07 November 2012




Spurs 101, Pacers 79

Man vergisst angesichts der Offensivfeuerwerke, die San Antonio in den letzten beiden Jahren abbrannte (Platz 1 und 2) nur allzu leicht, dass der schwarze Spurs-Planet fast eine ganze Dekade zu den mächtigsten Bollwerken im Basketball-Universum zählte (Top-6 bei der Def. Eff. bis 2009). Da will 'Pop der Triezmeister' am liebsten wieder hin mit seinem Team. Bisher ist ist der Coach sicherlich begeistert (auch wenn er das in diesen bescheuerten live-in-game Interviews wie kein Zweiter verbergen kann), was nach dominanten Vorstellungen wie gegen die Pacers absolut nicht verwundert.

Indiana traf nur 34% seiner Würfe aus dem Feld. Paul George und George Hill verfehlten 18 ihrer 28 Versuche. All-Star Center Roy Hibbert hatte genauso viele Punkte wie Fouls (2). Nach vier Partien schaffte es noch kein Gegner der Texaner, mehr als 100 Punkte zu erzielen. Die Folge: San Antonio ist zum ersten Mal in der Geschichte mit 4-0 in eine Saison gestartet und dominiert jetzt schon die Western Conference. Nur einer dieser Fakten überrascht.

Mavericks 114, Blazers 91

So ungefähr hatte ich mir das vorgestellt, als ich vor der Saison verlangte, dass OJ Mayo in Nowitzkis Abwesenheit die Scoring-Last schultert, um die Mavericks bis Dezember nicht absaufen zu lassen. Mayo hat jetzt zwei Mal in Folge 30 oder mehr erzielt und die Mavericks mit dem 114-91 gegen die Trail Blazers zu 3-1 Auftaktsiegen geführt. Wer braucht schon einen Finals-MVP im Team?

Gegen Portland traf die 'Mayonnaise' an ihrem 25. Geburtstag sechs von acht Dreiern und 12 von 18 insgesamt für 32 Punkte. Sein Backcourt-Teammate Darren Collison führte mit 13 Assists glänzend Regie und setzte Mayo immer wieder frei hinter der Dreierlinie in Szene. Die Mavs könnten ihre Bilanz ohne Weiteres auf 7-2 hochschrauben. Die nächsten Gegner: Toronto, (New York), Charlotte, Minnesota und Washington.

Knicks 110, Sixers 88

Die Knickerbockers rollen zur Zeit und haben ihren besten Saisonstart seit 1999. Nach 14-4 Auftakt der Sixers im zweiten Spiel eines Back to Back stampfte New York die Gastgeber mit einem zwischenzeitlichen 52-34 Lauf in Grund und Boden. "Miami ist angeblich das Nummer eins Team, New York hat sie gerade mit 20 geschlagen. Viel besser kann man gerade nicht spielen", sagte der ernüchterte Sixers-Coach Collins nach der Partie.

Die Knicks gingen immer und immer wieder zum Korb und trafen 19 von 19 von der Linie. Wenn Rasheed Wallace 10 Punkte in 13 Minuten erzielt, dann weisst du als Gegner, dass du heute lieber zu Hause geblieben wär'st. Anthony war Topscorer mit 21 und JR Smith setzte sein enorm effizientes Spiel fort mit 17 von der Bank und diesem Herzensbrecher für Philly-Fans.




Timberwolves 107, Nets 96

22 Punkte Vorsprung zu Hause gegen die Wolves ohne ihre beiden Leitwölfe waren für Brooklyn nicht genug. Die Nets liessen sich inside zu einer Brezel verknoten und kassierten 62 (!) Punkte in der Zone. Das war also mit dem soften Lopez/Humphries Frontcourt gemeint, der ohne den verletzten Gerald Wallace noch befremdlicher wirkt als das neue Team-Maskottchen. Minnesota nagte die hohe Nets-Führung Zähler für Zähler herunter und entschied die Partie im letzten Spielabschnitt mit einem 32-10 Lauf dank Nikola Pekovic (21 Pts) und den Russen Kirilenko (16/10) und Shved (10 Pts im Q4). Die Stimmung in Brooklyn, wo Fans ihr Team zurecht ausbuhten, war am Montag auf New Jersey Niveau.

Heat 124, Suns 99

LeBron mit 25 und 11, Wade mit 23, Allen mit 15... das Ding war schon im Ersten gelaufen. Analyse: Die Heat sind gut, Phoenix (1-3) nicht so sehr.

Grizzlies 103, Jazz 94

Nur zwei Mannschaften gewannen in der letzten Saison mehr Heimspiele als Memphis. Die Grizzlies wollen auch in diesem Jahr ihre Stärke im 'Grindhouse' FedEx Forum nutzen und sich unter die ersten vier Teams im Westen spielen. Gegen Utah war das Rabaukenduo Randolph (16 Punkte/18 Rebounds) und Gasol (22 Pts, 8 Reb, Ast) tonangebend gegen den eigentlich bärenstarken Jazz-Frontcourt, der aber noch nicht wirklich in der Saison ist.

Kings 94, Warriors 92

Sieh an, sieh an, wer siegen kann! Sacramentos Defensiv-Arbeit in der Offseason beginnt sich vielleicht doch auszuzahlen: die Kings haben in vier Partien noch keine 100 in 48 Minuten kassiert und sich in der Verteidigungs-Top-10 festgesetzt. DeMarcus Cousins (23 Pts, 15 Reb, 2 Stl, 2 Blk) findet langsam seine 20/10 Fährte. Tyreke Evans (11 PPG, 33% FG) bleibt dagegen ein Totalausfall und Trade-Kandidat Nummer eins.

