02 Februar 2018

2. Februar, 2018


Die #NBACHEF-Redaktion bleibt sich treu und wählt wie im Vormonat einen Debütanten im Osten sowie einen alten Bekannten im Westen zum Spieler der Monats. Giannis Antekounmpo von den Milwaukee Bucks erhält erstmals die Ehren dieser Auszeichnung, für Stephen Curry von den Golden State Warriors ist es schon die dritte – aber die erste seit fast zwei Jahren.

von DANIEL SCHLECHTRIEM @W14Pick

Giannis Antetokounmpo
(Milwaukee Bucks)

Stats Januar:
27,0 PPG | 10,2 RPG | 5,1 APG | 1,1 BPG | 1,0 SPG | 55,0% FG | 75,4% FT in 13 gm.

Highlights u. a.:
27 Pts, 20 Reb, 6 Ass, beim Sieg über die Wizards [15.1.]
41 Pts, 13 Reb, 7 Ass, 14-20 FGM, beim Sieg über die Nets [26.1.]
31 Pts, 18 Reb, 6 Ass, beim Sieg über die 76ers [29.1.]

Die jungen Bucks gehören schon seit einiger Zeit zu den spannenderen Storys der Liga, das liegt vornehmlich an Giannis Antetokounmpo. Bereits im letzten Jahr führte der Grieche mit nigerianischen Wurzeln sein Team in allen fünf Hauptkategorien der klassischen Stats an, diese Saison hat er sich in Punkten und Rebounds noch weiter gesteigert.

Mehr Franchise Player geht kaum und weil Antetokounmpo gerade erst seinen 23. Geburtstag gefeiert hat, sehen nicht wenige in ihm den kommenden Star und MVP der Liga. Eitel Sonnenschein herrscht bei seinem Team trotzdem nicht, die Bucks haben einen durchwachsenen Monat mit 8-7 Siegen hinter sich. Zwischenzeitlich drohten sie, aus den Playoff-Rängen zu rutschen.

Diese Stagnation hat Jason Kidd den Trainerposten im Bradley Center gekostet. Giannis versucht angeblich erfolglos die Entlassung des bei den Spielern sehr beliebten Coaches zu verhindern, gab dann die richtige Antwort auf dem Platz: Drei monströse Spiele zum Ende des Januars, in der denen er einmal die 40 Punkte knackte, einmal nah dran einem Triple Double war und einmal geradezu selbstverständlich 18 Rebounds griff.

Mit großen Schritten auf der Zielgerade ist der 2,11 Meter große Alleskönner zumindest in der Wahl zum besten Spieler des Monats im Osten nicht aufzuhalten: Stabile 72% der Stimmen gehen an den Griechen, der den Award somit zum ersten Mal gewinnt. Die restlichen 28% teilen sich Kyrie Irving von den Boston Celtics und Joel Embiid von den Philadelphia 76ers.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:
Giannis „Greek Freak“ Antetokounmpo ist nach wie vor auf dem Weg ein absoluter Superstar zu werden. Auch im Januar hat Giannis wieder geliefert, u. a. 41 Punkte gegen die Nets und 20(!) Boards gegen Washington. Wenn er die Bucks nur auch noch zu mehr Erfolg führen würde... (Stefan Dupick)

A-N-T-E-T-O-K-O-U-N-M-P-O! Mittlerweile sollte auch der letzte NBA-Schreiber in der Lage sein, diesen Namen zu buchstabieren, denn in den nächsten Jahren wird er so häufig benötigt werden wie LeBron, Durant oder Curry in den vergangenen. Kein Spieler in der Eastern Conference erzielte im Januar so viele Punkte wie „The Alphabet“, nur wenige holten mehr Rebounds oder Assists. Gleichzeitig trifft er die Dreier, die er (in zugegebenermaßen aktuell homöopathischen Dosen) nimmt, endlich verlässlich. (Christoph Lenz)



Stephen Curry
(Golden State Warriors)

Stats Januar:
29,1 PPG | 5,1 RPG | 6,7 APG | 0,0 BPG | 1,5 SPG | 51,4% FG | 87,1% FT in 12 gm.

Highlights u. a.:
45 Pts, 6 Ass, 3 Stl, 15-16 FTM beim Sieg über die Clippers [6.1.]
25 Pts, 5 Reb, 9 Ass, 3 Stl, beim Sieg über die Timberwolves [25.1.]
49 Pts, 5 Ass, 16-24 FGM, 8-13 3PM, beim Sieg über die Celtics [27.1.]

Alles wie gehabt im Westen: Die Warriors marschieren vorneweg, stellen eine elitäre Offensive und Defensive und treffen Dreier wie andere Layups. In dieser Ansammlung von Superstars ist es für den einzelnen Spieler umso schwieriger hervorzustechen, vor allem im ligaweiten Vergleich.

Im Januar ist Stephen Curry ebendies dennoch gelungen. Angeführt von ihrem zweimaligen MVP stehen für den Titelverteidiger elf Siege – unter anderem gegen die Boston Celtics, Cleveland Cavaliers und Houston Rockets – gegen drei Niederlagen. Curry führt das Team im Januar in Punkten, Assists und Steals an, trifft über 46% von Downtown und holt zwei Mal über 40 Punkte.

Auch aufgrund der Ankunft Kevin Durants in der Bay Area  gingen Stephs Zahlen in der Spielzeit 2016/17 merklich zurück. Davon hat er spätestens seit Januar genug und durchbricht die Phalanx aus Russell Westbrook und James Harden, die die letzten acht Auszeichnungen zum #NBACHEF Spieler des Monats allesamt unter sich ausmachten. Der letzte, der vor diesem Duo die Abstimmung gewann? Richtig – Curry, im Februar 2016, damals mit spektakulären 100% der Stimmen.

So eindeutig fiel die Wahl dieses Mal nicht aus: Der Warrior setzt sich mit 57% am Ende dennoch souverän durch. Ein guter zweiter Platz geht an Lou Williams von den L.A. Clippers mit 29%, mit gerade noch 14% schafft es James Harden von den Houston Rockets immerhin noch aufs Treppchen.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:
Langsam aber sicher kommt Steph Curry in Fahrt. Im Januar hat der zweifache MVP mal wieder ordentlich Gas gegeben. Curry trifft fast wie er will und liefert derzeit einen Kracher nach dem anderen. Wenn das so weiter geht, dann dürften die Playoffs noch einseitiger werden als sowieso schon befürchtet. (Stefan Dupick)

Die historisch effiziente Saison, in der Curry einstimmig zum MVP gewählt wurde, schwebt wie eine chronisch zu hoch angebrachte Hochsprung-Latte über allem, was der 29-Jährige seitdem tut. Er wird stets an dieser Glanzleistung gemessen, kann dabei (eigentlich) nur scheitern. Doch in diesem Januar Fosbury-flopt der Schütze vom Dienst elegant über diese Latte. Höhere Dreier-Quote (46,3% zu 45,4%), höhere True Shooting Percentage (71,0% zu 66,9%) und gleichzeitig in seiner persönlichen Bilanz zehn Siege aus zwölf Spielen. Für Currys Effizienz gilt das Jordan-Mantra „the ceiling is the roof“! (Christoph Lenz)



Wer waren eure Spieler des Monats Januar?

Giannis Antetokounmpo
Kyrie Irving
Joel Embiid
Stephen Curry
Lou Williams
James Harden
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