05 Dezember 2012




Es hatte schon länger rumort und aus der Gerüchteküche heraus gedampft, jetzt scheint es offiziell beschlossen zu sein: die New Orleans Hornets werden - vermutlich schon zur neuen Saison 2013-14 - den Spitznamen "Hornets" ablegen und sich in "Pelicans" umbenennen. Der Pelikan ist das dominierende Tier Louisianas und taucht sowohl auf Wappen und Siegel sowie im Namen auf ("The Pelican State"). Wer jetzt glaubt, dass diese Vögel nicht furchteinflössend genug seien, um als Namensgeber für ein NBA-Team herzuhalten, der wird vielleicht überrascht sein.

Schon kurz nach seiner Akquisition im April diesen Jahres liess der neue Teambesitzer Tom Benson verlauten, eine Namensänderung in Betracht zu ziehen. Seine Ehefrau Gayle heizte den Gerüchteofen vor Kurzem mit ihrem Statement zur bevorzugten neuen Farbpalette weiter an: Navy-Blau, Rot und Gold. Zufälligerweise waren genau das die Teamfarben der "New Orleans Pelicans", einem heute nicht mehr existierenden Minor League Baseball Team, das zwischen 1887 und 1959 im Bayou spielte. Noch mehr Öl ins Feuer? Benson besitzt die Rechte an der "New Orleans Pelicans Baseball Inc."

Als Alternativvorschläge wurden bisher "Brass" (Blechbläser), "Angels", "Spirit", "Voodoo" und "Krewe" (Karnevalsbezogen) genannt. Voodoo scheint einen recht grossen Zuspruch zu finden, aber die Pelikane werden wohl das Rennen machen. Wie immer in solchen Situation obliegt die endgültige Entscheidungsgewalt der National Basketball Association. Ein Sprecher machte das nochmals deutlich: "Die NBA hat das letzte Wort, was Hornets Farben und Namensänderungen anbelangt. Der Prozess hat noch nicht begonnen. Rot, Blau und Gold wird von den Bensons bevorzugt."

Sollte New Orleans den Hornets-Namen tatsächlich ablegen, könnte der wohl tatsächlich zurück nach Charlotte, North Carolina wandern. Von dort kamen die Hornets ursprünglich, als sie 2002 nach Louisiana umsiedelten. Die Charlotte Hornets waren in den 1990ern ein Kassenschlager und - nicht von ungefähr - einer der beliebtesten Clubs weltweit. Viele Fans können mit den Bobcats-Namen überhaupt nichts anfangen (Gerüchte darüber, dass Teamgründer Robert Johnson den Club nach sich selbst benannt hat, halten sich hartnäckig) und wünschen sich sehnlichst ihre "Beez" zurück. Der heutige Owner, Michael Jordan, wäre einer Rückkehr der Hornets gegenüber nicht abgeneigt: "Ja, das ist definitiv interessant, irgendwann. Wir würden das in Betracht ziehen."