Cavaliers 108, Clippers 101

Ich geb's ja zu, ich war und bin nicht so wirklich von Dion Waiters' Langzeit-Upside überzeugt. Aber wenn sein Wurf fällt wie gegen die Clippers (7-11 Dreier, 28 Punkte insgesamt), dann könnte der Nummer Vier Pick tatsächlich im Rookie of the Year Rennen zumindest miteifern. Kyrie Irving (24 Pts/10 Ast) spielte sogar Chris Paul an die Wand, während Tingeltangel-Bob Varejao weiterhin wie King Kong an den Brettern wütet (15 Rebounds pro Spiel, Platz 1).

Bulls 99, Magic 93

Da ist sie wieder verpufft, die Magie! Besser gesagt: Big Baby hat sie aufgefressen. Glen Davis sabotierte jede Chance auf Orlandos 3-0 Start und hievte gegen einen dominanten Joakim Noah (20/9 mit 5 Blocks) einen Backstein nach dem anderen in Richtung Bulls-Korb. Auch Arron Afflalos beste MJ-Imitation (28 Punkte, 5 Rebounds, 5 Assists) konnte Babys Leistung nicht kompensieren. 15 Fehlwürfe bei 22 Versuchen, 5 Blocks against, 6 Fouls... wo ist Kevin Garnett, wenn man ihn braucht?

Nuggets 109, Pistons 97

Home Sweet Home, das gilt für wenige Teams so sehr wie für die Klumpen in ihrer Mile High City. Denver rannte den Pistons über weite Strecken davon und holte dank Iguodala (17 Pts/10 Reb), Lawson (15 Pts/9 Ast) und McGee (16 Punkte von der Bank) den ersten Sieg in dieser Saison. Jetzt, da der Knoten geplatzt ist (das wird vielen Teams gegen Detroit so gehen), können die Nuggets endlich dazu übergehen, ein paar Siege einzufahren. Houston, Utah, Golden State und Phoenix stehen als Nächstes an.

Thunder 108, Raptors 88

What a difference a Sieg makes! Jegliches Geschwätz von "Abstieg" und "verloren gegangenen Championship-Chancen der Thunder" löste sich in Schall und Rauch auf nach dem deutlichen 108-88 gegen Toronto. Oklahoma City stürmte ins erste Viertel, der Ball lief wie am Schnürchen (24 Assists) und gleich sechs Spieler punkteten zweistellig. "Der Start war heute entscheidend. Unsere Ballbewegung war ausgezeichnet", zeigte sich Scott Brooks mehr als angetan. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis OKC - ja, auch ohne James Harden - von weit oben auf den Rest der NBA-Tabelle hinunter blickt.




Das Krankenhaus ist voll

Die Liste der verletzten Leistungsträger wird immer länger. Kyle Lowry knickte gegen die Thunder böse um und wird ein paar Tage fehlen. Ohne ihn gehen die Raptors nirgendwo hin. Shawn Marion fällt mit einer Knieverletzung für den Rest der Woche aus. Die Bobcats sind nicht gerade mit Talent gesegnet... der Ausfall von Gerald Henderson (2-4 Wochen) wird da umso stärker weh tun. Für Brandon Rush ist die Saison nach seinem Kreuzbandriss schon nach einer Woche vorbei. Obwohl Steve Nash nach Haarriss als day-to-day geführt wird, ist ein gebrochenes Bein nicht nach einer Woche auskuriert. Ich erwarte ihn frühestens in einigen Wochen zurück. Hedo Turkoglu wurde derweil an der Hand operiert und fällt bis Dezember aus. Schwerer Schock auch für die Indiana Pacers, die mindestens drei weitere Monate auf ihren letztjährigen Topscorer Danny Granger (Knie) verzichten müssen. Weitere Langzeitverletzte: Dirk Nowitzki, Andrew Bynum, Amare Stoudemire, Iman Shumpert, Kevin Love, Ricky Rubio, Derrick Rose, John Wall, Nene, Avery Bradley, Chauncey Billups, Grant Hill und Eric Gordon.

Fantasy-Lineup d. Tages:
(Montag)
G  OJ Mayo - 32 Pts, 12-18 FG, 6 Dreier
G  Dion Waiters - 28 Pts, 10-17 FG, 7 Dreier
F  LeBron James - 23 Pts, 11 Reb, 10-17 FG
F  DeMarcus Cousins - 23 Pts, 15 Reb, 2 Stl, 2 Blk
C  Marc Gasol - 22 Pts, 8 Reb, 8 Ast, 3 Blk, 10-10 FT
6  Jamal Crawford - 19 Pts, 7-13 FG, 4 Dreier in 25 Min.

(Dienstag)
G  Arron Afflalo - 28 Pts, 5 Reb, 5 Ast, 10-17 FG
G  Andre Iguodala - 17 Pts, 10 Reb, 4 Ast, 3 Dreier
F  Luol Deng - 23 Pts, 8 Reb, 4 Ast, 9-16 FG
F  Greg Monroe - 27 Pts, 10 Reb, 2 Ast, 3 Blk, 7-7 FT
C  Joakim Noah - 20 Pts, 9 Reb, 4 Ast, 5 Blk
6  Javale McGee - 16 Pts, 3 Blk, 7-11 FG in 18 Min.