04 Juli 2012




Dass Eric Gordon einen Maximal-Vertrag erhalten würde, das konnte man schon vor dieser Free Agency erahnen. Der 23-Jährige zählt zu den besten Shooting Guards der Liga (Karriere 18.2 PPG) und wird allgemein als Franchise-Player gehandelt. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ihm eines der Teams auf seiner kleinen Rundfahrt durch die Arenen der NBA-Clubs ein Angebot machen würden, dass er nicht ablehnen könnte...wenn er nur dürfte.

Die Phoenix Suns einigten sich heute mit Gordon auf einen neuen 4-Jahres Deal in Höhe von 58 Millionen Dollar. Das ist der Maximalbetrag, den restricted Free Agents in seinem Alter von anderen Teams als dem eigenen erhalten dürfen. Ein sichtlich beeindruckter Gordon hofft nun, dass er nach Phoenix abziehen darf, und sagte nach seinem Besuch im Wüstenstaat: "Diese Organisation hat grossen Eindruck auf mich gemacht (...) Ich fühle, dass dieser Club der richtige für mich ist. Mein Herz ist jetzt in Phoenix."

Ich bin zwar von Gordon's Wortwahl überrascht, nicht aber von Phoenix' Interesse an All-Star Kalibern wie Gordon. Das Team wird wohl oder übel Steve Nash an den Osten verlieren und droht, ganz ohne adäquaten Nachfolger da zu stehen. Die Suns können erst am 11. Juli ihr formelles Offer Sheet unterbreiten. Die New Orleans Hornets haben dann drei Tage Zeit, um das Angebot abzugleichen. Obwohl Gordon hofft, dass die Hornets das nicht tun, hat er keine Druckmittel in der Hand. New Orleans, das Gordon als Franchise-Eckpfeiler neben dem letzte Woche an Nummer eins selektierten Anthony Davis erachtet, wird logischerweise matchen und den Scharfschützen für fünf Jahre binden. Selbst ein Sign & Trade steht für die Hornissen nicht zur Debatte. Phoenix hat ganz einfach nicht das passende Spielermaterial, das die Hornets interessieren könnte.

Ein kurzer Flirt also, mehr nicht. Gordon bleibt ein Hornet.