05 August 2012


Der Einfluss des Dream Teams auf die Geschicke des Spiels war nie präsenter als 2012. Zwanzig Jahre, nachdem der triumphale Auftritt des besten Basketballtrupps aller Zeiten in Barcelona eine tiefgreifende Revolution in Gang setzte, ist das Spiel heute globaler denn je. Ein Drittel aller Olympioniken im Bewerb spielen mittlerweile in der stärksten Liga der Welt. Zählt man alle Athleten zusammen, die früher einmal in der NBA ihre Brötchen verdient haben - Typen wie Šarūnas Jasikevičius, Wang Zhizhi oder Sergio Rodriguez - kommt man sogar auf knapp die Hälfte. Elf der zwölf Mannschaften verfügen über mindestens einen NBA-Legionär in den eigenen Reihen - ein weiterer Beweis für die fortwährende Internationalisierung des Spiels.

Speerspitze des Sports bleibt aber nach wie vor die USA, die in London nach ihrer 14. Goldmedaille im 17. Anlauf strebt. Und dabei versucht, die ewigen Blamagen von 1972 (kontroverse Niederlage im Finale gegen die UdSSR) und 2004 (nur Bronzemedaille in Athen trotz NBA-Lineup) auszumerzen für vier weitere Jahre vergessen zu machen. Nur die alles entscheidende Frage nach dem hypothetischen Duell zwischen Jordan, Magic, Bird & co. und der diesjährigen Team USA Version wird (leider) niemals beantwortet werden. Ich denke, wir wissen alle, wie eine solche Playoff-Serie enden würde...