewesen sein. Wer jetzt denkt: "Hhhh, Das war ja schon vor Ewigkeiten", der liegt damit mehr als richtig. Nach vier starken Spielzeiten in Atlanta nahm J-Chill seine Talente mit nach Europa, wo er allen Anscheins nach das Basketball spielen verlernt hat. Die Phoenix Suns sahen ihn 2010 trotzdem als Hybrid-Lösung auf dem Flügel, wo er neben Steve Nash all die kleinen Dinge übernehmen sollte, die Shawn Marion einst erledigte, und statteten ihn mit einem massiven Fünf-Jahres-Deal aus. Spätestens nach den mageren 2.9 PPG aus der Vorsaison ist offensichtlich, dass die Suns den Fehler wieder rückgängig machen und sich schnellstens vom 28-Jährigen trennen sollten.


Charlie Villanueva (Detroit Pistons)
Gehalt: 16.6 Mio. $ bis 2014
Stats: 7 PPG, 3.7 RPG in 13.8 MPG
PER: 16.29


Die wohl mit Abstand schlechteste Entscheidung in Joe Dumars' Managerkarriere war der 35 Mio. $ Free Agent Vertrag für Charlie Villanueva, offeriert im Sommer 2009. Damals galt CV noch als junger, aufstrebender Forward mit gutem Wurf und solidem Rebounding. Nach jetzt drei Jahren in Detroit ist klar, dass der Dominikaner nie wieder seine Form aus Bucks-Tagen erlangen wird und bei den Kolben auch unter dem neuen Coach Lawrence Frank keine Option ist. Villa's Arsch ist mittlerweile so rotund, dass er nicht einmal im Dom.Rep.-Nationalteam Fuss fassen kann. Das rangiert weltweit hinter Angola, Iran und Venezuela. Höchste Zeit also für Joe D., den Bankwärmer aus dem Pistons-Team zu schmeissen und die knapp acht Millionen unter dem Cap für sinnvollere Rebuilding-Upgrades zu nutzen.


Andray Blatche (Washington Wizards)
Gehalt: 23.5 Mio. $ bis 2015
Stats: 8.5 PPG, 5.8 RPG, 38% FG in 24.1 MPG
PER: 10.63


Hier ist ein Spieler, der eigentlich alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche NBA-Karriere mit sich bringt: gross, geschickt, mit einem guten Touch beim Dribbling und dem Jumper bis hinaus an die Dreierlinie. Das Problem: Blatche ist ein Armleuchter. Egal ob auf dem Court oder abseits, das Riesenbaby gerät immerzu in Schwierigkeiten. Die Wizards haben die dunkle Episode der letzten Jahre hinter sich gelassen und den Frontcourt an echte Vets wie Nene oder Emeka Okafor übergeben. Ich kann die Hoffnung, dass 'Dray irgendwie seine Form von 2010 wieder findet (16.8 PPG, 8.2 RPG) zwar nachvollziehen, aber als jemand, der seine Karriere in den letzten vier Jahren intensiv verfolgt hat, kann ich garantieren: den Ärger sind 23 Millionen Dollar in den nächsten Drei einfach nicht wert. Zeit für die Guillotine!


Jose Calderon (Toronto Raptors)
Gehalt: 10.6 Mio. $ bis 2013
Stats: 10.5 PPG, 8.8 APG in 33.9 MPG
PER: 16.73


Der Spanier wäre in einem anderen Szenario schon längst auf dem Amnestie-Bazar gelandet: dann nämlich, wenn Steve Nash seinen Weg nach Kanada gefunden hätte. In dem Fall hätte man einen Grossteil des 10.6 Mio. Salärs für Calderon nämlich auf den zweifachen MVP umgeleitet. So aber wird es wohl nicht zur Amnestie kommen. Kyle Lowry, der prominente Neuzugang in Toronto, verdient zwar nur knapp die Hälfte, aber auch er ist ein klares Indiz dafür, dass Colangelo & co. bei den Raptors neue Wege gehen wollen und Calderon's Zeit dort abgelaufen ist. Angesichts seines im Sommer 2013 ablaufenden Deals werden die Macher in T-Dot jetzt wohl versuchen, den 30-Jährigen irgendwie via Trade abzustossen. Es sei denn, man will noch mit einem der übrig gebliebenen Free Agents für Furore sorgen. Dann müsste 'The Mastino' nämlich schon jetzt weichen.


Kendrick Perkins (Oklahoma City Thunder)
Gehalt: 25.5 Mio. $ bis 2015
Stats: 5.1 PPG, 6.6 RPG, 1.1 BPG in 26.8 MPG
PER: 8.69


Perkins galt einst als einer der besten Post-Verteidiger der Liga. Und auch heute noch ist er gegen die Tim Duncans und Andrew Bynums dieser Liga äusserst effektiv - was die Playoffs im Mai eindrucksvoll bewiesen. Die Probleme nehmen aber Überhand, und davon konnte man sich in den NBA-Finals gegen Miami ein klares Bild machen: sobald Perk aus seiner Komfortzone nach aussen gezogen wird, wirkt er ungeschickter als eine Kuh auf Schlittschuhen. Seine Foulrate gegen schnellere Spieler (99% aller Basketballer überhaupt) ist immens hoch, und offensiv ist er absolut unbrauchbar geworden. Die Tatsache, dass sein Gehalt in den nächsten Jahren auf mehr als 9 Mio. $ in 2014/15 anwächst - und ab nächstem Sommer Extensions für Harden und Ibaka fällig werden - kann nur eines bedeuten: entweder Presti fädelt bis Februar einen Trade ein, oder - noch wahrscheinlicher - Perkins wird nächsten Sommer einfach gegangen.


