25 November 2012




Ein bisschen Feedback von euch, ein paar Überlegungen von mir, und schon waren wir uns einig: das Ranking am Freitag wird zugunsten eines entspannteren Sonntags-Checks verschoben. In dieser Woche übernahmen die rauhen Grizzly-Bären den Platz an der Rankings-Sonne, während die Knickerbockers die Auswirkungen von NBA-Auswärtstrips und fremden Hotelbetten zu spüren
bekamen. Die grössten Sprünge machten Atlanta (+15) und Loves Loser-Wolves (-14). Zu den Fakten...



Memphis Grizzlies (9-2)
Offense: 5.; Defense: 6.
Top-6 Angriff und Verteidigung, die beste Starting Lineup der Liga und Selbstvertrauen satt nach Siegen gegen Miami, Oklahoma, New York und die Lakers. Nach drei Kellerkindern warten am Samstag die Spurs - in San Antonio.
San Antonio Spurs (10-3)
Offense: 6.; Defense: 11.
Tim Duncan erlebt schon im Winter seinen sechzehnten Frühling. Der Hall of Famer dominiert mit 18.5 PPG, 10.5 RPG und 2.3 Blocks, wie zu seinen besten Zeiten. San Antonio rollt, auch ohne Leonard/Jackson und einen fitten Ginobili.

Oklahoma City Thunder (10-4)
Offense: 3.; Defense: 15.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis zwei der talentiertesten Offensivspieler dieser Welt ihre neue Hackordnung etabliert hatten. Bilanz seit letzter Woche: KD mit 31.5 PPG, Westbrook mit 27.3, und OKC mit zwei Overtime-Siegen. Krise...?

Miami Heat (10-3)
Offense: 1.; Defense: 23.
Miami arbeitet weiter an seinem neuen Bestseller: "Wie machen wir uns die reguläre Saison halbwegs spannend? Indem wir auch mittelmässige Gegner lange im Spiel lassen und erst zum Schluss abservieren." Aber diese Defense...
Atlanta Hawks (8-4)
Offense: 21.; Defense: 1.
Nur kurzer Höhenflug für Atlanta, das fast unbemerkt Fünf in Folge gewonnen und sich im Osten ganz oben gepirscht hat? Oder waren die Erfolge gegen OKC und die Clips ein echter Zukunftsweiser für das beste Defensivteam der Liga?

Los Angeles Clippers (8-5)
Offense: 8.; Defense: 4.
Zweimal Hawks, Bulls, Spurs, Heat, Thunder und die Nets. Bei dem Spielplan kannst du schonmal drei in Folge verlieren, vor allem auswärts. 6 der nächsten 7 finden im heimischen Staples Center statt. Hier kommt der Clippers-Run!

Brooklyn Nets (7-4) 
Offense: 7.; Defense: 20.
Wie wichtig Defensivmann Gerald Wallace für dieses Team ist, hat man zuletzt gesehen. Brooklyn hat jetzt 6 seiner letzten 8 gewonnen und wächst mehr und mehr zu einem Team zusammen, gegen das kein Gegner spielen möchte.

New York Knicks (8-3)
Offense: 2.; Defense: 17.
What a difference a Auswärtstrip makes: die Knicks verlieren zwei Partien in Folge und fallen bei der defensiven Effizienz von Rang zwei auf den 17. ab. Das kommt schon mal vor, wenn man sich in Houston 131 einschenken lässt.

Denver Nuggets (7-6)
Offense: 16.; Defense: 9.
Drei Siege in Serie und zum ersten Mal über .500. Mit ein Grund für den langsamen Start: 22 der ersten 32 Nuggets-Partien finden auswärts statt. Nach dem 1. Januar wird Denver hier dann regelmässig so weit oben zu finden sein.

Golden State Warriors (8-6)
Offense: 18.; Defense: 12.
League Pass Must See und derzeit auf einer Erfolgswelle reitend dank Curry/Lee/Thompson: die Dubs haben 5 von 7 gewonnen und können sich damit brüsten, als letztes Team die überragenden Hawks geschlagen zu haben.

Utah Jazz (7-7)
Offense: 13.; Defense: 18.
Wie schon letztes Jahr dominiert die gigantische Jefferson-Favors-Millsap Lineup den Gegner nach Belieben. Weshalb sie Coach Corbin nicht öfters bringt, bleibt sein Geheimnis. Die Jazz sind in Utah weiterhin unbesiegt (5-0).

Los Angeles Lakers (7-7)
Offense: 4.; Defense: 10.
Genug Dauer-Drama für zwei komplette Saisons, aber trotz horrender Erwartungen in solidem Ist-Zustand. Nur drei Teams rangieren bei Offense und Defense in der Top-10. Steve Nash wird nächste Woche zurück erwartet.

Chicago Bulls (6-6)
Offense: 23.; Defense: 3.
Noch lange nicht da, wo Coach Thibodeau seine Dauermalocher haben will. Für Thibs ist das 2-3 auf diesem langen Auswärtstrip deshalb nicht halb so verheerend, wie sich dabei drei Mal in Folge mehr als 100 Punkte einzufangen.

Charlotte Bobcats (7-5)
Offense: 25.; Defense: 13.
Zu hoch? Mag so erscheinen, aber nur auf den ersten Blick: Charlotte hat schon im November die Siegesbilanz von '11/12 egalisiert und noch keine Partie verloren (6-0), die mit 4 Punkten oder weniger entschieden wurde. Playoffs?

