29 Oktober 2012


Einer der wenigen Stützpfeiler im zuletzt miesesten Team aller Zeiten: Point Guard Kemba Walker (Photo: JM Llavore)

Letztes Jahr: 7-59 (.106)
Kein Team in der Geschichte der Basketball Association war jemals schlechter als Jordans Bobcats, die nicht einmal elf Prozent ihrer Spiele gewinnen konnten. Mieseste Offensive, poröseste Defensive und ein erbärmliches Spielerkontingent sorgten für gaaaaaaanz lange Gesichter in Charlotte. 36% Trefferquote als Team? Oh Mann... Wenigstens konnten Kemba Walker und Bismack Biyombo ein wenig NBA-Luft schnuppern.

Abgänge: Corey Maggette, DJ Augustin, DJ White, Derrick Brown, Jamario Moon, Eduardo Najera Zugänge: Michael Kidd-Gilchrist, Jeffery Taylor, Ben Gordon, Brendan Haywood, Ramon Sessions, DaJuan Summers

Kader: 


Check:
Die gute Nachricht zuerst: Charlotte kann nicht schlechter sein als vergangene Saison. Mit Kidd-Gilchrist hat man einen der vielseitigsten Rookies dieses Jahrgangs gezogen - einen agilen Verteidiger, der einen neuen Fokus in die Truppe von Trainerneuling Mike Dunlap bringen wird. Dunlap will vor allem eine defensive Identität etablieren, die es den Bobcats einfacher machen soll, ein paar Spiele für sich zu entscheiden. Keine einfache Aufgabe für den Rookie-Coach. Der Gordon-für-Maggette Tausch stellt sicher, dass irgend jemand aus dem Backcourt für konstante Scoring-Gefahr sorgen wird - auch wenn das in Gordons Fall mit Trefferquoten um die 40% geschieht. Gordons Skillset überlappt sich ausserdem offensiv mit dem von Gerald Henderson - beide sind zu kleine Guards mit Scorermentalität. Henderson gibt Dunlap aber hinten einen soliden Perimeter-Verteidiger und wird alleine deshalb schon viel Spielzeit abstauben. Sessions ist ein gerne übersehenes Upgrade auf der Eins, das nicht nur NBA-Playmaking und Erfahrung bringt, sondern auch Walker pusht. Der Sophomore Point Guard gilt neben Kidd-Gilchrist und Shotblocker Biyombo als Stützpfeiler der Bobcats-Zukunft. Die sieht zwar immer noch grau aus - es wird Jahre dauern, bis die Rotluchse aus dem tiefsten aller Täler wieder empor geklettert sind. Aber wenigstens ist das jetzt durchschritten, und man kann sich neuen Aufgaben widmen. Viele Niederlagen und noch mehr Ping-Pong Bälle im nächsten Juni sind vorprogrammiert. Nächstes Ziel: die rote Laterne abgeben!

Prognose: Platz 14, Eastern Conference