29 Oktober 2012


Rebounden und Dreier kann er gut, aber von korrekten Liegestützen hat Kevin Love keine Ahnung (Photo: Keith Allison)

Letztes Jahr: 26-40 (.394)
Es schien eine grosse Saison zu werden im Land der 10000 Seen. Angeführt von einem fantastisch aufspielenden Kevin Love, der sich zu einem der besten Spieler der Liga mauserte, Most Improved Kandidat Nikola Pekovic und Rookie-Sensation Ricky Rubio, brausten die Timberwolves gemütlich den Playoffs entgegen, ehe sich Rubio im März das Kreuzband riss. Die Wolves, die später auch noch Love und Pekovic verloren, beendeten die Runde mit 5-21 Siegen und wieder einmal in der Lotterie. Daran konnte auch Wolves-Legende Darko Milicic nichts ändern.

Abgänge: Michael Beasley, Wesley Johson, Anthony Tolliver, Darko Milicic, Wayne Ellington, Brad Miller
Zugänge: Andrei Kirilenko, Brandon Roy, Alexey Shved, Greg Stiemsma, Louis Amundson, Chase Budinger, Dante Cunningham, Robbie Hummel

Kader:


Check:
Glück und Hoffnung, Pech und Verzweiflung, sie liegen dicht beieinander in der Basketball Association. Just als es so aussah, als würde Minnesota in 2012-13 endlich wieder in die Postseason brausen, brach sich Nationalspieler und All-Star Love die Hand und fällt knapp zwei Monate aus. Ohne Love und Rubio werden es die Wolves verdammt schwer haben, im Westen den Kopf über Wasser zu halten. Was noch vor Wochen wie ein sicheres Playoff-Team aussah, wirft jetzt natürlich Fragezeichen auf. Die Offseason war für die Wolves ein voller Erfolg. Oder in Kahn-Vokabular ausgedrückt: "eine der besten Offseasons in der Geschichte aller Offseasons." Der ikonische GM schaffte es auf Anraten von Coach Adelman nicht nur, Pfeifen wie Milicic, Johnson, Tolliver und Ellington aus der Stadt zu schicken. Er stopfte im Gegenzug auch noch die eklatanten Lücken auf dem Flügel und holte mit Kirilenko, Roy, Shved und Budinger gestandene Profis, die den Wolves-Kern optimal verstärken. Dumm nur, dass eben jener Kern frühestens Ende Dezember wieder einsatzbereit ist. Wenn Ridnour und Barea den Kurs einigermaßen halten können, Williams oder Budinger überzeugen oder Roy noch genug Saft im Tank und in den Knien hat, um mehr als zweimal pro Woche aufzulaufen, könnten die Wölfe bis Januar überleben und dann nach dem All-Star Break eine rasante Aufholjagd starten. Love und Rubio sind wirklich so gut. Wenn nicht, sieht es nicht zuletzt aufgrund der unterdurchschnittlichen Defensive und jeglichem Mangel an Shotblockern und Dreiermaschinen düster aus in Minnesota. Und Love bleibt nichts weiter übrig, als für 2014 endgültig seinen Abgang zu planen.

Prognose: Platz 10, Western Conference