Milwaukee Bucks (6-5)
Offense: 18.; Defense: 13.
Nach drei Ls in Serie geht es für die Hirsche talabwärts. Dank des Ellis/Jennings Backcourts (37.8 PPG/12.8 APG) und einer Armada an Big Men werden die Bucks aber dennoch um den Titel in der laschen Division konkurrieren können.

Philadelphia 76ers (7-6)
Offense: 26.; Defense: 5.
Was ist frustrierender: die Nachricht, dass Bowling-Bynum auf unbestimmte Zeit ausfällt und vielleicht die komplette Saison verpasst? Oder die frustrierende Unkonstanz dieser Truppe, die schon gegen Cleveland u. Detroit verloren hat?

Boston Celtics (7-6)
Offense: 9.; Defense: 23.
Mehr Trend als Moment: obwohl die Celtics-Offensive dank Rondos Playmaking auf Hochtouren läuft (56.4 TS%), geht in der Defensive (23.) und unter den Brettern (30.) absolut gar nichts. Und Besserung ist nicht in Sicht.

Portland Trail Blazers (6-6)
Offense: 10.; Defense: 30.
20.2 Punkte und 6 Assists pro Abend machen Damian Lillard nicht nur zum grossen Favoriten auf den Rookie des Jahres Award. Dank ihm träumt Portland nach Ws gegen die Lakers und Chicago sogar den verbotenen Playoff-Traum.

Indiana Pacers (6-8)
Offense: 28.; Defense: 2.
Solange die Verteidigung (nur 92.2 Gegenpunkte pro Partien) und das Glaswerk (3. bei der Rebound-Rate) elitär bleiben, wird Indiana langsam aber sicher nach oben klettern. George/West/Hibbert kriegen den Dreh nämlich allmählich raus.

Dallas Mavericks (7-7)
Offense: 13.; Defense: 25.
So gut Mayo (21.5 PPG) auch spielt: die Abwesenheit des Dirksters darf nicht darüber hinweg täuschen, dass Dallas in der Verteidigung einen gigantischen Leistungseinbruch erlitten hat. Das kann auch ein fitter Nowitzki nicht beheben.

Houston Rockets (6-7)
Offense: 15.; Defense: 16.
Mit Back to Back Siegen gegen New York und Chicago stoppen die Raketen ihren rasanten Absturz in die Niederungen der WC-Tabelle. Dort wird man aber unweigerlich landen: nur 4 der nächsten 18 Gegner haben eine negative Bilanz.

Phoenix Suns (6-7) 
Offense: 11.; Defense: 27.
Alles beim Alten in Phoenix: die schnelle Offensive hält die Suns dank Komitee-Ansatz (acht Spieler mit min. 8 PPG) im Spiel. Die löchrige D (103.2 Gegenpunkte, Platz 30) schmeisst die Früchte der Arbeit dann wieder weg.

Sacramento Kings (4-9)
Offense: 21.; Defense: 26.
Dass Sac-Town in den letzten vier Partien wettbewerbsfähig war und die Lakers/Jazz sogar bezwang zeigt, dass dort mehr als genug Talent versammelt ist. Wenn die Egozocker doch nur mal lernen würden, den Ball zu passen (30.)...

Minnesota Timberwolves (5-7)
Offense: 24.; Defense: 8.
Die Wolves ohne Love: 5-2 Siege, uneigennütziger Teambasketball und die effizienteste D der Liga. Seit Loves Rückkehr: 0-3, minus 8.7 PPG und totales Chaos auf dem Parkett. Aber seine 24/14 im Schnitt sehen richtig gut aus.

Orlando Magic (5-7)
Offense: 29.; Defense: 6.
Der oberflächliche Eindruck täuscht ein wenig: von den fünf Siegen, die Rebuild-Orlando bisher einfuhr, waren drei gegen Detroit und Cleveland und ein vierter gegen lethargische Nuggets am ersten Spieltag. Dieses Team stinkt.

Toronto Raptors (3-10)
Offense: 17.; Defense: 22.
Können wir uns angesichts mickriger 4.5 Rebounds pro Abend bei 2,13m und mittlerweile 27 Lenzen darauf einigen, dass Bargnani niemals der erhoffte Franchise-Anker sein wird, für den er in Toronto gehalten wird? (Alle nicken...)

Detroit Pistons (3-10)
Offense: 26.; Defense: 21.
Sieh an, sieh an, was der Greg alles kann: nicht nur, dass sich der Pistons-Big mit 17.2 PPG/9.8 RPG als Double-Double Macht etabliert hat. Dank des Monroe-Effekts hat Detroit 3 seiner letzten 5 gewonnen. Die Kolben klettern.

Cleveland Cavaliers (3-10)
Offense: 20.; Defense: 29.
"What's not to like?" Wie wär's mit acht Niederlagen aus den letzten neun Partien. Der Tatsache, dass Irving frühestens um Weihnachten herum wieder einsatzbereit ist. Oder, dass das junge Team bereits zu resignieren scheint...

New Orleans Hornets (3-8)
Offense: 12.; Defense: 28.
Die Euphorie vor der Saison war so gross wie seit den Chris Paul Playoff-Hornets nicht mehr. Verletzungen der beiden grossen Hoffnungsträger und 6-Spiele-Pleitenserien lassen aber auch den lautesten Buzz im Nu verstummen.

Washington Wizards (0-11)
Offense: 30.; Defense: 9.
Nenê du, so wird das nix... Da kann sich Maybyner Rodney Hilario noch so abrackern und den Mentor für seine jungen Teamkollegen geben. Solange Randy Wittman dort das Sagen hat, bleiben die Wiz unter Generals-Niveau.