01 Dezember 2014

1. Dezember, 2014   |  Daniel Schlechtriem  @W14Pick


Neue Saison, neues Glück. Die Wahl zum #NBACHEF Player of the Month ist zurück und feiert gleich zwei Debütanten. Die Redaktion belohnt in der ersten Abstimmung der neuen Saison Teamerfolge: In sehr knappen Resultaten setzen sich im Osten Kyle Lowry von den Toronto Raptors sowie im Westen Marc Gasol von den Memphis Grizzlies durch, die jeweiligen Leistungsträger der derzeit erstplatzierten Teams beider Conferences. Sowohl Lowry als auch Gasol wird erstmals die Ehre zuteil, im Voting der #NBACHEF-Redaktion zum besten Spieler des Monats gekürt zu werden.

Kyle Lowry (Toronto Raptors)
Stats Okt/Nov:
19,2 PPG | 5,2 RPG | 6,6 APG | 1,2 SPG | 44,0% FG | 78,1% FT in 17 gm.
Highlights u.a.:
35 Pts, 4 Reb, 3 Ast, 2 Stl, 12-17 FG  beim Sieg über die Celtics [05.11.]
13 Pts, 11 Reb, 10 Ast, 1 Stl, beim Sieg über die Wizards [07.11.]
20 Pts, 8 Reb, 8 Ast bei der Niederlage gegen die Bulls [13.11.]

Die Dinos aus Kanada sind auf einem Höhenflug, diesen verbinden viele mit ihrem starken Backcourt, von dem einer noch ein bisschen mehr herausragt. Kyle Lowry ist schon länger einer der besten Rebounder seiner Zunft (über 4,5 in den letzten drei Spielzeiten), hat sich aber der bisherigen Saison noch mal gesteigert und greift inzwischen über fünf im Schnitt ab – Werte, die manch ein Starting Big nicht aufweist. Aber auch in den klassischen Spielmacherattributen ist der 28-jährige in der Eliteklasse angekommen. Ein besseres Assist/Turnover Ratio haben unter den Startern nur Chris Paul und Jrue Holiday.

Lowry hat sich in Toronto vom einstigen Junkyard Dog zu einem der vielseitigsten Einser entwickelt, der die Raptors offensiv (2.) wie defensiv (10.) anführt. Hätte er in der bisherigen Saison seinen Dreier gefunden (bisher nur 29,9%, vergangene Saison 38%), wäre die Abstimmung womöglich eindeutiger ausgefallen. So verwies Lowry mit 45% der Stimmen den Chicagoer Jimmy Butler (36%) nur knapp auf den zweiten Rang. Weit abgeschlagen hinter diesem Duo: Lowrys Mannschaftskollege Lou Williams sowie der obligatorische LeBron James mit jeweils 9%.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:
Lowry ist nach wie vor der Anführer und beste Spieler der Raptoren und setzt auf das starke ORtg vom letzten Jahr (118) heuer bislang ein lächerlich gutes 123-Rating drauf. Das ist das drittbeste der Liga. (Philipp Rück)

Von wegen Zurücklehnen nach der Vertragsverlängerung: Nicht die Cavs oder die Bulls stehen an der Spitze der Eastern Conference, sondern die Raptors, Lowry sei Dank! (Philipp Landsgesell)

Lowry ist der unangefochtene emotionale Anführer auf dem Hardwood, seine Toughness und seine Qualitäten als Dirigent der Offense und Kettenhund in der Defense ermöglichten neben DeMar, Terrence & Co. erst den 13-4 Monat, der die Raptors an die Spitze des Ostens gestellt hat. (Onur Alagöz)


Marc Gasol (Memphis Grizzlies)
Stats Okt/Nov:
20,1 PPG | 8,1 RPG | 3,5 APG | 1,5 BPG | 1,2 SPG | 50,8% FG | 84,9%  FT in 17 gm.
Highlights u.a.:
32 Pts, 9 Reb, 2 Blk, 2 Stl, 12-17 FG beim Sieg über die Wolves [29.10.]
30 Pts, 12 Reb, 2 Blk, 13-18 FG beim Sieg über die Clippers [23.11]
26 Pts, 7 Reb, 9 Ast, 9-15 FG beim Sieg über die TrailBlazers [28.11]