Tyrus Thomas (Charlotte Bobcats)
Gehalt: 26 Mio. $ bis 2015
Stats: 5.6 PPG, 3.7 RPG in 18.8 MPG
PER: 9.06


Enttäuschend, enttäuschender, Tyrus Thomas. Der athletische Forward läuft seit Jahren seiner Form hinterher und hat nach einer starken Rookie-Saison (All-Rookie 2nd Team) und seiner besten Spielzeit 2008/09 bei den Bulls (10.8 PPG, 6.5 RPG, 1.9 BPG) nie den nächsten Schritt gemacht. Er stichelt ein paar Mal pro Saison mit absolut überragenden Statistik-Outputs und hält sich so in der NBA über Wasser, aber unter'm Strich ist TT zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als ein Stromile Swift 2.0 Typ: irre lang und athletisch, aber ohne den nötigen Biss und den Trainingsfleiss, um sich als Impact Spieler zu etablieren. Wenn er das bei den letztjährigen Bobcats nicht geschafft hat, dann schafft er es nie. Die knapp 9 Mio. $ pro Jahr sind anderswo definitiv besser angelegt.


Mike Miller (Miami Heat)
Gehalt: 18.6 Mio. $ bis 2015
Stats: 6.1 PPG, 3.3 RPG, 45% Dreier in 19.3 MPG
PER: 11.40


Zombie-Mike! Wer erinnert sich nicht daran, wie Mike Miller mit der Grundschnelligkeit einer 400 Jahre alten Schildkröte in den Playoffs über den Platz krebste und ein Charging nach dem anderen annehmen wollte, ehe er im letzten Spiel der Saison explodierte und die Heat zu ihrer ersten von insgesamt 1000 Meisterschaften ballerte. Ich hatte angenommen, dass Pat Riley den noch drei Jahre laufenden Vertrag von Zombie-Mike (glaubt wirklich jemand, dass Miller sich ohne Rollator dann noch bewegen kann?) in diesem Sommer aufkündigen wird - erst recht vor oder nach den Verpflichtungen von Ray Allen und Rashard Lewis. Aber nix da. Miami scheint den Rekord für die meisten Dreier in einer Saison bereits im Februar brechen zu wollen, und braucht dafür natürlich auch Miller's heisses Händchen. Ob das empfindliche Luxus-Steuer-Strafgeld die paar langen Bomben extra Wert ist?


John Salmons (Sacramento Kings)
Gehalt: 22.7 Mio. $ bis 2015
Stats: 7.5 PPG, 2.9 RPG, 2 APG in 27.2 MPG
PER: 9.04


Nicht nur, dass Salmons der teuerste Akteur in Sacramento ist und in den nächsten drei Jahren noch knapp 23 Millionen Dollar verschlingen wird. Er ist gleichzeitig einer der schlechtesten und ineffektivsten Akteure der Kings, spielt in keiner Langzeit-Planung eine Rolle und stiehlt den Youngstern im Team wertvolle Einsatzzeit - ohne dabei zu helfen, Basketballspiele zu gewinnen. Salmons ist schon 32, hat jegliches Wurfgefühl verloren (41% FG in den letzten beiden Jahren) und ist in der Defensive zu einem ersten Problemfall geworden. Schon klar: die Kings müssen mindestens 49.3 Millionen an Gehältern bezahlen (85% des Salary Caps) und Salmons' acht Millionen garantieren, dass man den Schwellwert erreicht. Warum man an seiner statt aber nicht gestandene Spieler wie Calderon oder OJ Mayo verpflichtet - die mehr als erhältlich wären und dem jungen Team weiter helfen würden - entbehrt jeglicher Logik. Wie fast alles in Sacramento.


Chris Andersen (Denver Nuggets)
Gehalt: 9.4 Mio. $ bis 2014
Stats: 5.3 PPG, 4.6 RPG, 1.4 BPG in 15.2 MPG
PER: 18.97


Wer einen genaueren Blick auf die Player-Efficiency-Werte hier geworfen hat, dem wird aufgefallen sein, dass in der vergangenen Saison nur Carlos Boozer "effizienter" spielte als der Birdman. 5/5 und mehr als ein Block in gerade mal 15 Minuten von der Bank sind sicherlich keine unbrauchbaren Werte für einen NBA-Ersatzmann. Und George Karl hat schon immer grosse Stücke auf das Hustle-Game der wandelnden Tattoo-Litfasssäule gehalten. Das Problem: je älter Bird wird (jetzt schon 34), desto mehr geht seine Athletik flöten und damit die Grundfähigkeit, die ihm eine Karriere in der Association überhaupt ermöglicht hat. Mit der Ankunft von Kampfschweinen und Shotblockern wie Kenneth Faried und Javale McGee in Denver ist Andersen obsolet geworden. Vielleicht versucht Nuggets-GM Ujiri, ihn schon in der kommenden Saison zu traden. Ansonsten droht ihm - angesichts neuer, teurer Verträge für McGee & co. - spätestens 2013 die Amnestierung.