29 Oktober 2012


Prince soll als letztes Überbleibsel der Meistermannschaft '04 die jungen Pistons zusammenhalten (Photo: Kelly Bracha) 

Letztes Jahr: 25-41 (.379)
Detroit hatte wieder einmal überhaupt nichts zu melden und bestach (eher: stach einem die Augen aus) durch langweiligen, ineffektiven, hässlichen Basketball. Platz 29 bei der offensiven Effizienz bestätigte diesen durch und durch subjektiven Eindruck. Das war allerdings nicht anders zu erwarten, zumal Head Coach Lawrence Frank bisher noch keine echten NBA-Erfolge vorweisen kann. Ohne potente Scorer oder Aufbauspieler im Kader blieb das Playmaking an unfähigen Gestaltern wie Stuckey, Knight oder Prince hängen. Auch das erklärt aber weder den schrecklichen 4-20 Start, noch die respektable Restbilanz (21-21). Wenigstens machte der vielversprechende Greg Monroe einen weiteren, riesigen Satz nach vorne und etablierte sich mit 15.4 PPG und 9.7 RPG als einer der besten Center in der Eastern Conference.

Abgänge: Ben Gordon, Damien Wilkins, Vernon Macklin, Ben Wallace
Zugänge: Andre Drummond, Corey Maggette, Vyacheslav Kravtsov, Kyle Singler, Kim English

Kader:



Check:
Die grosse Stärke der Pistons, wenn man in diesem Zusammenhang von so etwas reden kann, war ihre Verteidigung. Coach Frank war defensiv schon immer viel begabter als offensiv und legte in einem verkorksten 2012 wenigstens den Grundstein für die Zukunft. Für die hat man mit Projektspieler Andre Drummond (9. Pick) den perfekten Frontcourt-Partner für Monroe ausgewählt. Die Hoffnung ist, dass der immens grosse und wuchtige Drummond auf die Center-Position rutschen und Monroes hoher Basketball-IQ so von der Point Forward Position zum Tragen kommen kann. Alleine schon deshalb - und weil er sonst kaum Alternativen auf Gross hat - muss Frank seinen Rookie Big Man so häufig wie nur irgend möglich spielen lassen. Prince ist das letzte Überbleibsel der Meistermannschaft 2004 und auf der Drei weiterhin gesetzt. Maggette kam im Tausch für Gordon aus Charlotte und wird eine ähnliche Rolle einnehmen: ineffizienter Scorer von der Bank und Zielobjekt endloser Häme von Seiten der Fans. Mit Stuckey und Knight bevölkern zwei zu kleine und zu wurforientierte Guards den Backcourt. Beide sind aber solide Punktesammler (einer als Shooter, der andere als Slasher), die zusammen für immerhin 35-38 PPG gut sind. Je mehr, desto besser für dieses chronisch offensivschwache Team. Will Detroit aber einen Sprung in der Siegesspalte machen und vielleicht sogar an den Playoffs schnuppern, müssen beide ihre Ballverluste und miesen Entscheidungen im Spielaufbau eindämmen. Nur so schafft es Detroit, das Potential seiner vielen jungen Akteure zu maximieren und die horrenden Fehler von Championship-Architekt Joe Dumars wieder auszumerzen. Mit genügend Salary Cap Freiraum und der Weiterentwicklung junger Spieler ist wenigstens eine feiner Hauch von Hoffnung am Horizont erkennbar.

Prognose: Platz 11, Eastern Conference