Die Memphis Grizzlies hätten im Vorjahr beinahe die Playoffs verpasst. Der Grund dafür ist 2,16m groß, kommt aus Spanien, hat einen prominenten älteren Bruder in der NBA und wurde beim 2007er Draft erst an 48. Stelle gepickt. Kurz: Marc Gasols Fehlen – er bestritt vergangene Saison nur 59 der 82 Spiele – brachte die Bären in arge Schwierigkeiten. Doch seit der 29-jährige besser denn je zurückgekehrt ist, sinkt das Problempegel am Mississippi stetig. Den Award des Defensive Player of the Year sowie die Wahl ins All-Defensive Player Team hat er bereits im Lebenslauf abgehakt, nun übernimmt er auch noch die Offensive seines Teams: Eine Trefferquote aus dem Feld von über 50% rührt bei anderen Bigs in den allermeisten Fällen daher, dass sie meist nur Dunks, Layups oder Putbacks, höchstens noch den ein oder anderen Hook Shot im Korb unterbringen und sich sonst vornehm zurückhalten. Nicht so Gasol, der selbst schwierige Mid Range Würfe inzwischen traumwandlerisch versenkt. Memphis steht eine große Saison bevor – sofern Gasol gesund bleibt und dieses Niveau hält.

Doch die Konkurrenz im Westen ist groß und so auch beim Voting um den Spieler des Monats. Nur mit schmalem Vorsprung setzt sich Gasol mit 46% gegen Steph Curry, auf den 36% der Stimmen entfielen, durch – bezeichnenderweise ein Spieler von den Warriors, dem Team, das Gasols Grizzlies an den Fersen haftet. Weitere Stimmen erhielt Anthony Davis von den Pelicans (18%).

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:
"Marc Gasol gehört defensiv schon länger zum Besten, was die Liga zu bieten hat. Dabei brilliert er zumeist in den Bereichen, die im Boxscore nicht erfasst werden. Im bisherigen Saisonverlauf ist Gasol nicht nur der Anker in der Defensive, sondern führt die Grizzlies auch offensiv in unbekannte Sphären und zur besten Bilanz in der NBA. Sonst eher als Ballverteiler involviert, findet man ihn diese Saison auch unter den Topscorern wieder. Keiner erfüllt derzeit die Eigenschaft Two-Way-Player besser als er." (TwoWayGame)

"Der DPOY des Vorjahres und seine Grizzlies stehen an der Ligaspitze, ihr Grit'n'Grind-Stil wurde bisher nur von einer Grippewelle wirklich vor Probleme gestellt. Marc Gasol ist mit 20,1 Punkten und 3,5 Assists auch offensiv Dreh- und Angelpunkt des Teams. Für mich der beste Spieler in diesem Monat besten Teams." (Torben Siemer)

"ORtg 107, DRtg 98. Bester Spieler im besten Team. Volles Paket. Ende." (Anno Haak)


Weitere Kandidaten:

Jimmy Butler
"Jimmy Butler ist für mich die absolute Überraschung der noch jungen Saison. Wenn man als elitärer Verteidiger in der Offensive noch 20+ Punkte bei ordentlichen Quoten produziert, läuft einiges richtig." (Pascal Gietler)

"Jimmy Butler spielt bei den schon wieder verletzungsgeplagten Bulls nicht nur wie erwartet den Kettenhund, sondern trägt inzwischen auch offensiv das Team mit. Er ist Topscorer, zieht und trifft Freiwürfe nach Belieben und führt im Osten alle Guards (>20% USG%) bei der True Shooting Percentage an. Wenn er so weiterspielt, gehört ihm der Most Improved Player Award."  (TwoWayGame)

Stephen Curry
"49.6% aus dem Feld, 41,8% von der Dreierlinie, 92,3% von der Freiwurflinie und ein unfassbares True Shooting von 64.7 zeigen wie unfassbar effizient Curry momentan in der Offensive agiert. Mit 24 Punkten und 8 Assists führte er die Warriors zu 13 Siegen aus den ersten 15 Spielen." (Sebastian Seidel)

"Curry ist vielseitiger denn je und vor allem eigenen Ende des Feldes keine bodenlose Blamage mehr. Der momentan vielleicht beste Offensivspieler der Liga ist immerhin Teil der besten Defensive aller NBA-Teams. Der 14-2 Oktober/November der Warriors zementiert seine Rolle als legitimer MVP-Kandidat noch weiter." (Onur Alagöz)

Anthony Davis
"The Unibrow nimmt die Pelicans auf seine Schultern und lässt sie fliegen. Erschreckend für die restlichen Teams, was für Zahlen er schon mit 21 Jahren auflegt!" (Dusan Veljkovic)

Lou Williams
"Hat sonst keiner, letzter Eindruck (POW letzte November-Woche), Belohnung für die Raptors. Und ich bin Hawks-Fanboy und war gegen den Trade." (Anno Haak)


Wem hättet ihr den Spieler des Monats November Award verliehen? Stimmt ab! (Mehrfachnennungen möglich)


Wer waren eure Spieler des Monats November?
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Jimmy Butler
Marc Gasol
Stephen Curry
Anthony Davis
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