13 Oktober 2017

13. Oktober, 2017


Nach Media Days, Trainingscamps und ersten Testläufen ist klar: das neue NBA-Jahr 2017/18 ist inoffiziell underways. Wir haben wie gewohnt alle 30 Mannschaften durchgecheckt und prognostizieren euch bis zum echten Start am 17. Oktober die kommende Saison. Heute: die Minnesota Timberwolves,

von STEFAN DUPICK @hoopsgamede

Flashback
31-51, keine Playoffs

Plus
Jimmy Butler

Jamal Crawford

Jeff Teague

Taj Gibson

Justin Patton

Marcus Georges-Hunt

Minus
Ricky Rubio

Kris Dunn

Zach LaVine

Omri Casspi

Jordan Hill

Adreian Payne

Brandon Rush

Was ist Neu?
Die Timberwolves haben einen der krassesten Trades der Offseason eingefädelt und Jimmy Butler aus Chicago verpflichtet. Um den Star zu bekommen, musste die Wolves lediglich Kris Dunn, Zach LaVine und die Rechte an Lauri Markkanen nach Illinois verschiffen. Den Eckpfeilern um Towns und Wiggins wurde somit in Butler ein Superstar an die Seite gestellt.
 Zudem wurde in Jeff Teague ein erfahrener Spielmacher geholt, der mehr Shooting bietet als Dunn und sein Vorgänger Ricky Rubio. Der Rest des Kaders wurde mit den Veteranen Taj Gibson, Jamal Crawford und Aaron Brooks aufgefüllt. Minnesota ist reifer und tiefer als in der Vergangenheit.

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Beste Addition
Jimmy Butler ...  Der 28-Jährige ist nicht nur einer der besten Flügel sondern gar einer der besten Spieler der Liga. Butler bringt dem jungen Team Erfahrung und ist ein Voll-Blut-Profi, der als Leader vorangeht. Wenn dazu noch bedacht wird, dass im Gegenzug lediglich Dunn, LaVine und Markkanen nach Chicago wechselten, dann ist der Deal eigentlich zu schön um wahr zu sein.


The Planet
Karl-Anthony Towns ... Der Center ist zwar erst seit zwei Jahren in der Liga, ist jedoch der Franchise-Anker der Wolves und ein zukünftiger Superstar. Towns ist sowohl in der Offensive als auch in der Defensive vielseitig und hat zudem noch sehr viel Potential nach oben. 'KAT' konnte in der vergangenen Saison bereits 25,1 Punkte, 12,3 Rebounds und 1,3 Blocks auflegen, bei fantastischen Wurfquoten. Eine weitere Steigerung dieser Werte ist garantiert.

Rising Star
Andrew Wiggins ... Der Kanadier kam mit grossen Vorschusslorbeeren in die Liga und konnte bisher noch nicht zu 100% überzeugen. Speziell in der Defensive blieb Wiggins bisher noch hinter den Erwartungen zurück. Das dürfte sich durch die weitere Zusammenarbeit mit Coach Thibodeau jedoch bald ändern. Für den 22-Jährigen beginnt eine wichtige Saison. Sollte Wiggins es schaffen seinen, Dreier weiterhin zu verbessern und in der Verteidigung zulegen, kann zu einem der besten Spieler der Liga reifen.


Don’t Sleep! 
Gorgui Dieng ... Der Senegalese geht im Team der Wolves unter und dürfte durch die Verpflichtung von Taj Gibson auch in die zweite Reihe verdrängt worden sein. Dennoch bleibt der Big Man wichtig. Dieng ist ein Kämpfer und bringt immer 100%, besonders in der Defensive. Der 27-Jährige ist zudem ein solider Shooter und kann von der Bank kommend sowohl als Power Forward als auch als Center wichtige Minuten liefern.

Beste Fünf
Teague – Butler – Wiggins – Gibson – Towns

Good News
+ Das Team hat viel Qualität in der Spitze
+ Towns hat das Potential, zum besten Big Man in der NBA zu reifen
+ Butler ist ein Sieger-Typ und wird dem Team helfen, die richtige Mentalität zu entwickeln
+ Mit Towns, Gibson, Dieng und Bjelica gibt es eine tiefe und variable Rotation im Frontcourt

Bad News
- Der defensive Effekt durch Coach Thibs war bisher nicht zu erkennen, das muss sich in der kommenden Saison ändern
-  Das Team muss sich erst finden. Viele Spieler sind gegangen, viele neue müssen integriert werden. Das braucht Zeit.
- Shooting von der Dreierlinie ist bestenfalls durchschnittlich, speziell Teague, Butler und Wiggins müssen sich steigern
- Das Team ist nach Wiggins' erwarteter Verlängerung sehr teuer geworden


Was fehlt?
Defense und Shooting. Coach Thibodeau ist genau der richtige Trainer, um dem Team einen defensive Impuls zu geben. In der vergangenen Saison ist dies nicht geschehen. Mit den Verpflichtungen von Butler und Gibson könnte es besser werden.
 Das fehlende Shooting und Spacing dürfte jedoch das größere Problem sein. Weder Teague noch Wiggins noch Butler sind als begnadete Distanzschützen bekannt. Wenn die Wolves wirklich erfolgreich sein wollen, müssen die Spieler aus dem Backcourt den Dreier netzen und für genügend Platz sorgen.

Check 1,2
Die Timberwolves wurden bereits in der vergangenen Saison hoch gehandelt und bei vielen Experten als Geheimtipp gesehen. Den hohen Erwartungen konnte das junge Team aus Minnesota zu keiner Zeit gerecht werden. Auch in die kommende Saison gehen die Wolves wieder mit Vorschusslorbeeren - noch grösseren als zuletzt. Durch die Verpflichtungen von Butler, Teague, Gibson und Crawford ist der Einsatz immens gestiegen. Die Playoffs sind Pflicht. Es wäre jedoch schockierend, wenn es dieses rundum erneuerte Team nicht zum ersten Mal seit 2004 dorthin schafft.

Chef-Orakel
49-33