03 November 2012


An den Nets als Playoff-Fixpunkt wird es in den nächsten vier Jahren nichts zu rütteln geben (Photo: Ishaan Mishra)  

Letzte Saison: 22-44 (.333)
Absolut nicht mehr relevant zu diesem Zeitpunkt. Die Vergangenheit in Newark/New Jersey sollte man am besten dort ruhen lassen, wo sie hingehört: in Geschichtsbüchern. Oder in der Kanalisation.

Abgänge: Jordan Farmar, Anthony Morrow, DeShawn Stevenson, Johan Petro, Gerald Green, Damion James, Armon Johnson, Shelden Williams, Jordan Williams, Sundiata Gaines
Zugänge: Joe Johnson, Reggie Evans, CJ Watson, Andray Blatche, Mirza Teletovic, Josh Childress, Jerry Stackhouse, Tyshawn Taylor, Tornike Shengeila

Kader:

Check:
Nein, Dwight Howard kam letztendlich nicht. Was viele aber nicht wissen: Deron Williams höchstpersönlich war es, der GM Billy King irgendwann zwischen dem 1. und 100. Tradeversuch mit Orlando wissen liess: "Bitte lass uns nicht ewig auf Dwight warten. Wir haben ein Team zusammen zu stellen." King und die Nets nahmen daraufhin tatsächlich Abstand von der D-Will/D-12 Idee und füllten ihren restlichen Kader aus. Knapp 350 Millionen Dollar blätterte der interessanteste Teambesitzer der Association, Mikhail Prokhorov (mehr dazu in der neuesten FIVE) in diesem Sommer auf den Tisch, und machte so aus einem der abscheulichsten Teams der letzten Jahrzehnte über Nacht eine Playoff-Mannschaft. Der Backcourt mit Williams und Joe Johnson gehört zu den spielstärksten und ruppigsten der Liga. Der Flügel mit Iso-Joe und Crash Wallace ist hochkarätig und erfahren. Unter den Brettern laufen Brook Lopez und Kris Humphries auf und ergänzen sich gegenseitig nahezu perfekt. Die Reservebank hat man mit Andray Blatche, CJ Watson, Reggie Evans und Mirza Teletovic aufgestockt. MarShon Brooks und Tyshawn Taylor sind zwei junge Eigengewächse aus den letzten beiden Drafts, die bei Avery Johnson ebenfalls Spielzeit sehen werden. Kein anderes Team verfügt jetzt über mehr Balance in der Startformation und eine tiefere Bank als die Nets... wenn doch, dann lasst es mich wissen. Mit diesem Nukleus ist man bis 2017 für die Playoffs gesetzt. Die entscheidenden Impulse für mehr müssen nun von der Defensive ausgehen. Nur, wenn Coach Johnson es schafft, eine solide Verteidigung zu etablieren, kann man die ganz grossen Fische ärgern und Prokhorovs ambitionierten Fünf-Jahres-Plan umsetzen. Vielleicht noch nicht in diesem Jahr. Aber beflügelt durch eine fast perfekte Off-Season, den Umzug über den Hudson zurück nach New York und die Sicherheit, die der dickste Geldbeutel der Association nun einmal mit sich bringt, werden die Nets an neuer Wirkungsstätte permanent auf sich aufmerksam machen. Der grösste Leistungssprung aller 30 NBA-Teams und Heimvorteil in Runde eins sind also vorprogrammiert. Hello Brooklyn!

Prognose: Platz 4, Eastern Conference