21 Juli 2012



Was in Vegas passiert, bleibt nicht zwangsweise in Vegas: NBCHF bringt euch bis Sonntag die täglichen Top-Performer und zukünftigen Jung-Stars der Basketball Association, wie immer eingebettet in einen umfassenderen Kontext. Check it!


Damian Lillard (Portland Trail Blazers)

Der bisherige Vegas-MVP ist eindeutig Damian Lillard, der Spiel für Spiel nicht nur Monster-Statistiken gegen überforderte Gegner auflegt, sondern seine Trail Blazers in bisher drei von vier Fällen zum Sieg geführt hat. Nach 31 Punkten und 7 Assists am Donnerstag - inklusive Monster-Slam gegen die Hawks - legte Lillard gegen die Nuggets gleich nach (23 Punkte, 7 Assists). Seine Rose-eske Athletik und Paul-eske Bewandtheit im Pick & Roll lassen erahnen, wo Lillard innerhalb weniger Jahre stehen wird.

Adam Morrison (Los Angeles Clippers)

Copy-Paste. Morrison erzielte am Donnerstag (22 Pts, 4 Reb, 8-13 FG) fast identische Zahlen wie im Spiel zuvor (23 Pts, 5 Reb, 9-13 FG) und bleibt mit jetzt 18.7 PPG bei grandiosen Quoten (56% FG, 60% Dreier, 86% FT) der mit Abstand konstanteste LA Clipper und einer der fünf effizientesten Scorer in Vegas überhaupt. Sieht ganz so aus, als könnte sich Morrison hier eine Einladung ins Trainingscamp erspielen.

Tobias Harris (Milwaukee Bucks)

Der Hirsch dominierte gegen das D-League Select Team im Interieur mit 21 Punkten und 12 Rebounds - sein zweites Double Double in Folge. Obwohl seine insgesamt 7 Ballverluste für Abzüge in der B-Note sorgten, bleibt Harris mit 21.3 PPG, 8.3 RPG und 53% Feldkorbtrefferquote der einzige Spieler in Vegas, der in allen drei Kategorien unter den Top-10 rangiert.

Kemba Walker (Charlotte Bobcats)

Walker führte die 'Cats mit 19 Punkten und 10 Assists zum zwischenzeitlich vierten Sieg in Folge, ehe er mit 16 Zählern im Vegas-Finale die einzige Turnier-Niederlage gegen Memphis auch nicht verhindern konnte. Alles in allem war der Sophomore-Guard solide mit 15.8 PPG und 5.8 RPG. Seine nach wie vor besorgniserregenden Wurfquote (35%) glich er mit nahezu perfektem Playmaking aus (nur 5 Ballverluste insgesamt in fünf kompletten Partien).

Derrick Williams (Minnesota Timberwolves)

Williams will die enttäuschende Rookie-Saison hinter sich lassen und hat sich dazu den gleichen Fitnesstrainer gekrallt, der bereits Kevin Love aus einem übergewichtigen Rebounder in eine Double-Double All-Star Maschine transformiert hat. Ein sichtlich leichterer und aggressiverer Williams erzielte gegen Cleveland 23 Punkte und wanderte sage und schreibe 16 mal an die Freiwurflinie. Die Beinahe-Akquisition von Nicolas Batum aus Portland scheint für den Sophomore ein kleiner Weckruf gewesen zu sein.

Thomas Robinson (Sacramento Kings)

Endlich, möchte man aufatmend sagen, endlich ein solides Spiel von Robinson. Der Nummer vier Pick bekleckerte sich in Vegas nicht gerade mit Ruhm, hob sich seine beste Darbietung aber für den Schluss auf: 15 Punkte, 16 Rebounds und 3 Assists. Die 9.8 Bretter im Schnitt verdeutlichen, wo T-Rob's Stärken zu diesem Zeitpunkt liegen. Die Trefferquoten (34% FG, 53% FT) und Ballverluste (4.8 TO/G) machen aber klar, dass der Power Forward noch viel Arbeit vor sich hat.

Jordan Hamilton (Denver Nuggets)

Hamilton beendete eine ausgezeichnete Summer League mit 18 Punkten und 8 Assists - beide Werte in der Nähe seiner durchschnittlichen 19.2 PPG und 6.4 APG in Vegas. Trotzdem wird er sich in einer voll gepackten Nuggets-Backcourt-Hierarchie von ganz unten nach oben arbeiten müssen. "Hamilton war nicht überragend, aber er hat nicht enttäuscht", sagte sein Coach George Karl. "Die Summer League hat gezeigt, dass er ein effektiver NBA-Spieler werden kann. Er wird sich seine Einsatzzeit im Camp verdienen müssen."

Josh Selby (Memphis Grizzlies)

Neuer Tag, neue Selby-Show in Vegas, wo der Grizzlies-Guard seine ganz persönliche Basketball-nonstop-Performance zelebriert. Der 21-Jährige holte sich mit 32 Punkten bei 9-14 aus dem Feld die Gesamtführung im Scoring-Klassement von Damian Lillard zurück und fügte gleichzeitig den Charlotte Bobcats ihre erste und einzige Summer League Niederlage bei. Selby hat jetzt in drei Partien völlig absurde 19-25 Dreier verwandelt und bleibt heisser als frische Pizzastücke, die einem den Gaumen verbrennen. MVP-Alarm!

Harrison Barnes (Golden State Warriors)

Wenn es vor dem Draft irgendwelche Zweifel an Barnes' Bereitschaft für das NBA-Spiel gegeben hat, dann haben seine Leistungen in dieser Woche selbige zerstreut. Obwohl seine Trefferquote bisher zu wünschen übrig lässt, erzielte der Nummer 7 Pick am Freitag beim 66-57 gegen die immer noch sieglosen Chicago Bulls 20 Punkte und 9 Rebounds. Mit 17.8 Punkten, 6.3 Rebounds und 2 Steals im Schnitt hat sich der Warrior als einer der besten Spieler in Vegas etabliert.