29 Oktober 2012


Auf Nummer 6 Pick und NBCHF-ROY-Mitfavorit Damian Lillard ruhen die Hoffnungen arg gebeutelter Trail Blazers Fans 

Letztes Jahr: 28-38 (.424)
Hohe Erwartungen, die in Schall und Rauch aufgingen... die abgelaufenen Saison war in Portland zum Vergessen. Ohne die dauerverletzten Brandon Roy und Greg Oden wollten die Trail Blazers schneller spielen und im Westen alle überraschen. Einziges Problem: Felton war übergewichtig und rannte schon aus Prinzip kaum, während Gerald Wallace, Marcus Camby und Jamal Crawford keine Lust hatten, Verantwortung zu übernehmen. Die Folge: der langjährige Head Coach McMillan wurde gefeuert und der fällige Umbau bereits im Februar initiiert. Einzig LaMarcus Aldridge bereitete Freude, als er mit 21.7 PPG und 8 RPG endlich im All-Star Team auflief.

Abgänge: Jamal Crawford, Raymond Felton, Kurt Thomas, Joel Przybilla, Craig Smith, Dan Gadzuric, Jonny Flynn
Zugänge: Damian Lillard, Meyers Leonard, Ronnie Price, Jared Jeffries, Sasha Pavlovic, Will Barton, Victor Claver, Joel Freeland

Kader:


Check:
In Portland war es eine Offseason der Veränderung. Mit Terry Stotts und Neil Olshey hat man im hohen Nordwesten zwei helle Köpfe abseits des Parketts installiert, die die erfolgsverwöhnten Trail Blazers in die Playoffs zurück führen sollen. Olshey ist einer der brillantesten jungen GMs der Liga und war am historischen Umschwung der LA Clippers entscheidend beteiligt. Stotts war zuvor als Assistant Coach bei den Mavericks für die Offensive verantwortlich, die Dallas zur Meisterschaft 2011 verhalf. Das Problem der zwei Neuen: sie haben nicht allzu viele Bausteine zur Disposition, mit denen sie das Playoff-Konstrukt auf die Beine stellen sollen. Freeland, Barton, Babbit, Pavlovic... Ihr seht vielleicht, was gemeint ist. Verlassen können sich die Blazers dagegen auf All-Star Aldridge, der jetzt mit 27 Jahren in die Blütezeit seiner Karriere kommt. Die anderen Starter: Batum, Matthews, Hickson und Rookie-PG Lillard. Obwohl der Nummer 6 Pick sicherlich seine blauen Flecken abbekommen wird, gilt der abgeklärte Spielmacher für mich als grösster Kontrahent für Anthony Davis im Kampf um den Rookie des Jahres Award. Hickson zeigte im letzten Saisondrittel (15.3 PPG, 8.3 RPG), dass er als Starter durchaus seinen Mann stehen kann. Matthews und Batum sind auf dem Flügel gesetzt. Vor allem der Franzose muss nach seinem offenen Flirt mit Minnesota im Juli beweisen, dass er mehr sein kann als die dritte Geige in einem schwachen Team und seinen glitzernden 45 Millionen Dollar Vertrag (4 Jahre) ohne Wenn und Aber Wert ist. Portland wird unter Stotts sicherlich zusammen finden und sich in der Offensive respektabel verkaufen. Die grossen Fragezeichen sitzen in der Verteidigung (schon letztes Jahr im unteren Drittel mit 103.7 Def. Eff.) und hinter den Startern auf der Ersatzbank. Blazers-Fans dürfen sich also nicht auf die Playoffs freuen - dafür aber auf einen jungen, gesunden Kader, der in dieser Saison gar nicht enttäuschen kann. Das ist doch auch mal was...

Prognose: Platz 11, Western Conference