29 Oktober 2012


Grosse Braue, grosse Wirkung? Anthony Davis beflügelt die Hornets und peilt den 'Rookie des Jahres' Award an

Letztes Jahr: 21-45 (.318)
Die Hornets durchliefen das alte, leidige "Small Market Team verliert Superstar an Big Market" Spiel, als das langjährige Gesicht der Franchise, Chris Paul, nach Los Angeles gezwungen getradet wurde. Mit ihm gingen natürlich auch alle Chancen, in naher Zukunft irgend etwas mit den Playoff-Plätzen zu tun zu haben, zumal der Hauptpreis im Tausch, Eric Gordon, nur neun Spiele absolvieren konnte. Kaman, der ebenfalls von den Clippers kam, war lange verletzt, und so fehlte den Hornissen NBA-kalibriges Talent auf nahezu allen Positionen. Dennoch schaffte es Head Coach Monty Williams, sein Team zu hartem Einsatz zu motivieren. Anstatt die Flinte ins Korn zu schmeissen, rackerten sich die Hornets hinten ab (Platz 16, Def. Eff.) und wurden im Sommer mit dem Nummer eins Pick belohnt: Anthony Davis.

Abgänge: Trevor Ariza, Emeka Okafor, Gustavo Ayon, Jarrett Jack, Marco Belinelli, Carl Landry, Chris Kaman, Brad Miller, Jerome Dyson, Darryl Watkins
Zugänge: Anthony Davis, Austin Rivers, Ryan Anderson, Robin Lopez, Hakim Warrick, Roger Mason

Kader:


Check:
Mit Davis beginnt eine neue Ära in New Orleans. Der hoch gepriesene College Spieler des Jahres wird die Hornets vor allem hinten nachhaltig prägen. Er reboundet, er blockt Würfe, und er verändert die gesamte Defensivstruktur dank seiner dominanten Art. Die Braue trieft nur so vor Potential und blickt multiplen All-Star Games entgegen. Der rekonvaleszente Gordon schafft es zwar nicht, gesund zu bleiben, aber er ist die klare Option Nummer eins in Williams' Offensive und hat das grüne Licht, aus allen Lagen drauf zu halten. "Hat hier jemand drauf halten gesagt?" Auch Ryan Anderson muss sich nie zweimal bitten lassen und wirft, was das Handgelenk hergibt (knapp sieben Dreierversuche pro Spiel, Platz 1). Mit Gordon-Anderson-Davis Hat man einen guten Nukleus, um den man drum herum modellieren kann. Leider, aus Hornets-Sicht, sind die anderen Faktoren gar nicht oder nur unzureichend abgedeckt. Point Guard: Vasquez ist ein solider Spielgestalter, aber nicht als Starter geeignet und ebenso wie Rookie-Guard Rivers, der gern selber punktet, ein lausiger Verteidiger. Auf dem Flügel: hier konkurrieren Aminu, Warrick und Miller um Spielzeit, werten aber die im Vorjahr mit Ariza zumindest defensiv respektable Small Forward Position kein bisschen auf. Frontcourt: Robin Lopez und Jason Smith werden hinter Davis/Anderson ranklotzen, ohne jedoch die Löcher in der Zone und am Brett stopfen zu können. Alles in allem wird die Defensive - nach wie vor Coach Williams' Steckenpferd - ohne Ariza, Okafor, Landry und Jack mit Sicherheit Einbußen erleiden, während der Angriff mit vielen neuen Optionen mehr als 98.6 PPG erzielen wird. Die Bees sind definitiv auf dem richtigen Weg und nur 2-3 kompetente Spieler von realistischen Playoff-Träumen entfernt. Allerdings nicht in diesem Jahr.

Prognose: Platz 13, Western Conference